das Manifest-Buch ist jetzt vorbestellbar. „Gemeinsame Sicherheit heute! Manifest für den Frieden“, herausgegeben von Gernot Erler und Ralf Stegner, erscheint in Kürze im Westend Verlag. Es setzt dem herrschenden Aufrüstungsdiskurs ein Konzept entgegen: Sicherheit nicht vor dem Gegner, sondern mit ihm.
Vorbestellungen sind bei folgenden Anbietern möglich:
Im Juni 2025, zwei Wochen vor dem SPD-Bundesparteitag, veröffentlichten die SPD-Friedenskreise ein zweiseitiges Manifest. Es lehnte das Fünf-Prozent-Ziel der Nato ab und wandte sich gegen die Stationierung neuer Mittelstreckenraketen in Deutschland. Vor allem forderte es, nach dem Schweigen der Waffen wieder ins Gespräch mit Russland zu kommen. Die Reaktion kam prompt. „Dieses Papier ist Realitätsverweigerung“, sagte Verteidigungsminister Boris Pistorius der Deutschen Presse-Agentur. Es missbrauche den Wunsch der Menschen nach einem Ende des Krieges. Parteichef Lars Klingbeil ging auf Distanz. Der frühere Vorsitzende des Auswärtigen Ausschusses Michael Roth sprach von einem „selbstgefälligen Wohlfühlpapier“; in den Redaktionen hieß es bald nur noch „Russland-Papier“. Unterschrieben haben es trotzdem über 18.000 Menschen auf der Plattform openPetition.
Wenn eine Maschine eigenständig entscheidet, wer lebt und wer stirbt, ist eine Schwelle überschritten, hinter die keine Gesellschaft mehr zurückkann. Nach einem breit aufgegriffenen Bericht des Magazins New Scientist (Juni 2026) sollen in der Ukraine erstmals Drohnen eines ukrainischen Herstellers vollautonom Menschen getötet haben – ohne Funkverbindung, ohne Videobild, ohne menschlichen Befehl in letzter Sekunde.
Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen haben eine „Ökumenische Friedensschrift – 2026“ vorgelegt
Ralf Becker / Karen Hinrichs / Heinrich Schäfer / Theodor Ziegler: Wer Frieden will, muss mit dem Feind reden. – Eine ökumenische Friedensschrift, 2026.(edition pace ǀ Sonderband der Reihe). Hamburg: BoD 2026. (ISBN: 978-3-6963-9825-5; Paperback; 128 Seiten; 7,99 Euro).
Ralf Becker, Karen Hinrichs, Heinrich Schäfer, Theodor Ziegler und viele Unterstützer:innen (Organisationen, Einzelpersonen) haben eine „Ökumenische Friedensschrift – 2026“ vorgelegt. In Kooperation mit dem Ökumenischen Friedensnetz wird sie als Buchband in der Reihe „edition ppace“ herausgegeben; die zuerst erschienene Internetfassung kann frei aufgerufen und verbreitet werden.
Mai-Update: Auf der Straße, im Newsletter, im Lesesaal Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, zunächst noch einmal herzlichen Dank für Ihre Unterschrift unter unserem Manifest der SPD-Friedenskreise. Mit Ihrer Stimme halten wir das Anliegen einer SPD, die ihrer friedenspolitischen Tradition treu bleibt, in der öffentlichen Debatte. Der Mai bringt drei konkrete Gelegenheiten, dranzubleiben — und einen Ausblick auf den Sommer. Schwerpunkt 1: Nein zur Wehrpflicht — 8. Mai 2026 Am 8. Mai, dem einundachtzigsten Jahrestag der Befreiung vom Nationalsozialismus, findet in über einhundert Städten der dritte bundesweite Schülerstreik gegen die Reaktivierung der Wehrpflicht statt. Wir haben in einem Beitrag aufgezeigt, warum der sechsmonatige Grunddienst des neuen Wehrdienst-Modernisierungsgesetzes militärisch wenig leistet, gesellschaftlich aber als Einstiegsschleuse in die Militarisierung wirkt. Wer den 8. Mai als Datum des Aufrufs liest, versteht die politische Setzung dahinter: https://erhardepplerkreis.substack.com/p/nein-zur-wehrpflicht-der-8-mai-als Schwerpunkt 2: Keine Mittelstreckenwaffen, nirgends — 30. Mai 2026 Am Samstag, den 30. Mai, finden zeitgleich Demonstrationen in Wiesbaden und Grafenwöhr gegen die geplante Stationierung von US-Mittelstreckenwaffen statt. Treffpunkt in Wiesbaden 12:30 Uhr, Hauptbahnhof; in Grafenwöhr 13:00 Uhr, Stadtpark. Es geht um „Dark Eagle", Tomahawk und Typhon, um das US-Befehlskommando in Mainz-Kastel und um die Frage, ob Deutschland 35 Jahre nach dem INF-Vertrag erneut zum Aufmarschgebiet wird: https://erhardepplerkreis.substack.com/p/demonstrationen-gegen-die-raketenstationierung Mai-Newsletter erschienen Unser aktueller Newsletter bündelt unsere Position zu Wehrdienst, Raketenstationierung und der weiteren Lage. Sie können ihn hier als PDF abrufen: https://www.erhard-eppler-kreis.de/wp-content/uploads/go-x/u/c4226a14-fbb4-4129-8272-697640a361cc/Mai-Newsletter.pdf Vorschau: Lesungen aus dem Manifest-Buch Wir bereiten für die kommenden Monate öffentliche Lesungen aus dem Manifest-Buch der SPD-Friedenskreise vor. Wenn Sie Interesse haben, eine Lesung in Ihrer Stadt mitzuorganisieren, oder einen geeigneten Ort vorschlagen möchten, melden Sie sich gerne bei uns. Nähere Termine geben wir hier und im Newsletter bekannt. Mit friedenspolitischen Grüßen Ihr Erhard-Eppler-Kreis
Eine zentrale Forderung unserer Petition war die Wiederaufnahme von Verhandlungen, um den Krieg, der seit über vier Jahren andauert und so viel Leid verursacht hat, endlich zu beenden. Wir haben dazu eine Pressemitteilung verschickt und bitten alle Unterstützerinnen und Unterstützer, diese an ihre lokale Presse weiterzuleiten — denn viele Leitmedien ignorieren Friedensinitiativen wie unsere. Unsere Hoffnung: Wenn viele diese Nachricht verbreiten, wird sie sich schwerer übergehen lassen.