Mietrecht stärken - Umwandlungen stoppen und Sperrfrist verlängern!

Petition richtet sich an
Landtag

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3.000 für Sammelziel

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  1. Gestartet Februar 2026
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Petition richtet sich an: Landtag

Wir fordern, Mietrechte zu stärken!
Wir fordern ein Verbot für die Umwandlung von Mietshäusern in Wohneigentum!
Wir fordern, die Kündigungssperrfrist auf zehn Jahre zu verlängern!

Wir fordern vom Parlament und von der Landesregierung Brandenburg einen sofortigen Mieterschutz für angespannte Wohnungsmärkte, indem sie jeweils eine Landesverordnung erlassen,

  • die ein Umwandlungsverbot von Mietshäusern in Wohneigentum gemäß § 250 BauGB und § 172 Absatz 4 BauGB ermöglicht und
  • die Kündigungssperrfrist nach Wohnungsverkäufen gemäß § 577a BGB von drei auf zehn Jahre verlängert.

Begründung

Wir sind Mieter:innen in Häusern in mehreren Stadtteilen von Potsdam und in Regionen Brandenburgs, die akut davon bedroht sind, ihre Mietwohnungen durch Umwandlung und Verkauf zu verlieren. 

Es herrscht Wohnungsnot:
Die Wohnungslage in Potsdam und rund um Berlin ist mehr als angespannt.
Es ist nahezu unmöglich, bezahlbare Mietwohnungen zu finden. Ein Gutachten der Landesregierung von 2025 kommt ebenfalls zum Schluss, dass in 36 Brandenburger Kommunen angespannte Wohnungsmärkte vorherrschen (https://2wp.de/Q7). 

Umwandlung in Eigentumswohnungen bedroht unser Zuhause:
Durch Eigenbedarfskündigungen können Mieter:innen von Eigentumswohnungen auf die Straße gesetzt werden. Gleichzeitig wird die Immobilienspekulation mit der Umwandlung von Miet- in Eigentumswohnungen weiter angeheizt. Ohne das eine einzige bezahlbare Wohnung neu gebaut wird, verdienen viele Immobilienunternehmen überwiegend ihr Geld mit dem Kauf und Verkauf von Wohnungen – und am besten lässt sich mit Eigentumswohnungen spekulieren, denn ihr Wert steigt stärker als der Wert von Mietwohnungen (Vgl. https://2wp.de/Qd).

Eigenbedarfskündigungen gefährden unser sicheres und soziales Leben:
Unsere Wohnungen sind Teil unserer Lebensgeschichten: Hier sind wir aufgewachsen, haben Familien gegründet, unsere Kinder großgezogen - viele von uns blicken auf gelebte Jahrzehnte in ein und derselben Wohnung zurück. Es ist unser Lebensmittelpunkt, unsere Nachbarschaft, unsere sozialen Beziehungen, die mit unserem Wohnort verbunden sind.

Umwandlungsverbot und Kündigungssperrfrist von zehn Jahren!
Zum Schutz von Altmieter:innen ist ein Kündigungsverbot in verkauften Wohnungen notwendig.
Mindestens aber sollte die Kündigungssperrfrist konsequent von drei auf zehn Jahre verlängert werden.
Eine Verlängerung der Kündigungssperrfrist und damit der Schutz vor Eigenbedarfskündigungen würde uns Mieter:innen nicht nur Luft verschaffen und den Älteren unter uns einen ruhigeren Lebensabend bescheren. Eine längere Kündigungsbeschränkung von zehn Jahren würde den Verkauf von Wohnungen unattraktiver machen, so dass das Tempo der Immobilienspekulation insgesamt gebremst wird.
Unsere Forderungen werden bereits in anderen Bundesländern wie Berlin, Bayern und Hamburg umgesetzt. Gerade der äußerst angespannte Wohnungsmarkt in Potsdam und im Berliner Speckgürtel sollte genug Anlass bieten, sich dieser wirkungsvollen Praxis anzuschließen. (Vgl. https://2wp.de/TV)

Ansonsten erfreuen sich Kapitalanleger und Immobilienunternehmen weiterhin an dem unregulierten Mietwohnungsmarkt auf Kosten von uns Mieter:innen – und das in direkter Nachbarschaft von Berlin mit strengeren Regeln!

