1.640 Unterschriften
Petition richtet sich an: Bundesministerium für Verkehr, DB InfraGO AG und Bundesnetzagentur
Wir fordern den Erhalt des bestehenden Regionalzugangebots zwischen Augsburg und München auch ab 2028.
Nach den derzeit bekannten Planungen könnten zwölf Regionalzugverbindungen entfallen – darunter Verbindungen in den Hauptverkehrszeiten am Morgen und am Nachmittag. Ursache ist die geplante Kapazitätsverteilung auf dem überlasteten Münchner Zulauf, insbesondere zwischen Olching und München-Pasing.
Wir fordern das Bundesministerium für Verkehr, die DB InfraGO AG und die Bundesnetzagentur auf, die für 2028 vorgesehene Kapazitätsverteilung zu überprüfen und eine Lösung zu schaffen, die das bestehende Regionalverkehrsangebot zwischen Augsburg und München erhält.
Konkret fordern wir:
- Keine Streichung der zwölf betroffenen Regionalzugverbindungen ab 2028.
- Keine Begrenzung des Regionalverkehrs auf zwei Züge pro Stunde und Richtung, wenn dadurch bestehende und stark nachgefragte Pendlerverbindungen entfallen.
- Eine erneute Prüfung der Kapazitätsverteilung zwischen Regional-, Fern- und Güterverkehr unter angemessener Berücksichtigung der tatsächlichen Nachfrage und des gesellschaftlichen Nutzens.
- Eine gemeinsame Lösung von Bund, DB InfraGO, Bundesnetzagentur, Freistaat Bayern und Bayerischer Eisenbahngesellschaft (BEG), die den Regionalverkehr nicht gegenüber anderen Verkehrsarten benachteiligt.
- Die notwendigen infrastrukturellen und betrieblichen Maßnahmen, um langfristig mehr statt weniger Schienenverkehr auf dieser wichtigen Verkehrsachse zu ermöglichen.
Wir stellen dabei ausdrücklich nicht den notwendigen Ausbau des Fernverkehrs infrage. Fern- und Regionalverkehr dürfen jedoch nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Kapazitätsengpässe müssen durch bessere Infrastruktur und intelligente Kapazitätsplanung gelöst werden – nicht durch die Streichung stark nachgefragter Pendlerzüge.
Begründung
Die Bahnstrecke Augsburg–München ist eine der wichtigsten Pendlerachsen Bayerns. Tausende Menschen sind täglich auf einen zuverlässigen und ausreichend dichten Regionalverkehr angewiesen.
Trotzdem droht ab 2028 eine deutliche Verschlechterung des Angebots.
Nach den derzeit bekannten Planungen sollen zwölf Regionalzugverbindungen zwischen Augsburg und München entfallen, darunter Verbindungen in den Hauptverkehrszeiten morgens und nachmittags. Hintergrund sind Kapazitätsengpässe auf dem Münchner Zulauf. Auf dem besonders belasteten Abschnitt zwischen Olching und München-Pasing soll die Kapazität des Regionalverkehrs begrenzt werden. Gleichzeitig sind zusätzliche Kapazitäten für den Fernverkehr vorgesehen.
Das steht im Widerspruch zu den verkehrspolitischen Zielen!
Die Stadt Augsburg und der Freistaat Bayern verfolgen mit dem Regio-Schienen-Takt Augsburg seit Jahren das Ziel, den Schienenpersonennahverkehr auszubauen und schrittweise ein S-Bahn-ähnliches Angebot zu schaffen. Bereits heute verkehren im Vorortverkehr in der Hauptverkehrszeit teilweise mehr als vier Züge pro Stunde und Richtung.
Auch der Freistaat Bayern begründet den Ausbau der Schieneninfrastruktur im Großraum München ausdrücklich mit dem weiter zunehmenden Schienenverkehr. Perspektivisch sollen Regional-S-Bahnen aus Richtung Augsburg sogar über die zweite Münchner Stammstrecke direkt in die Innenstadt geführt werden.
