Frauen raus aus der Altersarmut: Sorgearbeit ist eine bedeutende Wirtschaftsleistung!

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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1.175 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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  1. Gestartet September 2025
  2. Sammlung noch > 2 Monate
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  4. Dialog mit Empfänger
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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

„Frauen in Deutschland leisten jährlich 72 Milliarden Stunden unbezahlte Sorgearbeit. Das ist mehr als die Summe aller Arbeitsstunden von Erwerbstätigen in Deutschland.“ (1,2)
 
Wir fordern zeitnah wirksame Entscheidungen in der Renten- und Sozialpolitik, die ermöglichen, dass alle Menschen, die sich um andere Menschen kümmern und sie versorgen, ein finanzielles Auskommen haben, das ihnen ein selbstbestimmtes Leben und Altern in Würde erlaubt.
 
Wir fordern ehrliche politische Debatten zur Renten- und Sozialpolitik, die die unentgeltlich geleisteten Arbeitsstunden von Menschen in sorgenden Tätigkeiten als bedeutende Wirtschaftsleistung anerkennen und mitberechnen (3). Auch die Sorgearbeit von Erwerbslosen, Bürgergeldempfängerinnen, Erwerbsminderungsrentnerinnen und Rentnerinnen.
 
Wir erwarten, dass Sie ab jetzt auch für die sorgetragenden Menschen unserer Gesellschaft in ihre politische Verantwortung gehen und den prekären Lebenssituationen der Betroffenen sowohl in den politischen Debatten zur gesetzlichen Rente, als auch in den politischen Debatten zum Bürgergeld und in den zugeordneten Reformkommissionen angemessene Beachtung verschaffen.
 
Wir fordern die Umsetzung gezielter Maßnahmen, die dringend notwendig sind, um die finanzielle Not der Frauen, die jahrzehntelang sorgend tätig waren und die bereits in Altersarmut geraten sind, zu beenden.

Erste Schritte auf dem Weg könnten sein:
 

  • Für Menschen, die in Altersarmut geraten sind, weil sie jahrzehntelang unbezahlte und/ oder schlecht bezahlte Sorgearbeit geleistet haben: Eine Mindestrente, die würdevolles Altern, also auch gesellschaftliche Teilhabe ermöglicht.
  • Nach belgischem Vorbild, zur Entlastung von Haushalten mit niedrigen und mittleren Einkommen: Subventionierte Gutscheine, mit denen haushaltsnahe Dienstleistungen in Anspruch genommen werden können.
  • Rentenversicherte Erziehungszeiten von 3 auf 7 Jahre erhöhen, auch rückwirkend.
  • Lohnersatzleistungen für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die für Pflege-, Erziehungs- oder Hausarbeitszeit ihre Erwerbsarbeit aussetzen.
  • Reduzierung der Erwerbsarbeitszeit bei vollem Lohnausgleich und Anrechnung der vollen Rentenpunktzahl für Menschen mit niedrigen und mittleren Einkommen, die unbezahlte Sorgearbeit leisten.
  • Einführung einer Care-Abgabe: Unternehmen zahlen für die Nutzung der wirtschaftlichen Ressource Sorgearbeit einen Geldbetrag an den Staat. Dieser finanziert mit dem eingenommenen Geld die Lohnersatzleistungen für Erziehungs-, Hausarbeits- und Pflegezeiten.

Frauen raus aus der Altersarmut:
Sorgearbeit ist eine unverzichtbare Wirtschaftsleistung, auf die wir alle angewiesen sind! (4,5)

Begründung

In unserer Gesellschaft haben Menschen -überwiegend Männer- ihren gegenwärtigen Wohlstand erwirtschaftet, indem sie sich der unentgeltlichen und/oder schlecht bezahlten Sorgearbeit anderer Menschen -meist Frauen- bedient haben. Statt Respekt, öffentlicher Anerkennung und gesellschaftlicher Wertschätzung ihrer Leistung in Form von finanzieller Sicherheit, erleben betroffene Frauen, dass sie durch ihre unentgeltliche oder ihre schlecht bezahlte Sorgearbeit finanzielle Nachteile bis hin zur Altersarmut zu tragen haben.(6,7)
 
Hier läuft etwas schief. Das kann 2026 genauwie 2025 nicht mehr gewollt sein.
 