Brandenburg darf keine uneingeschränkte Spielwiese für dubiose und rein gewinnorientierte Immobilienfirmen sein!
Die Immobilienspekulation geht oft mit aggressiver Steuervermeidung einher. So sind ein Teil unserer Wohnungen im Eigentum von Briefkastenfirmen u.a. mit Sitz in Luxemburg. Die Eigentümer der undurchsichtigen Unternehmensstrukturen sind nicht ansprechbar, die Instandhaltung der Häuser für sie nur ein lästiges Übel.
Aber auch regionale Immobilienunternehmer wie Wolfhard Kirsch in Potsdam stehen in Kritik (Vgl. https://2wp.de/Td). Nach Erfahrungen von Betroffenen setzen sie Mieter:innen unter Druck. Diese sollen ihre langjährigen Mietwohnungen verlassen, damit die Unternehmen die leer gezogenen Mietwohnungen mit maximalem Gewinn verkaufen können. Das geforderte Umwandlungsverbot und die Verlängerung der Kündigungssperrfrist tragen dazu bei, uns Mieter:innen vor solchen Geschäftspraktiken zu schützen.

Es ist Zeit zu handeln!

Erstunterzeichnende: 227 Privatpersonen und
28 Organisationen, darunter:
Mieterinitiative Bornstedt
Mieter-Interessengemeinschaft der Wohnungsgenossenschaft "Karl Marx"
Bürger*inneninitiative "Am Telegrafenberg"
Die Tuchmacher e.V.
BI MieterInnen in Babelsberg
Holger Catenhusen, Geschäftsführender Vorstand, Mieterverein Potsdam und Umgebung e. V.
Angela Schweers, Vorstandsvorsitzende, AWO Potsdam
Netzwerk Stadt für Alle Potsdam
Stadtteilgewerkschaft Waldstadt Solidarisch
SPD-Stadtfraktion Potsdam
Bündnis 90/Die Grünen: LV Brandenburg u. KV Potsdam
Wählergruppe u. Fraktion DIE aNDERE
DIE LINKE Brandenburg und Kreisverbände/Fraktionen: Potsdam, Barnim, Oberhavel, Regionalverband Teltow-Kleinmachnow-Stahnsdorf-Nuthetal, Dahme-Spreewald, Fürstenwalde, Zeuthen, Landkreis Havelland, Kreistag Oder-Spree
Isabelle Vandre, MdB DIE LINKE

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, MieterInnengemeinschaft Jung & Alt, Potsdam
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 08.02.2026
Sammlung endet: 29.08.2026
Region: Brandenburg
Kategorie: Wohnen

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende!

    wir haben zwei Neuigkeiten:

    Erstens: Sammelt mit für mindestens 3.000 Stimmen
    Allein aus Brandenburg haben wir bald 2.000 Unterschriften gesammelt! Wir wollen mindestens die 3.000 Unterschriften voll machen. Daher: Verbreitet die Petition weiter und nutzt gerne den Link: https://openpetition.de/!10Jahresperrfrist
    Jede Stimme hilft uns, Druck bei der Landesregierung zu machen - Bald steht ein Gespräch mit dem zuständigen Minister Crumbach an. Eure Stimmen bei der Petition geben uns dafür Rückenwind!

    Zweitens: Einladung zur Potsdamer Mieter:innenversammlung: Gemeinsam gegen Verdrängung
    Wir veranstalten mit der BürgerInitiative MieterInnen in Babelsberg, der Stadtteilgewerkschaft Waldstadt Solidarisch und weiteren Aktiven gegen die Wohnungsnot ein Austausch bei Snacks und Getränken - ihr seid herzlich eingeladen:

    Was tun gegen Umwandlungen, Wohnungsverkäufe und Eigenbedarfskündigungen?
    Freitag | 19.06.2026 | 18 - 20 Uhr im Lottenhof | Potsdam-West, Geschwister-Scholl-Strasse 34

    Wir haben Angst vor Verdrängung und wir wissen, dass wir mit unserer Angst nicht alleine sind. Seitdem wir uns als Nachbarschaft gegen drohende Wohnungsverkäufe und Eigenbedarfskündigungen organisieren, nehmen wir noch deutlicher wahr, wie viele Menschen mittlerweile in unserer Stadt um ihr Zuhause fürchten. In unseren Kiezen werden Familien aus ihren Wohnungen gedrängt, junge Menschen in die Wohnungslosigkeit getrieben und Menschen im hohen Alter vor die Tür gesetzt. Die Umwandlung von Mietshäusern in Eigentumswohnungen ist ein gewinnbringendes Geschäftskonzept. Für uns ist es eine Bedrohung, nicht nur für einzelne Mieterinnen sondern für das gesamte Zusammenleben in unseren Kiezen. Das können und dürfen wir nicht zulassen! Bei unserem Treffen wollen wir wertvolle Erfahrungen teilen, wie wir uns gegen Eigenbedarfskündigungen und die Verdrängung wehren können. Wir wollen uns vernetzen, um gemeinsam stärker zu werden: Gegenseitig können wir uns unterstützen und den Druck für politische Veränderungen aufbauen.

    Kommt aus der ganzen Stadt zur Versammlung, ladet eure Nachbarinnen ein, es geht um unser Zuhause und um unsere Kieze!

