• Änderungen an der Petition

    at 05 May 2019 18:03

    Satz war nicht eindeutig


    Neuer Petitionstext: **Kein Abriss ohne Bürgerbeteiligung! Transparenz bezüglich des Abrissvorhabens "Nutheschlange" herstellen und Anwohner*innen-Anliegen berücksichtigen.**
    Die "Nutheschlange" ist ein Wohnkomplex mit Tiefgaragenstellplätzen entlang der Nuthe-Schnellstraße. Das architektonisch anspruchsvolle und kunstvoll gestaltete Ensemble stellt eine begrünte und bewohnte Schallschutzwand für das gesamte Wohngebiet Zentrum-Ost dar und bietet gleichzeitig einen ökologisch wertvollen Lebensraum für Mensch und Natur.
    Das *"Terrassenhaus"*, der „Kopfbau“ dieser erst vor 20 Jahren erbauten Wohnlage, soll im 2. Halbjahr 2019 abgerissen werden. Vorgesehen ist an dieser Stelle ein Neubau, für den es bislang keine detaillierten Pläne gibt und von dem zu befürchten ist, dass er nicht die Funktionalität eines Lärm- und Emissionschutzes bieten kann und wird. Als Gründe für den Abriss nennt die *ProPotsdam*, Eigentümerin der Wohnanlage, Baumängel und die Notwendigkeit der Nachverdichtung. Die Konzeption des Neubauprojekts soll nach den Plänen der *ProPotsdam* erst im Rahmen eines Architektur-Wettbewerbs nach dem Abriss erfolgen.
    Wir fordern die Verantwortlichen auf, bezüglich der im Folgenden aufgezählten Punkte Transparenz zu schaffen:
    1. **Baumängel auflisten:** Grundlage der Entscheidungen sind Baumängel am Gebäude. Nur statisch relevante Baumängel können einen Total-Abriss des *"Terrassenhauses"* rechtfertigen. Es sind alle Baumängel darzustellen und Interessierten zur Einsicht offenzulegen.
    2. **Baumängel aufarbeiten und Qualitätsmanagement etablieren:** Um zukünftigen Baumängeln vorzugreifen sind die vorhanden Baumängel aufzuarbeiten, d.h. wie sind diese entstanden und weshalb wurden diese in den letzten Jahren nicht behoben. Es sind innerhalb der *ProPotsdam* und Verwaltung entsprechende Managementstrukturen zu etablieren, die verhindern, dass Baumängel in Zukunft verhindert werden auftreten und keine neugebauten neugebaute Häuser mittelfristig abgerissen werden.
    3. **Entscheidungskriterien offenlegen:** Die Entscheidungskriterien für den Abriss, und damit für höhere Kosten und höhere Belastung der AnwohnerInnen durch Baulärm, Parkplatzmangel und Baustellenverkehr sind allen Interessierten darzulegen. Insbesondere ist offen zu legen, weshalb alternative Sanierungskonzepte bisher nicht geplant wurden. Mindestens folgende Kriterien sind abzubilden: Kosten, AnwohnerInnenbelastung, Parkraumsituation, Ensembleerhalt, stadtökologische Zusammenhänge.
    4. **Entscheidungsstrukturen offenlegen:** Die Entscheidungsstruktur bei derartig großen Projekten ist offenzulegen, damit die relevanten EntscheiderInnen bezüglich Ihrer Gründe befragt werden können. Die Entscheidungsstrukturen sollten in einem Organigramm und/oder als Historie darlegen, wer, wann, welche Entscheidungen traf und welche Entscheidungsgrundlagen bestanden.
    5. **AnwohnerInnen-Anliegen berücksichtigen:** Die Erfahrungen und Anliegen der AnwohnerInnen sollten bei derartig gravierenden Entscheidungen wie einem Wohnhausabriss, aber auch für eine Neubauphase mit berücksichtigt werden. Es sind Managementstrukturen zu etablieren, welche es erlauben auch die Interessen der AnwohnerInnen in die Entscheidungsprozesse einfließen zu lassen. Zum Beispiel können konkrete AnsprechpartnerInnen benannt werden, die ein Quartiersmanagement betreiben.
    6. **Moratorium für den Abriss:** Solange keine fachlich fundierten Nachweise vorliegen, die einen Totalabriss begründen, darf das Terrassenhaus nicht abgerissen werden. Außerdem ist ein Abriss auch erst dann durchzuführen, wenn die Planungen für den Anschlussbau abgeschlossen sind.

    Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 123 (73 in Potsdam)

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