• Änderungen an der Petition

    at 17 Dec 2015 14:31

    Tippfehler
    Neuer Petitionstext: An den Magistrat der Stadt Frankfurt,
    seit fast einem Jahr kämpft Project.Shelter für ein selbstverwaltetes Zentrum für obdachlose Migrant*innen und Geflüchtete. Wir haben etliche obdachlose Menschen in privaten Unterkünften untergebracht. Durch viele öffentliche Aktionen sowie eine Petition haben wir die Stadt immer wieder auf die Situation von Migrant*innen aufmerksam gemacht, die auf Frankfurts Straßen schlafen müssen.
    Nun ist der Winter eingebrochen und die Stadt Frankfurt bleibt immer noch tatenlos.
    Wir nehmen nicht länger hin, dass Menschen – gerade bei Minusgraden – auf der Straße schlafen müssen, während überall in der Stadt Häuser ungenutzt bleiben und massiver Leerstand besteht.
    Deshalb hat Project.Shelter am 10. Dezember 2015 das Haus in der Berger Straße 103 besetzt; ein leerstehendes Gebäude im Besitz der stadteigenen ABG-Holding. Der Vorsitzende der Geschäftsführung, Frank Junker, war zu keinerlei Verhandlung bereit; weder über das Objekt, noch über ein Alternativgebäude oder eine Zwischennutzung. Stattdessen ließ er das Gebäude binnen weniger Stunden räumen. Bei dem Polizeieinsatz wurden dutzende Personen verletzt und die Hoffnungen vieler Menschen auf ein besseres Leben zerstört. Denn Migrant*innen leiden nicht nur unter der Wohnungslosigkeit selbst, ohne eine Meldeadresse dürfen sie auch keine Arbeit suchen. Somit fallen sie in den Teufelskreis „Ohne Wohnung, keine Arbeit; ohne Arbeit, keine Wohnung", der es ihnen unnötig erschwert in Frankfurt Fuß zu fassen.
    Das „Shelter“ soll jedoch nicht nur als temporäre Unterkunft und Anlaufstelle für Neu-Ankommende dienen: wir wollen einen Begegnungsort für alle Frankfurter*innen schaffen, insbesondere für die umliegende Nachbarschaft.
    Es gibt genug Leerstand in Frankfurt, um ein solches Zentrum zu ermöglichen. Wir fordern deswegen erneut von der Stadt Frankfurt:
    1. Ein Gebäude für ein selbstverwaltetes migrantisches Zentrum,
    • das zentral gelegen und groß genug ist, um temporäre Unterbringung sowie längerfristige
    • Beratung und Begegnung zu ermöglichen;
    • dessen Adresse als Meldeadresse für Migrant*innen anerkannt wird;
    • dessen Unterhaltskosten (Strom, Wasser etc.) von der Stadtgetragen Stadt getragen werden.
    2. Die Rücknahme aller Strafanzeigen und die Einstellung der Verfahren gegen die Besetzer*innen der Berger Straße 103.
    Da die Zeit drängt, fordern wir die Umsetzung unserer Forderungen durch die Stadt bis zum 31. Januar 2016.
    Dies ist die Chance für die Stadt Frankfurt und die Menschen, die in ihr leben, eine solidarische Stadtgemeinschaft zu schaffen. Für diesen ersten Schritt brauchen wir nicht mehr als ein Gebäude – aber auch nicht weniger.
    Project.Shelter

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