368 Unterschriften
Petition richtet sich an: Landrat Alexander Anetsberger
Der Fossiliensteinbruch Blumenberg muss dauerhaft erhalten bleiben, weiterhin öffentlich zugänglich sein und auch in Zukunft erweitert werden können.
Wir fordern den Landkreis Eichstätt auf, bei der weiteren Planung und Umsetzung der Freizeitanlage Blumenberg durch den Investor sicherzustellen, dass die dafür notwendigen Erweiterungsflächen des Steinbruchs erhalten bleiben und nicht durch andere Nutzungen verloren gehen.
Begründung
Der Fossiliensteinbruch auf dem Blumenberg ist ein außergewöhnlicher Ort.
Hier können Menschen die Erdgeschichte der Region unmittelbar erleben, selbst Fossilien entdecken und einen Einblick in die weltweit bedeutenden Solnhofener Plattenkalke gewinnen.
Der Steinbruch ist deshalb nicht nur für Touristen interessant. Er wird von zahlreichen Fossilienfreunden und Hobby-Sammlern genutzt und hat auch eine Bedeutung für die wissenschaftliche Forschung.
Viele Sammler stehen in engem Kontakt mit Museen wie dem Jura-Museum. Seltene oder wissenschaftlich besonders interessante Funde werden dokumentiert, gemeldet und zur Verfügung gestellt. Durch die zunehmende digitale Erfassung der Funde entsteht zudem eine wertvolle Grundlage für die wissenschaftliche Erforschung der Fossilvorkommen am Blumenberg.
Doch dieses Angebot kann nur dann dauerhaft bestehen, wenn der Steinbruch auch in Zukunft neue Gesteinsschichten erschließen kann.
Die heute zugängliche Fläche ist bereits weitgehend ausgebeutet. Ohne eine Erweiterung stehen irgendwann keine neuen Plattenkalkschichten mehr zur Verfügung. Damit wäre der Besuchersteinbruch zwar möglicherweise noch vorhanden, seine eigentliche Attraktion und seine langfristige Funktion wären jedoch verloren.
Was uns Sorgen macht
Im Rahmen der Ausschreibung (Vergabe-Nummer: NPA-2025-B01) für die geplante Freizeitanlage auf dem Blumenberg wurde ausdrücklich vorgesehen, dass der Besuchersteinbruch weiterhin betrieben werden muss. Dabei wurden auch Flächen für eine zukünftige Erweiterung berücksichtigt. Diese Flächen wurden bei der Grundstücksbewertung als baulich nicht nutzbare Teilflächen ausgewiesen.
In den inzwischen öffentlich zugänglichen Planungen ist jedoch erkennbar, dass diese Flächen für andere Nutzungen vorgesehen sind, unter anderem für Sport- und Freizeitanlagen. (Quellen: https://www.gofundme.com/f/NaturWellness-Resort-im-Nest-des-Archeopterix, sowie https://www.sustainablehomes.de/assets/ferienpark-verdichtungsvariante-2.png)
Damit besteht die konkrete Sorge, dass die für die Zukunft des Steinbruchs notwendigen Erweiterungsmöglichkeiten verloren gehen.
Eine solche Entwicklung wäre aus unserer Sicht nicht mit dem Ziel vereinbar, den Besuchersteinbruch langfristig weiterzuführen.
Was auf dem Spiel steht
Geht die Möglichkeit zur Erweiterung verloren, verlieren wir langfristig einen besonderen Ort für:
Naturtourismus und Freizeit
Besucher können hier selbst Fossilien entdecken und die geologische Geschichte der Region erleben.
Bildung und Vermittlung
Der Steinbruch macht Erdgeschichte unmittelbar erfahrbar und vermittelt Wissen auf eine Weise, die kein ausgestelltes Fossil ersetzen kann.
Hobby-Sammler und Fossilienfreunde
Für zahlreiche Menschen ist der Besuchersteinbruch ein wichtiger Ort, an dem sie ihrem Interesse an Fossilien nachgehen können.
Wissenschaft
Neue Gesteinsschichten bedeuten neue Möglichkeiten für Funde, Dokumentation und wissenschaftliche Erkenntnisse.
Die Region Eichstätt
Der Fossiliensteinbruch ist Teil der besonderen geologischen und touristischen Bedeutung des Altmühltals und der Region rund um Eichstätt.
Wir wollen kein Entweder-oder
Wir stellen uns nicht gegen eine attraktive Entwicklung des Blumenbergs.
Wir sind überzeugt, dass Freizeit, Sport, Tourismus, Naturschutz und der Besuchersteinbruch miteinander vereinbar sein können. Was wir nicht akzeptieren möchten, ist eine Planung, bei der der Besuchersteinbruch zwar formal erhalten bleibt, ihm aber gleichzeitig die Möglichkeit genommen wird, sich langfristig weiterzuentwickeln.
Ein Steinbruch ohne Erweiterungsmöglichkeit ist keine langfristige Lösung.
Deshalb fordern wir:
1. Der Fossiliensteinbruch Blumenberg muss dauerhaft erhalten bleiben.
2. Die notwendige Erweiterung des Steinbruchs muss auch künftig tatsächlich möglich sein.
3. Die dafür vorgesehenen Erweiterungsflächen dürfen nicht dauerhaft durch andere Nutzungen blockiert werden.
4. Der Steinbruch muss auch weiterhin für Besucher, Fossilienfreunde und Sammler zugänglich bleiben.
5. Bei der weiteren Planung müssen die Interessen von Tourismus, Bildung, Wissenschaft und Fossiliensammlern angemessen berücksichtigt werden.
Unsere Bitte an den Landkreis Eichstätt
Der Fossiliensteinbruch Blumenberg ist ein Ort, den man nicht ersetzen kann.
Sind die derzeit zugänglichen Schichten ausgebeutet und die Möglichkeiten zur Erweiterung verbaut, lässt sich dieser Verlust nicht rückgängig machen.
Deshalb sollte jetzt gehandelt werden solange noch die Möglichkeit besteht, die Zukunft des Steinbruchs zu sichern.Der Fossiliensteinbruch darf nicht schleichend verschwinden. Er muss erhalten, zugänglich und erweiterbar bleiben.
Wir bitten den Landkreis Eichstätt, seine bisherigen Zusagen ernst zu nehmen und bei allen weiteren Planungen des Investors sicherzustellen, dass der Besuchersteinbruch nicht nur heute, sondern auch in Zukunft existieren kann.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
04.09.2026
Sammlung endet:
03.03.2027
Region:
Landkreis Eichstätt
Kategorie:
Wissenschaft
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