82 Unterschriften
Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Wir fordern:
• Erhalt des monatlichen Entlastungsbetrags von mindestens 131 Euro für Menschen mit Pflegegrad 1 zur Finanzierung praktischer Alltagshilfe.
• Ausreichende und flexibel nutzbare Finanzierung von Alltagsbegleitung und Verhinderungspflege.
• Weiterhin eigenständige Finanzierung notwendiger Pflegehilfsmittel.
• Schutz der ambulanten Pflege- und Betreuungsangebote sowie der Arbeitsplätze.
Begründung
Viele pflegebedürftige Menschen leben allein. Ihre Partner sind verstorben, ihre Kinder wohnen weit entfernt oder sie haben überhaupt keine Angehörigen mehr.
Alltagsbegleitungen und ambulante Pflegedienste sind für sie oft die einzige regelmäßige Unterstützung. Sie begleiten zu Arztterminen, erledigen Einkäufe, helfen im Haushalt und schenken etwas, das unbezahlbar ist: Zeit, Zuwendung und menschliche Nähe.
Genau diese Unterstützung ist durch die geplanten Änderungen der Pflegeversicherung gefährdet.
Der monatliche Entlastungsbetrag von 131 Euro für Menschen mit Pflegegrad 1 soll wegfallen. Gleichzeitig sind Veränderungen bei der Finanzierung von Pflegehilfsmitteln, Alltagsunterstützung und Verhinderungspflege vorgesehen.
Beratung allein ersetzt keine Hilfe im Alltag!
Pflegebedürftige Menschen brauchen nicht nur Ratschläge, sondern konkrete Unterstützung. Wer körperlich nicht mehr in der Lage ist, selbst einzukaufen, den Haushalt zu führen oder Arzttermine wahrzunehmen, dem hilft ein Beratungsgespräch allein nicht weiter. Die geplanten Beratungs- und Begleitangebote können eine sinnvolle Ergänzung sein. Sie ersetzen jedoch nicht die praktische Alltagsbegleitung, die bisher über den monatlichen Entlastungsbetrag finanziert werden kann.
Wir fordern deshalb, dass Menschen mit Pflegegrad 1 auch künftig einen verlässlichen Anspruch auf finanzierte praktische Alltagshilfe behalten!
Schon heute reichen die verfügbaren Leistungen oft kaum aus, um den tatsächlichen Hilfebedarf zu decken. Weitere Einschränkungen könnten dazu führen, dass viele Menschen ihre gewohnte Betreuung verlieren, weil sie diese nicht privat bezahlen können.
Auch pflegende Angehörige würden zusätzlich belastet. Ambulante Pflege- und Betreuungsdienste müssten möglicherweise ihre Angebote reduzieren, Beschäftigte entlassen oder sogar schließen.
Wer heute bei der Unterstützung pflegebedürftiger Menschen spart, riskiert morgen größere Pflegeprobleme und höhere Kosten.
Pflegebedürftige Menschen dürfen nicht die Verlierer einer Pflegereform werden!
Bitte unterstützen Sie unsere Petition mit Ihrer Unterschrift und teilen Sie unseren Aufruf!
Quellen zum Gesetzentwurf:
Bundesministerium für Gesundheit – Fragen und Antworten zum Pflegeneuordnungsgesetz:
https://www.bundesgesundheitsministerium.de/service/gesetze-und-verordnungen/guv-21-lp/pnog
Bundesregierung – Kabinettsbeschluss vom 30. September 2026:
https://www.bundesregierung.de/breg-de/service/newsletter-und-abos/newsletter-verbraucherschutz/pflegeneuordnungsgesetz-2454862
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Angaben zur Petition
Petition gestartet:
27.10.2026
Sammlung endet:
26.04.2027
Region:
Deutschland
Kategorie:
Gesundheit
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An der Pflege und Unterstützung der Pflegebedürftigen darf nicht gespart werden. Im Gegenteil es müssen noch mehr finanzielle Mittel für die Pflegedienste und Alltagsbegleitungen bereitgestellt werden. Nur so können die steigenden Kosten abgefangen werden.