Region: Mannheim

Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim

Petition is addressed to
Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

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  1. Launched 07/02/2026
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Petition addressed to: Stadtpark Mannheim gemeinnützige Gesellschaft mit beschränkter Haftung

Die Verwaltung des Luisenparks Mannheim hat im Rahmen ihrer Internetpräsenz angekündigt, dass am 22.02.2026 erstmals in der Geschichte der Parkanlage Hunde unter Einhaltung bestimmter Vorgaben (bspw. Leinen- und Beaufsichtigungspflicht, Betretungsverbot von Pflanzen- und Tierhäusern) durch die Hundehalterinnen und Hundehaltern den Luisenpark gegen zusätzliches Entgelt besuchen können. Dies als Feldversuch, um bei positiver Resonanz und Regeleinhaltung eine (beständige) Wiederholung anzubieten. Man folge damit einem Wunsch mehrerer Hundehalterinnen und Hundehaltern. In Brutzeiten soll aber weiterhin ein striktes Zutrittsverbot für Hunde bestehen.

Die vorliegende Petition spricht sich gegen eine solche Öffnung des Luisenparks für Hunde aus.
Der Luisenpark Mannheim ist, ebenso wie der Herzogenriedpark Mannheim, eine der ganz wenigen Parklandschaften in öffentlicher Hand, die nicht von Hunden aufgesucht werden dürfen. und an denen sich Nutzerinnen und Nutzer (insbesondere Familien mit kleinen Kindern) geschützt und konfliktfrei bewegen können.

Es bestehen insbesondere mit den naheliegenden Neckar- und Rheinufern, dem oberen Luisenpark sowie den städtischen Wäldern (Rheinauer Wald, Käfertaler Wald, Waldpark usw.) bereits umfang- und abwechslungsreiche sowie attraktive Freiräume für Hunde, die ganzjährig und zudem unentgeltlich und gerne in Anspruch genommen werden. Und auch dort zeigt sich leider: Die faktische Einhaltung etwaiger dort bestehender Regelungen (wie etwa die Beseitigung des Hundekots oder stellenweise etwa die Leinenpflicht) ist keine Selbstverständlichkeit, die man bei allen Hundehalterinnen und Hundehaltern voraussetzen kann.

Reason

Viele bislang begeisterte Nutzerinnen und Nutzer des Luisenparks (insbesondere Familien mit Kindern, aber auch freiwillige Gärtnerinnen und Gärtner des Luisenparks) beobachten die aktuelle Entwicklung der Stadtparkverwaltung des Luisenparks in Bezug auf eine Zutrittsöffnung des Parks für Hunde mit großer Sorge.

Der Luisenpark wird geschätzt von Klein und Groß für seine Arten- und Pflanzenvielfalt in friedlicher Koexistenz. Und er hat eine große Besonderheit, die mittlerweile zur absoluten Seltenheit in Mannheim geworden ist: Es gilt eine strikte Zutrittsbeschränkung für Hunde. Diese Zutrittsbeschränkung soll derzeit im Rahmen eines nicht-repräsentativen Feldversuches mit Blick in die Zukunft gelockert werden.

Dabei zeigt sich gerade der Luisenpark (wie auch der Herzogenriedpark) angesichts der nachfolgenden Gründe für eine solche Zutrittserweiterung für Hunde sowie zur Erreichung der damit von der Parkverwaltung zugleich erhofften zusätzlichen Einnahmen als ungeeignet:

