Petition richtet sich an:
Landrat Christian Meißner, Kreistag Lichtenfels
Wir fordern den Landrat des Landkreises Lichtenfels auf, unverzüglich Verhandlungen mit der Geschäftsführung der Sana Kliniken AG aufzunehmen und als Vertreter des Landkreises, der zehn Prozent der Anteile hält, alle politischen und rechtlichen Handlungsspielräume konsequent zu nutzen. Ein tatenloses Hineingleiten in das "Aus der Geburtshilfe" darf es nicht geben.
Wir verweisen auf greifbare Lösungsansätze zur finanziellen und strukturellen Sicherung. Nach den Förderrichtlinien des Freistaates Bayern erhält das Klinikum Lichtenfels bereits bisher jährliche Landeshilfen von bis zu einer Million Euro, sofern 300 Geburten im Kalenderjahr erreicht werden. Da in Lichtenfels Ende September bereits über 200 Geburten verzeichnet wurden, ist dieses Ziel für 2026 greifbar nah und damit auch die millionenschwere Unterstützung für das Jahr 2027. Diese Mittel aufzugeben, wäre unverantwortlich.
Um die erforderliche Geburtenzahl zu erreichen, muss eine enge Kooperation mit dem Nachbarklinikum Coburg aufgebaut werden. Weil Lichtenfels keine eigene Kinderstation aber eine ausgezeichnete Geburtsstation besitzt, ist der Standort ideal für unkomplizierte Entbindungen. Eine gezielte Entlastung Coburgs und weiterer Kliniken im Umkreis, durch die Verlagerung solcher Geburten nach Lichtenfels, würde allen Standorten nützen und eine gleichmäßige Auslastung dauerhaft sichern.
Begründung
Die angekündigte Schließung der Geburtsstation am Klinikum Lichtenfels trifft junge Familien in der Region mitten ins Herz und gefährdet die medizinische Grundversorgung vor Ort. Eine Entbindung in vertrauter Umgebung und mit kurzen Wegen ist keine Verhandlungssache, sondern ein zentraler Pfeiler für eine familienfreundliche Heimat.
Ingeborg Hofmann