Umso schwerer ist nachvollziehbar, warum ausgerechnet auf der stark nachgefragten Verbindung Augsburg–München ab 2028 Regionalverbindungen reduziert werden sollen.
Wer mehr Menschen zum Umstieg vom Auto auf die Bahn bewegen will, darf gleichzeitig nicht das bestehende Angebot für Pendler verschlechtern!
Weniger Züge lösen das Kapazitätsproblem nicht
Weniger Regionalzüge bedeuten nicht einfach nur etwas weniger Komfort. Sie führen im Zweifel zu:
- volleren Zügen,
- längeren Wartezeiten,
- schlechteren Anschlüssen,
- weniger Flexibilität für Berufspendler, Schülerinnen und Schüler sowie Studierende,
- einer höheren Belastung der verbleibenden Verbindungen und
- letztlich dazu, dass die Bahn für manche Menschen gegenüber dem Auto wieder unattraktiver wird.
Gerade in den Hauptverkehrszeiten ist ein dichtes Angebot entscheidend. Fernverkehr und Regionalverkehr dürfen nicht gegeneinander ausgespielt werden.
Ein leistungsfähiger Fernverkehr ist wichtig. Ebenso wichtig ist aber der Regionalverkehr, der jeden Tag hunderttausende Menschen zu ihren Arbeitsplätzen, Schulen, Hochschulen und anderen Zielen bringt.
Wenn die vorhandene Infrastruktur nicht genügend Kapazität für die politisch gewünschten Verkehre bietet, darf die Antwort nicht darin bestehen, bestehende Regionalzüge zu streichen.
Die notwendige Konsequenz muss sein:
Kapazitäten schaffen – nicht Pendlerzüge streichen.
Wir fordern deshalb die Verantwortlichen bei Bund, DB InfraGO und Bundesnetzagentur auf, die Planungen für 2028 zu überprüfen und gemeinsam mit dem Freistaat Bayern und der BEG eine Lösung zu finden, die das bestehende Regionalverkehrsangebot zwischen Augsburg und München erhält.
Die Verkehrswende kann nur funktionieren, wenn die Menschen darauf vertrauen können, dass das Angebot auf der Schiene besser wird – und nicht schlechter.
Quellen:
DB InfraGO: Plan zur Erhöhung der Schienenwegkapazität – Knoten München und Zulaufstrecken
https://www.dbinfrago.com/
DB InfraGO: Informationen zu zukünftig überlasteten Schienenwegen und den Kapazitätsplanungen für den Knoten München
https://www.dbinfrago.com/
Bayerisches Staatsministerium für Wohnen, Bau und Verkehr: Informationen zum Bahnausbau in der Region München
https://www.verkehr.bayern.de/
Stadt Augsburg: Regio-Schienen-Takt Augsburg
https://www.augsburg.de/
Süddeutsche Zeitung, 19.08.2026: Berichterstattung über die geplanten Streichungen von zwölf Regionalzügen zwischen Augsburg und München.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
27.08.2026
Sammlung endet:
26.02.2027
Region:
Bayern
Kategorie:
Verkehr
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Neue SprachversionWarum Menschen unterschreiben
meine kinder und ich sind angewiesen auf die haltestellen in kissing und mering. das diese haltestellen nicht nur fuer meine familie wichtig ist, erkennt man problemlos am zu- und aussteigen weiterer fahrgaeste zur gleichen zeit. ich emfinde solche entscheidungen als absolut verkehrtes signal zur aktuellen zeit. anstatt den personentransport auszubauen wird zugunsten "schwarzer" zahlen optimiert. kein mensch braucht "gewinn" fuer services wie health care, feuerwehr, polizei, schule, verkehrswesen usw.
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Verbindung eines gesamten Landkreises nach München. Insbesondere Dörfer hinter Orten wie Mammendorf sind auf diese schnelle Verbindung angewiesen, da die S-Bahn nicht oft genug fährt.