  • Keine hinreichende Kontroll- und Vollzugsmöglichkeit: Der Park ist sehr weitläufig. Für die Kontrolle und den Vollzug der Regeleinhaltung wie bspw. der Leinenpflicht sowie der Beseitigung von Hundekot kann keine hinreichende Anzahl an Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern gefunden werden, die auch nur in einem gesunden Verhältnis zu den (erhofften) Mehreinnahmen steht.
  • Keine hinreichende Hygieneeinhaltung möglich: Einer hinreichend hygienischen Beseitigung von Hinterlassenschaften auf Wegen und den vielen Wiesen (für diese besteht ausweislich der Pressemitteilung kein Betretungsverbot) gerade im Falle der Mitnutzung durch Kinder, Kleinkinder und (krabbelnde) Kleinstkinder kann auch durch die regeltreuesten Hundehalterinnen und Hundehalter nicht vollumfänglich entsprochen werden. Dies gilt insbesondere für Verunreinigungen durch Urin sowie auch für Kot auf Wegen, Büschen und insbesondere im Rasen, da sich (ggf. auch witterungsbedingt) dort Hinterlassenschaften gerade nicht vollständig beseitigen lassen.
  • Keine hinreichende Aussagekraft des Feldversuchs: Die Aussage, einen exemplarischen Tag als evidenzbasiertes Beispiel für eine hinreichende Regeleinhaltung heranzuziehen, stößt auf Unverständnis. Vielerorts zeigt sich, dass möglicherweise der Großteil an Hundehalterinnen und Hundehalter die geltenden Regelungen einhalten. Leider reicht es aber aus, dass es Halterinnen und Halter gibt, die den bestehenden Mininalregelungen nicht nachkommen. Hier ist bedauerlicherweise eine Beratungsresitenz zu verzeichnen, sogar wenn andere regeltreue Hundebesitzerinnen und -besitzer darauf hinweisen.
  • Kein hinreichender Schutz von Tieren und Menschen: Wenn und soweit nicht zwingend von einer Regeleinhaltung aller Hundehalterinnen und Hundehaltern im Einzelfall sowie einer hinreichend hygienischen Beseitigung ausgegangen werden kann, stellt dies eine Beeinträchtigung für die anderen "Nutzergruppen" des Luisenparks dar. Dies meint die Tier- und Pflanzenwelt sowie auch die Menschen von Groß bis Klein einschließlich der freiwilligen (aber auch der angestellten) Gärtnerinnen und Gärtner.
  • Kein hinreichendes Erfordernis der Zutrittsöffnung für Hunde aufgrund bereits bestehenden umfangreichen und ebenso attraktiven Alternativen: Es ist nicht nachvollziehbar, warum es einer Zutrittsöffnung für Hunde im Luisenpark oder dem Herzogenriedpark bedarf. Es besteht mit dem oberen Luisenpark, dem Neckar- und dem Rheinufer sowie den vielen Wäldern auf Mannheimer Gemarkung genügend Bewegungsraum, den Hundehalterinnen und Hundehalter für ihre geliebten Vierbeiner bereits heute und auch unentgeltlich nutzen können. Zudem: wenn es unbedingt in einen solchen Park gehen soll, ist der nahe gelegene Schwetzinger Schlosspark für Hunde geöffnet.
  • Last but not least: Keine hinreichende Aussicht auf Mehreinnahmen: Auch die Annahme, mit der Zutrittsöffnung für Hunde erhebliche Mehreinnahmen zu generieren, geht fehl. In den Kommentaren der Internetpräsenz des Mannheimer Morgens wird die gesonderte Gebühr von 4 Euro für den Hund stark kritisiert. Was ist die Folge? Viele werden ggf. fernbleiben, aber manche könnten auch versuchen, ohne gesondertes Ticket den Park zu besuchen - zumindest wenn eine längerfristige Öffnung für Hunde erfolgt. Es zeigt sich hieran ganz deutlich, dass die weit überwiegenden Gründe gegen eine solche Zutrittsöffnung sprechen und auch die Aussicht auf etwaige Mehreinnahmen nicht im Ansatz aufwiegt.

Was bei der Befassung mit der Thematik möglicherweise zudem bitter aufstößt, ist der Blickwinkel der entscheidenden Personen der Parkverwaltung, die teilweise selbst Hunde haben:

Es sollte nicht um die Frage gehen, welche bislang mit guten Gründen geschützten Bereiche trotz aller bestehenden Alternativen für den Zutritt von Hunden geöffnet werden müssen, es sollte vielmehr um die Frage gehen, welche der wenigen noch bestehenden Schutzbereiche für Pflanzen, (andere) Tiere und Menschen (vor allem Familien) weiterhin Schutz verdienen.

