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Petition richtet sich an: Berliner Senat, Berliner Bäder-Betriebe
Seit Antragstellung der Berliner Bäder-Betriebe (BBB) vor über einem Jahr (im Mai 2025) bei der Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt steht eine Förderzusage über 5,64 Mio€ BENE 2-Mittel (Berliner Programm für nachhaltige Entwicklung) aus. Dieser fehlende Finanzierungsanteil hat seit einem Jahr die Ausschreibung der Sanierung des seit 14. September 2023 geschlossenen Kombibades Mariendorf verhindert.
Wir fordern den Berliner Senat und die Berliner Bäder-Betriebe auf:
- den umgehenden Abschluss der Sanierungsfinanzierung, unter Berücksichtigung der Kostensteigerungen von 1,22 Mio€ seit einem Jahr, entweder durch die Bereitstellung der seit einem Jahr ausstehenden BENE 2-Mittel durch die Senatsverwaltung für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt, oder durch eine Finanzierungsalternative ohne weiteren Zeitverzug durch die Senatsverwaltung für Inneres und Sport,
- unverzüglich die Ausschreibung der Sanierung des Kombibades Mariendorf durch die Berliner Bäder-Betriebe,
- den zeitnahen Beginn der Sanierungsbaumaßnahmen,
- die Aufnahme der Durchführung und des Abschlusses der Sanierung sowie der Wiederinbetriebnahme des Kombibades Mariendorf in den Koalitionsvertrag nach der Abgeordnetenhauswahl am 20. September 2026!
Begründung
Keine Wahrnehmung der Daseinsvorsorgepflicht durch den Senat
Seit der Schließung des Kombibades Mariendorf am 14. September 2023 - nach einem Schaltschrankbrand - besteht für Öffentlichkeit, Schulen und Vereine keine Nutzungsmöglichkeit mehr für Bewegung, Freizeitschwimmen, Gesundheitsförderung, Training, Ausbildung, Rehabilitation, Prävention und vieles Weitere.
Seitdem erfüllt der Senat von Berlin seine Daseinsvorsorgepflichten
- zur Versorgung der Bevölkerung der Ortsteile Buckow, Lichtenrade, Mariendorf und Marienfelde mit einem Hallen- und Sommerbad (insgesamt 233.000 Personen pro Jahr nutzten nach Angaben aus dem Jahr 2022 das 3.300m² große Kombibad Mariendorf) und
- zur schulnahen Durchführung des gesetzlichen Schwimmunterrichts der 3. Klassen für wöchentlich ca. 1000 Schülerinnen und Schüler nicht mehr.
Selbst die Berliner Bäder-Betriebe (BBB) haben in einer Pressemitteilung vom 31. März 2025 formuliert: "Das Kombibad Mariendorf sehen die BBB für die Versorgung im Berliner Süden als dringend notwendig an"
Steigende Nichtschwimmerquote
Die Nichtschwimmerquote nach dem gesetzlichen Schulschwimmunterricht in der 3. Klasse liegt in Tempelhof-Schöneberg nach dem Schuljahr 2024/2025 bei 24,7 % und ist damit die drittschlechteste der Berliner Bezirke.
"Schwimmen ist ein Menschenrecht" und elementar für die Sicherheit jedes Menschen, insbesondere jedoch von Kindern und Jugendlichen. Schwimmen rettet im Ernstfall Leben und ist Voraussetzung vieler weiterer Sportarten im und auf dem Wasser (Segeln, Rudern, Kajak, Wasserball, Tauchen, Unterwasserrugby, Wasserspringen, Synchronschwimmen, etc.). 2025 ertranken deutschlandweit 393 Menschen, davon 16 in Berlin.
Weitere Informationen unter: Kombibad Mariendorf – Sanierungsstand
Vielen Dank für die Unterstützung dieser Forderungen,
BSV „Friesen 1895“ e.V.
Angaben zur Petition
Petition gestartet:
15.06.2026
Sammlung endet:
17.01.2027
Region:
Berlin
Kategorie:
Sport
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