Frauen haben ein Recht auf finanzielle Gleichstellung, auch im Rentenalter. Bisher wird in Deutschland die enorme Wirtschaftsleistung von Frauen, die in Sorgearbeit tätig waren und sind, finanziell nicht angemessen gewürdigt. Das zeigt sich in niedrigen Löhnen, schlechten Arbeitsbedingungen und in zunehmender Altersarmut.
 
Da eine gesunde Wirtschaft auf Menschen angewiesen ist, die für andere Menschen da sind, sie versorgen, unterstützen und pflegen, brauchen wir eine vorausschauende, mutige Bundesregierung, die sich mit den vielen Lösungsansätzen vertraut macht, die bereits erarbeitet worden sind, um die Ausbeutung von Menschen, die Sorgearbeit leisten, zu beenden (8,9). Wir brauchen eine Bundesregierung, die alles in ihrer Macht Stehende dafür tut, dass diese Lösungsansätze (10,11,12,13,14) zeitnah in die Umsetzung gebracht werden. Wir brauchen eine Bunderegierung, die Versäumtes nachholt und Frauen, die viele Jahre ihres Lebens Sorgearbeit geleistet haben und bereits in Altersarmut geraten sind, wieder herausholt.

Frauen raus aus der Altersarmut:
Sorgearbeit ist eine unverzichtbare Wirtschaftsleistung, auf die wir alle angewiesen sind!

Foto: Karo Oh

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Franziska F., Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 09.09.2025
Sammlung endet: 09.09.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Wirtschaft

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Neuigkeiten

  • Liebe Alle,

    herzlichsten Dank für eure Unterschriften und eure Unterstützung!

    Es ist soweit, die Rentenreform ist in vollem Gange.
    Stillschweigend wird darauf gebaut, dass unbezahlte Carearbeit weiterhin auf Kosten der Menschen geht, die sie leisten.

    Jetzt liegt es an uns, Sichtbarkeit zu schaffen.

    Bitte helft nochmal mit: Gebt dieser Petition die Reichweite, die sie braucht.
    Bitte teilt die Petition (nochmal) in euren Netzwerken und macht, wo es euch möglich ist, auf den Missstand aufmerksam. Wenn nicht jetzt, wann dann?

    Carearbeit in ihren vielfältigen Formen ist und bleibt die zentrale Kraft unserer Wirtschaft.

    Hoffnungsvolle Grüße

    Franziska

Mir ist neulich eine Frau begegnet, die ihre Erwerbsarbeit aufgegeben hat, um ihre totkranke Mutter pflegen zu können. Diese Frau ist seitdem auf den Bezug von Bürgergeld angewiesen. Sie ist kein Einzelfall. Daneben gibt es jede Menge Mütter, die jahrelang auf Erwerbsarbeit verzichten, um ihre Kinder versorgen zu können und die dadurch in Armut geraten. Spätestens im Alter. Darf ich fragen, mit welcher Begründung die finanzielle Not dieser Menschen Privatsache bleiben sollte?

Wenn man sich die meisten Frauen, die betrifft es hauptsächlich, anschaut, die eine sehr kleine Rente bekommen oder in der Grundsicherung sind. stellt man fest, dass sie jahrelang gar nicht gearbeitet haben und danach maximal Teilzeit, dazu oft im Verkauf oder im Niedriglohnsektor. Woher soll also die auskömmliche Rente kommen? Wer meint, seine Familie über das notwendige Mass hinaus versorgen zu müssen, muss es auf eigene Kosten tun!

Warum Menschen unterschreiben

Bin selbst Betroffene.

Weil ich von der Sorge profitiert habe, weil die Gesellschaft davon profitiert!

Weil Frauen stets übergangen werden und gleichzeitig die wichtigste Arbeit für die Zukunft leisten. Zudem gäbe es ohne Frauen nicht so einen Wohlstand in unserem Land. Das muss honoriert werden.

Frauen werden immer diskriminiert

Altersarmut bei Frauen ist aktueller denn je.

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