Hierfür dient diese Petition.

Thank you so much for your support, Philipp Müller, Mannheim
Question to the initiator

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Petition details

Petition started: 02/07/2026
Collection ends: 02/27/2026
Region: Mannheim
Topic: Family

News

  • Mannheim, den 05.03.2026

    Pressemitteilung der Initiatoren zur Übergabe der Petitionsunterlagen:

    Die Unterlagen der Petition „Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim“ wurden heute zu Händen von Frau Prof. Dr. Pretzell als Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtpark Mannheim gGmbH und Herrn Hötting als deren Stellvertreter eingereicht. Der Aufsichtsrat wird am 25.03.2026 in seiner turnusgemäßen Sitzung unter anderem über den vergangenen Hundetag und über eine etwaige Wiederholung in den kommenden Jahren befinden.

    Zu einer persönlichen Übergabe hatten sich weder Frau Prof. Dr. Pretzell noch Herr Schnellbach als Geschäftsführer der Parkgesellschaft bereit erklärt.

    Exakt 2.624 Personen, darunter nach eigenem Bekunden viele Dauerkartennutzende und auch Hundehaltende, haben sich innerhalb von nur 21 Tagen durch Unterzeichnung der Petition für ein striktes Zutrittsverbots von Hunden im Luisenpark stark gemacht. Auch die hohe Nutzung der Möglichkeit zur Begründung der Stimmabgabe war mit über 1.270 Kommentaren beeindruckend und erfolgte sachlich differenziert.

    Vor allem aber deuten die Initiatoren die hohe Beteiligung, insbesondere der Mannheimerinnen und Mannheimer, aber auch von Unterstützenden über die Stadtgrenzen hinaus als (mitunter nicht nur) kleine Liebeserklärung an die Schönheit und Einzigartigkeit des Luisenparks und als klares Votum, dies beizubehalten.

    Nachdem sich die Tierschutzpartei um Herrn Parmentier im Verlauf der Petition dieser angeschlossen hat und es trotz aller Warnhinweise aufgrund der zahlreichen Regelverstöße am Hundetag tatsächlich zu nicht unerheblichen Beeinträchtigungen kam, wäre es für viele Mitbürgerinnen und Mitbürger natürlich interessant gewesen, vorab zu erfahren, was Frau Prof. Dr. Pretzell unter einer nachhaltigen sowie familien-, natur- und tierschutzfreundlichen Politik in Mannheim versteht. Dazu wird aber im Rahmen der Aufsichtsratssitzung noch Gelegenheit sein.

    Die hohe Anzahl an von der Parkaufsicht ungeahndeten Regelverstößen resultiert wohl auch aus der zu geringen Anzahl an in der Fläche eingesetzten Ordnern. Bei einer Parkfläche von knapp 42 Hektar und der Anzahl von 250 Hunden waren am Hundetag nur 5 erkennbare Parkaufsichten im Einsatz (Eingänge nicht mitgezählt). Damit käme lediglich ein Ordner auf 50 Hunde bzw. auf 8,4 Hektar, was etwa der Größe von 12 Fußballfeldern entspricht.

    „Wenn es Herrn Schnellbach als Geschäftsführer der Stadtparkgesellschaft wirklich darum geht, nachhaltig Mehreinnahmen zu generieren, dann wäre er gut beraten, sich die Petition mitsamt der zahlreichen Kommentare und Anregungen anzusehen, denn diese stellen zugleich eine aufschlussreiche Kundenbefragung für die Stadtparkgesellschaft dar – und das frei Haus“ so die Initiatoren der Petition.

  • Sehr geehrte Unterzeichnerin, sehr geehrter Unterzeichner,

    Sie haben sich innerhalb der zurückliegenden 21 Tage an der Petition „Für die Beibehaltung eines strikten Zutrittsverbots für Hunde im Luisenpark Mannheim“ beteiligt – hierfür möchten wir uns ganz herzlich bei Ihnen bedanken!

