Region: Mannheim

Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim

Petition richtet sich an
Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

2.624 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Februar 2026
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Verwaltung des Luisenparks Mannheim hat im Rahmen ihrer Internetpräsenz angekündigt, dass am 22.02.2026 erstmals in der Geschichte der Parkanlage Hunde unter Einhaltung bestimmter Vorgaben (bspw. Leinen- und Beaufsichtigungspflicht, Betretungsverbot von Pflanzen- und Tierhäusern) durch die Hundehalterinnen und Hundehaltern den Luisenpark gegen zusätzliches Entgelt besuchen können. Dies als Feldversuch, um bei positiver Resonanz und Regeleinhaltung eine (beständige) Wiederholung anzubieten. Man folge damit einem Wunsch mehrerer Hundehalterinnen und Hundehaltern. In Brutzeiten soll aber weiterhin ein striktes Zutrittsverbot für Hunde bestehen.

Die vorliegende Petition spricht sich gegen eine solche Öffnung des Luisenparks für Hunde aus.
Der Luisenpark Mannheim ist, ebenso wie der Herzogenriedpark Mannheim, eine der ganz wenigen Parklandschaften in öffentlicher Hand, die nicht von Hunden aufgesucht werden dürfen. und an denen sich Nutzerinnen und Nutzer (insbesondere Familien mit kleinen Kindern) geschützt und konfliktfrei bewegen können.

Es bestehen insbesondere mit den naheliegenden Neckar- und Rheinufern, dem oberen Luisenpark sowie den städtischen Wäldern (Rheinauer Wald, Käfertaler Wald, Waldpark usw.) bereits umfang- und abwechslungsreiche sowie attraktive Freiräume für Hunde, die ganzjährig und zudem unentgeltlich und gerne in Anspruch genommen werden. Und auch dort zeigt sich leider: Die faktische Einhaltung etwaiger dort bestehender Regelungen (wie etwa die Beseitigung des Hundekots oder stellenweise etwa die Leinenpflicht) ist keine Selbstverständlichkeit, die man bei allen Hundehalterinnen und Hundehaltern voraussetzen kann.

Begründung

Viele bislang begeisterte Nutzerinnen und Nutzer des Luisenparks (insbesondere Familien mit Kindern, aber auch freiwillige Gärtnerinnen und Gärtner des Luisenparks) beobachten die aktuelle Entwicklung der Stadtparkverwaltung des Luisenparks in Bezug auf eine Zutrittsöffnung des Parks für Hunde mit großer Sorge.

Der Luisenpark wird geschätzt von Klein und Groß für seine Arten- und Pflanzenvielfalt in friedlicher Koexistenz. Und er hat eine große Besonderheit, die mittlerweile zur absoluten Seltenheit in Mannheim geworden ist: Es gilt eine strikte Zutrittsbeschränkung für Hunde. Diese Zutrittsbeschränkung soll derzeit im Rahmen eines nicht-repräsentativen Feldversuches mit Blick in die Zukunft gelockert werden.

Dabei zeigt sich gerade der Luisenpark (wie auch der Herzogenriedpark) angesichts der nachfolgenden Gründe für eine solche Zutrittserweiterung für Hunde sowie zur Erreichung der damit von der Parkverwaltung zugleich erhofften zusätzlichen Einnahmen als ungeeignet:

