Petition richtet sich an:
Bezirksamt Bergedorf / Umweltschutzreferat Bergedorf
Forderung:
Wir fordern das Bezirksamt Bergedorf auf, die mobilen Fahrradständer im Max-Eichholz-Ring sofort zu entfernen und den Test zu beenden.
Der Test findet zum falschen Zeitpunkt statt: Laufende Bauarbeiten zur Wohnraumverdichtung reduzieren die Parkplätze bereits jetzt künstlich – die Ergebnisse sind daher nicht aussagekräftig. Zudem wird sich die Parkplatzsituation durch die Verdichtung dauerhaft verschlechtern, da mehr Bewohner auf dieselbe Anzahl Stellplätze treffen.
Statt Parkplätze zu streichen, fordern wir sinnvolle Alternativen: barrierefreie Fahrradkeller in der Wohnanlage und öffentliche Ladesäulen für Elektrofahrzeuge im Bereich Max-Eichholz-Ring – beides echter Umweltschutz, der allen Bewohnern nützt.
Begründung
Als Anwohnerschaft des Max-Eichholz-Ring erleben wir die Parkplatzsituation täglich. Bereits jetzt ist es kaum möglich, einen Stellplatz in der Straße zu finden – besonders abends und am Wochenende. Die laufenden Bauarbeiten zur Wohnraumverdichtung verschärfen dieses Problem zusätzlich, weil Baustellenflächen weitere Parkplätze blockieren.
Das Problem mit dem Test
Genau in dieser angespannten Phase wurde ein mobiler Fahrradabstellplatz aufgebaut – angeblich um den Bedarf zu testen. Ein Parkplatz wurde dafür geopfert. Die Logik dahinter: 1 Parkplatz = 12 Fahrradplätze. Was dabei übersehen wird: Durch die laufende Wohnraumverdichtung werden dauerhaft mehr Menschen im Max-Eichholz-Ring wohnen – ohne dass zusätzliche Parkplätze entstehen. Der Parkdruck wird also strukturell wachsen, nicht nur vorübergehend.
Fahrradständer lösen das falsche Problem
Vor nahezu jeder Wohnung gibt es bereits Fahrradständer – sie stehen größtenteils leer. Der Grund: Die Wohnanlage hat keine Fahrradkeller, und die Kellerzugänge haben keine Rampen. Wer sein Fahrrad sicher und wettergeschützt unterbringen möchte, muss es Treppen tragen. Für ältere Bewohner ist das schlicht nicht möglich. Neue Straßenständer lösen dieses Problem nicht.
Sollten die Ständer für Schülerinnen und Schüler der benachbarten Schule gedacht sein: Das Schulgelände verfügt über ausreichend eigene Fläche für eine zentrale Abstellanlage – ohne öffentliche Parkplätze zu opfern.
Was wir uns stattdessen wünschen
Im gesamten Bereich Max-Eichholz-Ring gibt es keine einzige öffentliche Ladesäule für Elektrofahrzeuge. Das wäre eine Maßnahme, die tatsächlich zum Umweltschutz beiträgt und Bewohner motiviert, auf Elektromobilität umzusteigen – ohne einen einzigen Parkplatz zu streichen. Ergänzend dazu würden barrierefreie Fahrradkeller in der Wohnanlage das Fahrradfahren für alle Altersgruppen erst wirklich attraktiv machen.
Wir sind nicht gegen Fahrräder. Wir sind für durchdachte Lösungen.
ja und das sofort,.