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Windkraft mit Verantwortung und Augenmaß – JES01 realistisch betrachten
Die Energiewende ist eine wichtige Aufgabe. Auch in Jesteburg, Buchholz und der Region sollten die Möglichkeiten erneuerbarer Energien sachlich geprüft werden. Dabei darf es weder um eine pauschale Ablehnung noch um einen Ausbau um jeden Preis gehen. Entscheidend ist, was vor Ort tatsächlich möglich und vertretbar ist – für die Menschen, für Natur und Landschaft und für unsere Region.
Mit diesem Update möchten wir die Diskussion über die Windenergie-Potenzialfläche JES01 zwischen Lüllau und Reindorf um einige wichtige technische und planerische Aspekte ergänzen.
Drei Windenergieanlagen sind auf JES01 maximal möglich
Die von der IG „Erneuerbare Energie mit Verstand“ veröffentlichte Fotomontage zeigt fünf Windenergieanlagen, die aus Richtung Lüllau sehr groß und unmittelbar vor der Ortschaft stehend wirken.
Dem stellen wir unsere realistische Fotomontage mit den drei Windenergieanlagen der im Bauausschuss Jesteburg vorgestellten maximal möglichen Belegung gegenüber.
Der Blick geht jeweils vom Ortsausgang Lüllau in Richtung Pinnerberg. In unserer Darstellung liegen die Anlagen – von links nach rechts – in folgenden Entfernungen:
WEA 3: ca. 1.050 Meter
WEA 1: ca. 1.500 Meter
WEA 2: ca. 900 Meter
Die Entfernungen beziehen sich auf die im Bauausschuss vorgestellte Planungsvariante. Die konkreten Standorte können sich im weiteren Verfahren noch verändern.
Die Anzahl der Anlagen wird durch die nutzbare Fläche, erforderliche Abstände zwischen den Windenergieanlagen, Abstände zur Wohnbebauung sowie technische, sicherheitsbezogene und naturschutzfachliche Anforderungen begrenzt. Für die betrachtete Planung sind Anlagenabstände von mehr als 400 Metern zu berücksichtigen. Im Bauausschuss wurde deshalb nach unserem Kenntnisstand eine Belegung mit maximal drei Windenergieanlagen dargestellt. Fünf Anlagen sind auf JES01 nach dieser Planung nicht möglich.
Die Menschen vor Ort ernst nehmen
Windenergieanlagen verändern das Landschaftsbild und können die Lebensqualität der Anwohnerinnen und Anwohner beeinflussen. Dazu zählen mögliche Belastungen durch Schall und Schattenwurf ebenso wie die Sorge um das vertraute Landschaftsbild und das unmittelbare Wohnumfeld. Diese Bedenken dürfen nicht kleingeredet werden. Sie müssen bei der weiteren Planung ernst genommen und sachlich geprüft werden.
Im Planungskonzept des Landkreises Harburg werden als Kriterien für die Regionalplanung 900 Meter zu Ortsteilen mit Wohnnutzung sowie 425 Meter zu Einzelhäusern und Splittersiedlungen im Außenbereich genannt. Auch Natur- und Artenschutz, Boden, Wald und landwirtschaftliche Flächen müssen berücksichtigt werden. Die konkrete Zulässigkeit und Ausgestaltung der Anlagen ist im weiteren Planungs- und Genehmigungsverfahren zu prüfen.
Verantwortung für die ganze Region
Wenn Windenergie in unserer Region entsteht, sollte auch die Region nachvollziehbar davon profitieren können – etwa durch kommunale Einnahmen, regionale Wertschöpfung und faire Möglichkeiten der Bürgerbeteiligung. Zugleich müssen die Interessen der Landwirtschaft, der Schutz von Natur und Landschaft und die Belastungen für die Menschen vor Ort angemessen abgewogen werden.
Wir sind weder pauschal gegen Windkraft noch für einen Ausbau um jeden Preis. Wir setzen uns für eine ausgewogene, fachlich fundierte und an die örtlichen Gegebenheiten angepasste Planung ein. Dazu gehören realistische Darstellungen, transparente Informationen und eine faire Diskussion, in der unterschiedliche Sichtweisen und berechtigte Sorgen Gehör finden.
So wenig Beeinträchtigung wie möglich – so viel wie vertretbar.
Unsere Region. Unsere Energie. Unsere Zukunft.
Wir haben uns intensiv mit den öffentlich vorliegenden Planungsunterlagen, dem RROP Verfahren und den Argumenten für und wider Windkraft auseinandergesetzt und beurteilen auf dieser Basis die Chancen und Risiken für unsere Region. Wir vertreten in unserer Initiative in Bezug auf die Potenzialfläche JES01 u.a. Bürger aus Buchholz, Lüllau, Jesteburg und den betroffenen Gebietsteilen der Samtgemeinde Hanstedt.
BEN BürgerEnergie Nordheide Initiative
#ben_bürgerenergie_nordheide
Da meiner Meinung nach der Strom nicht nur aus der Steckdose kommt, sondern auch regional erzeugt werden sollte, bin ich für Windenergie. PV sollte auch jeder selbst auf dem Dach haben, denn bei den steigenden Energiepreisen lohnt es sich, den Strom selbst zu erzeugen (Senkt die Stromkosten).