Änderungen an der Petition

20.10.2013 19:30 Uhr

Die Dauer der Petition wurde um einen Monat verlängert damit mehr Menschen erreicht werden. BiNe – Bisexuelles Netzwerk e.V. wird in den kommenden Tagen verstärkt auf die Petition aufmerksam machen und auf die Situation von Bisexuelle, Pansexuelle und Nicht-Monosexuellen in Deutschland. Die Ursprüngliche Anzahl von 10.000 wurde auf 2.000 gesenkt um schneller ein positiven Effekt zu erzielen. Generell gilt, je mehr Stimmen es sind um so mehr wird der Wunsch nach Sichtbarkeit von Bisexuellen gezeigt. Die Begründung wurde ergänzt um offizielle Umfragezahlen und Forschungsergebnisse. Ein Petitionsbild wurde hinzugefügt.
Neue Begründung: Schätzungen zufolge sind Bisexuelle, Pansexuelle und Nicht-Monosexuelle (kurz Bisexuelle) die zweitgrößte Gruppe sexueller Identität nach heterosexuellen Menschen.

Bisexuelle werden oft ignoriert, diskriminiert, dämonisiert oder unsichtbar gemacht, sowohl in der heterosexuellen, als auch in der lesbischen und schwulen, Welt.

In unserer Gesellschaft existiert nach wie vor ein starres Bild: Entweder ein Mensch ist hetero oder schwul/lesbisch.

Bei einer EU-weiten Umfrage von lesbischen, schwulen, bisexuellen und transgender (LSBT) Personen zum Thema Erfahrungen mit Diskriminierung, Gewalt und Belästigung wurden über 93.000 Menschen online befragt. Gerade einmal 15 % der Teilnehmer bezeichneten sich als bisexuell, obwohl Schätzungen zufolge Bisexuelle, Pansexuelle und Nicht-Monosexuelle (kurz: Bisexuelle) in Bezug auf die sexuelle Identität die zweitgrößte Gruppe nach heterosexuellen Menschen bilden. (Kurzlink: bit.ly/1gnZTJi )

Diese Diskrepanz wird ebenfalls durch die nicht repräsentative sozialpsychologische Studie der Landesstelle für Gleichbehandlung - gegen Diskriminierung im Rahmen der Initiative „Akzeptanz sexueller Vielfalt“ des Landes Berlin bestätigt. Online hatten daran bundesweit 1.042 schwule und lediglich 121 bisexuelle Männer im Alter von 16 bis 77 Jahren teilgenommen. (Kurzlink: bit.ly/1gnZPt6)

Oft wird die gesamte sexuelle Orientierung der Bisexuellen als falsch, unmoralisch oder irrelevant gebrandmarkt. Trotz jahrelangem Aktivismus und der Tatsache, dass Bisexuelle die größte Gruppe in der LGBT-Gemeinde sind, werden ihre Bedürfnisse nicht gesehen und ihre Existenz noch immer in Frage gestellt. Diese Ausradierung birgt ernsthafte Konsequenzen in Bezug auf ihre Gesundheit, ihre Sozialisierung, ihr wirtschaftliches Wohlergehen sowie die Finanzierung von Bi-Organisationen und -Programmen.

Ein Bericht über Eingliederung und Chancengleichheit bisexueller Menschen in Großbritannien hat festgestellt, dass von allen größeren Gruppen in Bezug auf sexuelle Identität bisexuelle Menschen die größten psychischen Probleme haben einschließlich höherer Raten von Depressionen, Angstzuständen, Selbstverletzungen und Selbstmorden.

Für den Bericht abgefragte Einstellungen gegenüber bisexuellen Menschen erwiesen sich im Vergleich zu anderen sexuellen Minderheiten eher als negativ. Häufig wird ihnen pauschal unterstellt, sie seien promisk, unfähig zu monogamen Beziehungen, eine Bedrohung für bereits bestehende Beziehungen Dritter sowie Träger sexuell übertragbarer Krankheiten.

All dies trägt dazu bei, dass Menschen, die weder homo- noch heterosexuell sind, sich häufig nicht outen und damit unsichtbar bleiben. (Kurzlink: bit.ly/1go0x9E) Neuer Sammlungszeitraum: 3 Monate