    Somit haben Sie sich, wie auch weit über 2.600 andere Personen, die Zeit genommen, sich mit dem Anliegen zu beschäftigen, dazu abzustimmen und für das Anliegen einzustehen. Mehr noch: Sie haben in vielfacher Weise auch von der Gelegenheit Gebrauch gemacht, zu dieser Stimmabgabe Stellung zu nehmen und sie zu begründen. Und so finden sich in den über 1.270 Kommentaren unglaublich viele aussagekräftige Beweggründe, Hintergründe und auch Anregungen.

    Was dabei zugleich auffällt: Kein einziger Kommentar musste gemeldet bzw. entfernt werden – und das trotz einer online geführten Debatte und der Möglichkeit, nach außen hin anonym zu kommentieren. Dies spricht eindeutig für Sie und bekräftigt den Glauben, auch in herausfordernden Zeiten wie dieser eine lebhafte, aber zugleich sachliche Diskussion zu einem kontroversen und mitunter emotional besetzten Thema in der Öffentlichkeit führen zu können.

    Vor allem aber deuten wir Ihre große Beteiligung als (ggf. nicht nur) kleine Liebeserklärung an den Luisenpark. Vielleicht hat diese Debatte auch die eine oder andere Person unter Ihnen wieder daran erinnert, wie wertvoll Ihnen der Luisenpark ist.

    Einen weiteren Hundetag wird es dieses Jahr sicherlich nicht mehr geben und wir sind zuversichtlich, dass die Petition bei den Aufsichtsratsmitgliedern, die in der anstehenden Aufsichtsratssitzung Ende März über die Frage einer etwaigen Wiederholung (im kommenden Jahr) befinden werden, einen sehr nachhaltigen Eindruck hinterlassen hat.

    Mit Ablauf des gestrigen Tages endete die Sammlung der Unterschriften für die Petition, die Übergabe ist bereits in Vorbereitung. Dieser Mail angehängt finden Sie auch unseren zweiten Offenen Brief an den Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH sowie die Erste Bürgermeisterin in ihrer Funktion als Aufsichtsratsvorsitzende der Stadtparkgesellschaft und Leiterin des zuständigen Dezernates V vom vergangenen Dienstag.

    Gerne halten wir Sie zum weiteren Verlauf der Petition unterrichtet.

    Für heute verbleiben wir mit herzlichem Dank für Ihre Beteiligung und Unterstützung sowie mit freundlichen Grüßen

    Ihre Initiatoren
  • Unter dem Eindruck der Premiere des Hundetages im Luisenpark vom vergangenen Sonntag ging heute der zweite Offene Brief an den Geschäftsführer der Stadtpark Mannheim gGmbH. Zur Ansicht bitte auf diesen Eintrag klicken, das Schreiben finden Sie in der Vollansicht angehängt.

    Mit freundlichen Grüßen

    Ihre Initiatoren

Es gibt auch Menschen, die Angst vor Hunden haben. Im öffentlichen Raum wird darauf oft keine Rücksicht genommen. So z.B. auch im Wald, in vielen Grünzonen, das sind alles Tabuzone für Menschen mit einer Hundephobie. Da kann man doch wenigstens in einem Park eine geschützte Zone erwarten.

Der Luisenpark muss hundefrei bleiben! Für viele Kinder sind Hunde eine Quelle großer Angst, keine Spielgefährten. Leider fehlt vielen Haltern die nötige Rücksicht: Ich musste selbst erleben, wie aggressives Verhalten von Hunden ignoriert wurde. Auf meinen Hinweis, dass Kinder anwesend sind, reagierte der Besitzer nur mit „Ja, und?“ und Beleidigungen. Unsere Kinder brauchen diesen einen sicheren Rückzugsort, um ohne Angst und Panik frei spielen zu können. Kinderschutz geht vor!

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