  • Keine hinreichende Kontroll- und Vollzugsmöglichkeit: Der Park ist sehr weitläufig. Für die Kontrolle und den Vollzug der Regeleinhaltung wie bspw. der Leinenpflicht sowie der Beseitigung von Hundekot kann keine hinreichende Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefunden werden, die auch nur in einem gesunden Verhältnis zu den (erhofften) Mehreinnahmen steht.
  • Keine hinreichende Hygieneeinhaltung möglich: Einer hinreichend hygienischen Beseitigung von Hinterlassenschaften auf Wegen und den vielen Wiesen (für diese besteht ausweislich der Pressemitteilung kein Betretungsverbot) gerade im Falle der Mitnutzung durch Kinder, Kleinkinder und (krabbelnde) Kleinstkinder kann auch durch die regeltreuesten Hundehalterinnen und Hundehalter nicht vollumfänglich entsprochen werden. Dies gilt insbesondere für Verunreinigungen durch Urin sowie auch für Kot auf Wegen, Büschen und insbesondere im Rasen, da sich (ggf. auch witterungsbedingt) dort Hinterlassenschaften gerade nicht vollständig beseitigen lassen.
  • Keine hinreichende Aussagekraft des Feldversuchs: Die Aussage, einen exemplarischen Tag als evidenzbasiertes Beispiel für eine hinreichende Regeleinhaltung heranzuziehen, stößt auf Unverständnis. Vielerorts zeigt sich, dass möglicherweise der Großteil an Hundehalterinnen und Hundehalter die geltenden Regelungen einhalten. Leider reicht es aber aus, dass es Halterinnen und Halter gibt, die den bestehenden Mininalregelungen nicht nachkommen. Hier ist bedauerlicherweise eine Beratungsresitenz zu verzeichnen, sogar wenn andere regeltreue Hundebesitzerinnen und -besitzer darauf hinweisen.
  • Kein hinreichender Schutz von Tieren und Menschen: Wenn und soweit nicht zwingend von einer Regeleinhaltung aller Hundehalterinnen und Hundehaltern im Einzelfall sowie einer hinreichend hygienischen Beseitigung ausgegangen werden kann, stellt dies eine Beeinträchtigung für die anderen "Nutzergruppen" des Luisenparks dar. Dies meint die Tier- und Pflanzenwelt sowie auch die Menschen von Groß bis Klein einschließlich der freiwilligen (aber auch der angestellten) Gärtnerinnen und Gärtner.
  • Kein hinreichendes Erfordernis der Zutrittsöffnung für Hunde aufgrund bereits bestehenden umfangreichen und ebenso attraktiven Alternativen: Es ist nicht nachvollziehbar, warum es einer Zutrittsöffnung für Hunde im Luisenpark oder dem Herzogenriedpark bedarf. Es besteht mit dem oberen Luisenpark, dem Neckar- und dem Rheinufer sowie den vielen Wäldern auf Mannheimer Gemarkung genügend Bewegungsraum, den Hundehalterinnen und Hundehalter für ihre geliebten Vierbeiner bereits heute und auch unentgeltlich nutzen können. Zudem: wenn es unbedingt in einen solchen Park gehen soll, ist der nahe gelegene Schwetzinger Schlosspark für Hunde geöffnet.
  • Last but not least: Keine hinreichende Aussicht auf Mehreinnahmen: Auch die Annahme, mit der Zutrittsöffnung für Hunde erhebliche Mehreinnahmen zu generieren, geht fehl. In den Kommentaren der Internetpräsenz des Mannheimer Morgens wird die gesonderte Gebühr von 4 Euro für den Hund stark kritisiert. Was ist die Folge? Viele werden ggf. fernbleiben, aber manche könnten auch versuchen, ohne gesondertes Ticket den Park zu besuchen - zumindest wenn eine längerfristige Öffnung für Hunde erfolgt. Es zeigt sich hieran ganz deutlich, dass die weit überwiegenden Gründe gegen eine solche Zutrittsöffnung sprechen und auch die Aussicht auf etwaige Mehreinnahmen nicht im Ansatz aufwiegt.

Was bei der Befassung mit der Thematik möglicherweise zudem bitter aufstößt, ist der Blickwinkel der entscheidenden Personen der Parkverwaltung, die teilweise selbst Hunde haben:

Es sollte nicht um die Frage gehen, welche bislang mit guten Gründen geschützten Bereiche trotz aller bestehenden Alternativen für den Zutritt von Hunden geöffnet werden müssen, es sollte vielmehr um die Frage gehen, welche der wenigen noch bestehenden Schutzbereiche für Pflanzen, (andere) Tiere und Menschen (vor allem Familien) weiterhin Schutz verdienen.