    Meldet euch für eine bessere Planung an: jungundalt@posteo.de . Spontanes Kommen ist auch möglich.

    Vielen Dank für eure Unterstützung - gemeinsam sind wir stärker!

    Eure MieterInnengemeinschaft Jung & Alt in der Zeppelinstraße 51, 51a und 52 in Potsdam-West

Die Unwandlung von Mietshäusern in Eigentumswohnungen verstärkt Verdrängung und sozialen Unfrieden. Eine Sperrfrist schützt Mieter zumindest eine Zeitlang. In Berlin ist das bereits Praxis.

Ein Haus zu bauen, liegt in der Natur des Menschen, Miete zahlen nicht. Es gibt keine "Umwandlung": Bei der Bildung von Wohneigentum wird ein Eigentum in mehrere Einheiten geteilt; nichts wird umgewandelt: Mietwohnungen bleiben Mietwohnungen. Mieter haben bis zu 10 Jahren Kündigungsschutz, sodass Eigenbedarf nicht greift. Verbote bauen keine Wohnungen. Es braucht mehr Wohnraum, um die Wohnungsnot zu beenden, nicht mehr Regulierung. Eigentum beendet die lebenslange Abhängigkeit von der Miete!

Warum Menschen unterschreiben

Mieterinnen und Mieter müssen stärker geschützt werden.
Schutz vor Wohnungsverlust, dadurch entstehen steigende Wohnkosten für die neue Wohnung, Soziale Folgen: Besonders ältere Menschen, Familien mit Kindern oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen können durch einen Umzug stark belastet werden. Zudem ist für viele Menschen eine Wohnung mehr als nur ein Mietobjekt – sie ist Teil ihres sozialen Umfelds, ihrer Nachbarschaft und ihres Alltags.

Ich unterstütze diese Petition, weil bezahlbarer und sicherer Wohnraum eine grundlegende Voraussetzung für soziale Teilhabe, Lebensqualität und gesellschaftlichen Zusammenhalt ist. Gerade in Potsdam und den umliegenden Regionen Brandenburgs spüren viele Menschen die Folgen eines zunehmend angespannten Wohnungsmarktes. Die Suche nach einer bezahlbaren Wohnung ist für viele Familien, Alleinerziehende, Studierende, Senior:innen und Menschen mit durchschnittlichem Einkommen inzwischen zu einer großen Herausforderung geworden.
Besonders besorgniserregend ist die Umwandlung von Mietwohnungen in Eigentumswohnungen. Für Mieter:innen bedeutet dies häufig eine erhebliche Unsicherheit, da nach einem Verkauf Eigenbedarfskündigungen drohen können. Eine Wohnung ist jedoch weit mehr als ein wirtschaftliches Gut. Sie ist Lebensmittelpunkt, Rückzugsort und Heimat. Hier entstehen Nachbarschaften, soziale Netzwerke und langfristige Bindungen, die nicht einfach ersetzt werden können.
Die Forderung nach einem Verbot der Umwandlung von Mietshäusern in Wohneigentum in angespannten Wohnungsmärkten halte ich daher für einen wichtigen Schritt, um Mieter:innen wirksam zu schützen. Gleichzeitig unterstütze ich die Verlängerung der Kündigungssperrfrist von drei auf zehn Jahre. Diese Maßnahme würde den Betroffenen mehr Sicherheit geben, Verdrängung erschweren und den Druck auf langjährige Mieter:innen deutlich reduzieren.
Darüber hinaus kann eine längere Kündigungssperrfrist dazu beitragen, spekulative Geschäftsmodelle weniger attraktiv zu machen. Wohnraum sollte in erster Linie dem Wohnen dienen und nicht der kurzfristigen Gewinnmaximierung. Wenn Wohnungen vor allem als Anlageobjekte betrachtet werden, geraten die Bedürfnisse der Menschen, die dort leben, in den Hintergrund.
Andere Bundesländer haben bereits gezeigt, dass strengere Regelungen zum Schutz von Mieter:innen möglich und wirksam sind. Deshalb sollte auch Brandenburg die rechtlichen Möglichkeiten ausschöpfen, um den Wohnungsmarkt sozial gerechter zu gestalten und die Menschen vor Verdrängung zu schützen.
Mit meiner Unterschrift unterstütze ich das Ziel, Wohnen als soziales Gut zu stärken, Mieter:innen vor dem Verlust ihres Zuhauses zu bewahren und langfristig lebenswerte, stabile Nachbarschaften in Brandenburg zu erhalten. Wohnsicherheit darf nicht vom Interesse von Investoren abhängen, sondern muss für alle Menschen gewährleistet werden.

betrifft uns selber!

Recht auf Wohnung ist ein Menschenrecht - Artikel 25 Allgemeine Deklaration der Menschenrechte

Wohnen ist ein Menschenrecht !
MieterInnen müssen besser geschützt werden

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