Für mehr Bildungschancen in Brandenburg

Petition richtet sich an
Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

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Petition richtet sich an: Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg

An: Das Ministerium für Bildung, Jugend und Sport des Landes Brandenburg
Petition: Bildungschancen sichern – Für ein durchlässiges und flexibles Schulsystem in Brandenburg
Unser Anliegen
Wir, die unterzeichnenden Eltern, Schüler und Bürger Brandenburgs, fordern eine dringende Überarbeitung der aktuellen Wechselbestimmungen im Brandenburgischen Schulgesetz.
Die derzeitige Praxis erschwert den Wechsel zwischen verschiedenen Schulformen – insbesondere den Übergang an Gymnasien nach der 9. Klasse – massiv. Starre Fristen, bürokratische Hürden und eine mangelnde Berücksichtigung der regionalen Infrastruktur führen dazu, dass individuelle Bildungspotenziale ungenutzt bleiben. Wir fordern: Bildungswege müssen sich an der Entwicklung der Kinder orientieren, nicht an starren Verwaltungsvorschriften!

Begründung unserer Forderungen

1. Das Ende der „Einbahnstraße“ Bildung
Das Brandenburger Schulsystem ist in vielen Bereichen zu unflexibel. Wer sich erst nach der 9. Klasse für einen höheren Bildungsweg entscheidet oder durch unvorhersehbare Umstände (wie Schulschließungen oder Umzüge) den Standort wechseln muss, scheitert oft an Paragrafen statt an mangelnder Eignung. Wir fordern eine echte Durchlässigkeit, die auch „Spätentwicklern“ und Schülern in Sondersituationen den Zugang zum Abitur ermöglicht.

2. Infrastruktur und unzumutbare Schulwege
Besonders im ländlichen Raum wird Bildung zur Belastungsprobe:
Fahrtzeiten: Tägliche Pendelzeiten von zwei bis vier Stunden sind keine Seltenheit, wenn ein wohnortnaher Schulwechsel aufgrund bürokratischer Hürden abgelehnt wird. Dies geht massiv zu Lasten der Lernzeit, der Gesundheit und des Familienlebens. Ein gleichwertiges Abitur mit entsprechender Auswahl an Leistungskursen, vor allem im naturwissenschaftlichen Bereich, ist an den beruflichen Gymnasien und gymnasialen Oberstufen nicht immer adäquat gegeben. 
Soziale Struktur: Es würden durch die teilweise verstreut liegenden Wohnorte bei einem Wechsel an jeweils zuständige weiterführende Schulen jahrelang bestehende soziale und freundschaftliche Bindungen auseinandergerissen, die gerade im jugendlichen Alter für das Selbstverständnis und eine gesunde Entwicklung unabdingbar sind.  
Kapazitätsstau: Während ländliche Gymnasien oft noch Kapazitäten hätten, werden Schüler durch starre Zuweisungsregeln in weit entfernte, überfüllte Zentren gezwungen.

3. Pragmatismus bei Qualifikationshürden
Formale Hürden, wie die Belegung der zweiten Fremdsprache, werden oft als Ausschlusskriterium genutzt. Hier braucht es pragmatische Lösungen (z.B. Anerkennung von Wahlpflichtfächern, modulare Nachkurse oder externe Prüfungsformate), um motivierten Schülern den Weg zum Abitur nicht dauerhaft zu versperren.

4. Standortrisiko für den ländlichen Raum
Die „Bildungswüste“ vertreibt Familien. Wenn die schulische Laufbahn der Kinder durch unflexible Regelungen gefährdet ist, wandern Fachkräfte in andere Bundesländer ab. Ein durchlässiges Schulsystem ist daher eine essenzielle Maßnahme gegen den Fachkräftemangel und zur Stärkung der ländlichen Regionen Brandenburgs. Beispielsweise sind in anderen Bundesländern wie Mecklenburg-Vorpommern oder Thüringen bei entsprechenden schulischen Leistungen Wechsel von Gesamtschulen auf Gymnasien in den Klassenstufen 7 bis 9 regulär möglich, ebenso wie ein Wechsel auf das Gymnasium nach Erwerb der mittleren Reife.

5. Chancengleichheit und soziale Gerechtigkeit
Bildungserfolg darf nicht vom Wohnort oder einer exakten Fristeinhaltung abhängen. Jedes Kind verdient die Förderung, die seinem Potenzial entspricht – unabhängig davon, wann dieses Potenzial voll ausgeschöpft wird.

Unsere Kernforderungen an die Landespolitik:

1. Flexibilisierung der Wechseltermine: Aufhebung der starren Befristung für den Wechsel an Gymnasien, um individuelle Bildungsbiografien zu unterstützen.
2. Stärkung regionaler Kapazitäten: Vorrang für die Aufnahme an wohnortnahen Schulen, sofern dort Kapazitäten vorhanden sind, um unzumutbare Fahrtwege zu vermeiden.
3. Härtefall-Klauseln: Einführung klarer, bürgerfreundlicher Ausnahmeregelungen bei unvorhergesehenen Änderungen der Schullandschaft oder familiären Notlagen.
4. Durchlässigkeit fördern: Abbau bürokratischer Barrieren bei der Anerkennung von Vorleistungen (z.B. Fremdsprachen), um den Aufstieg im Bildungssystem zu erleichtern.

Brandenburg darf seine Talente nicht durch Bürokratie ausbremsen. Unterschreiben Sie für ein modernes, faires und durchlässiges Schulsystem!

Begründung

Im März 2026 wurden Eltern und Schüler der Aktiven Naturschule Templin überraschend über die Schließung der Abiturstufe (Gymnasiale Oberstufe der Gesamtschule) informiert. Ca.30 Schüler der Klassen 9 -12 stehen nun vor dem Problem, daß ein Wechsel an das Gymnasium Templin nur bis zu Beginn der 9. Klasse erlaubt ist.Alle offiziellen Fristen sind verstrichen. Wie es aussieht, tun sich Ministerium und Schulamt schwer damit, hier zumindest für die betroffenen Jahrgänge eine Ausnahme zu machen. Die "erlaubten "Alternativen (Gesamtschulen in Zehdenick oder Prenzlau) sind für viele fahrtechnisch nicht zu erreichen und entsprechen in ihrem Föcher - und Leistungsangebot nicht für alle dem für zukünftige Studienrichtungen benötigten Umfang.
Aus diesem Grund fordern wir ein flexibleres Bildungssystem (wie in anderen Flächenländern wie Mecklenburg - Vorpommern oider Thüringen) - insbesondere auf dem Land, wo Entfernungen , öffentlicher Nahverkehr und Auswahl ohnehin die Bildungsmöglichkeiten unserer KInder beschränken.Kinder sind unsere Zukunft - ermöglichen wir ihnen flexible Bildungschancen!

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Kathrin Zinnow, Templin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 11.05.2026
Sammlung endet: 10.11.2026
Region: Brandenburg
Kategorie: Bildung

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Warum Menschen unterschreiben

ja und das sofort.

Weil ich auch studiert habe und nicht aus einem Akademischen Elternhaus kam.

Weil sie für mehr Chancengleichheit und ausschöpfen von Bildungschancen führt und Fehltritte in der eigenen Vita verzeiht.

Weil ich selber in der Bildung tätig bin

Weil meine Tochter in Brandenburg Abitur machen möchte

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