Hierfür dient diese Petition.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Philipp Müller, Mannheim
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 07.02.2026
Sammlung endet: 27.02.2026
Region: Mannheim
Kategorie: Familie

Neuigkeiten

  • Anmerkung vorab:
    Da nicht allen Unterzeichnenden eine digitale Unterschriftsleistung möglich war, finden Sie im Folgenden das Anschreiben vom heutigen Tage nebst entsprechendem Anhang:

    Sehr geehrte Unterzeichnerin, sehr geehrter Unterzeichner,

    Sie haben sich in diesem Frühjahr an der Petition „Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim“ beteiligt - hierfür möchten wir uns als Initiatoren an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken.

    Und Sie haben sich sicherlich zwischenzeitlich schon gefragt: „Wie wie ging es da weiter, ist der Hund vom Eis?“

    Wir haben hierzu offizielle Stellungnahmen eingeholt, aber auch eigene Recherchen angestellt. Daher hat die Rückmeldung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht.

    Während die offiziellen Verlautbarungen den Hundetag über den grünen Klee loben und eine Wiederholung in den Raum stellen, zeichnen unsere Recherchen ein anderes Bild. Den ausführlichen Bericht hierzu finden Sie im Anhang zu dieser Nachricht.

    Wir bleiben weiterhin wachsam und würden uns freuen, wenn auch Sie ungetrübt aller Besuchsfreude und Zuneigung für den Luisenpark kritisch bleiben und dieser Kritik auch weiterhin stilvoll Ausdruck verleihen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre Initiatoren 

  • Sehr geehrte Damen und Herren,

    in angefügter Datei finden Sie den Mailverkehr zum Hundetag im Luisenpark mit dem Dezernat V.
    Die Zustimmung zu einer entsprechenden Veröffentlichung liegt uns vor.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Initiatoren

  • Sehr geehrte Unterzeichnerin, sehr geehrter Unterzeichner,

    Sie haben sich in diesem Frühjahr an der Petition „Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim“ beteiligt - hierfür möchten wir uns als Initiatoren an dieser Stelle noch einmal herzlich bei Ihnen bedanken.

    Und Sie haben sich sicherlich zwischenzeitlich schon gefragt: „Wie wie ging es da weiter, ist der Hund vom Eis?“

    Wir haben hierzu offizielle Stellungnahmen eingeholt, aber auch eigene Recherchen angestellt. Daher hat die Rückmeldung etwas mehr Zeit in Anspruch genommen als gedacht.

    Während die offiziellen Verlautbarungen den Hundetag über den Klee loben und eine Wiederholung in den Raum stellen, zeichnen unsere Recherchen ein anderes Bild. Den ausführlichen Bericht hierzu finden Sie im Anhang zu dieser Nachricht.

    Wir bleiben weiterhin wachsam und würden uns freuen, wenn auch Sie ungetrübt aller Besuchsfreude und Zuneigung für den Luisenpark kritisch bleiben und dieser Kritik auch weiterhin stilvoll Ausdruck verleihen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Ihre Initiatoren 

Es gibt auch Menschen, die Angst vor Hunden haben. Im öffentlichen Raum wird darauf oft keine Rücksicht genommen. So z.B. auch im Wald, in vielen Grünzonen, das sind alles Tabuzone für Menschen mit einer Hundephobie. Da kann man doch wenigstens in einem Park eine geschützte Zone erwarten.

Der Luisenpark muss hundefrei bleiben! Für viele Kinder sind Hunde eine Quelle großer Angst, keine Spielgefährten. Leider fehlt vielen Haltern die nötige Rücksicht: Ich musste selbst erleben, wie aggressives Verhalten von Hunden ignoriert wurde. Auf meinen Hinweis, dass Kinder anwesend sind, reagierte der Besitzer nur mit „Ja, und?“ und Beleidigungen. Unsere Kinder brauchen diesen einen sicheren Rückzugsort, um ohne Angst und Panik frei spielen zu können. Kinderschutz geht vor!

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