Petition richtet sich an:
Bürgermeister und Laubacher Kindergarten
Laubach ist ein Kindergarten mit einer Gruppe. In dieser Familiengruppe sind kleine Kinder (U3) sowie große Kinder (Ü3) viele Stunden zusammen, während die Eltern arbeiten gehen müssen. Die meisten Eltern haben sich bewusst für diese Art des Zusammenseins der Kinder entschieden: Kinder lernen voneinander, fühlen sich schnell sicher. Es gibt ganz andere Möglichkeiten der Gestaltung, als in größeren Kindergärten mit mehreren Gruppen. Es werden viele Ausflüge umgesetzt, viele Projekte initiiert, Kinder ganz speziell gefördert – auch mit der gleichen Personalzahl wie in größeren Kindergärten. Diese Eltern, die sich bewusst für die Unterbringung in einem familiären Kindergarten wie Laubach entschieden haben, haben sich gleichzeitig bewusst gegen eine größere Einrichtung entschieden.
Ein weiterer wichtiger Aspekt ist die enge Verbindung zum Ort. Die Kinder wachsen gemeinsam mit Ihren Nachbarschaftskindern auf und erleben Laubach als ihren eigenen Raum. Sie entdecken ihr Dorf gemeinsam mit dem Kindergarten, besuchen beispielsweise den Bauern und helfen bei der Kartoffelernte. Auch der eigene Bauwagen im Wald ist Teil dieser besonderen pädagogischen Arbeit. Zudem ist der Kindergarten in die Dorfgemeinschaft eingebunden. Kontakte zu älteren Menschen aus Laubach entstehen zum Beispiel durch Besuche im Kindergarten. Auch bei Veranstaltungen des Ortes, wie dem Sankt-Martins-Umzug oder dem Laubmännchen, begegnen sich Kinder, Familien und ältere Generationen. So lernen die Kinder nicht nur ihre Umgebung kennen, sondern entwickeln früh einen Bezug zu ihrem Wohnort und zu den Menschen, die dort leben. Eine Verlagerung der Betreuung in eine größere Einrichtung würde deshalb nicht nur den Standort des Kindergartens verändern, sondern auch ihr vertrautes soziales Umfeld: Die Nachbarschaftskinder wären möglicherweise nicht mehr gemeinsam in einer Gruppe, und viele regelmäßige Kontakte und Aktivitäten innerhalb des Dorfes würden möglicherweise in dieser Form nicht mehr fortgeführt werden.
Wir, der Elternbeirat, sprechen deshalb für den Erhalt unserer Familiengruppe und gegen eine Konsolidierung aller U3- Kinder (zwischen 1,5 und 3 Jahren) in der Grävenwiesbacher Krippe.
Wir sprechen außerdem gegen eine Schließung des Laubacher Kindergartens aufgrund der geringeren Geburtenrate und deshalb geringeren Auslastung der Kindergärten allgemein.
Vielen Dank für Eure Unterstützung.
Hannah G. & Elisa D.
Begründung
Es wird einige Sitzungen in den kommenden Wochen geben, in denen darüber entschieden werden soll.
Die Kinder und später die Jugendlichen sollen selbstverständlichen Kontakt miteinander haben.