Petition richtet sich an:
Bundesregierung, Landesregierungen
Für jede vom Lockdown betroffene Gruppe heißt es, dass sie nicht maßgeblich zum Infektionsgeschehen beiträgt. Tut sie aber anscheinend doch, weil sonst die Zahlen gerade nicht fallen würden. Aber sie könnten noch viel schneller fallen, wenn die verbleibenden Gruppen auch noch unter einen Lockdown gestellt würden.
Warum wird also nicht einfach mal ALLES bis auf Medizin, Lebensmittel, Infrastruktur mit Minimalbesetzung und Notfall-Handwerker für 2, maximal 3 Wochen dicht gemacht? Kein Warenversand (=nebenbei: kein Nachteil für stationären Handel), keine Produktion, kein Verkauf, keine Arbeit in Büros. Wer kann, arbeitet von zu Hause. Wer es nicht kann, gleicht – wenn möglich – die verpassten Stunden über die folgenden Wochen aus. In Härtefällen, in denen Mehrarbeit nicht möglich ist, erhalten Arbeitgeber einen staatlichen Ausgleich.
Bewegung und frische Luft müsste natürlich trotzdem erlaubt sein, aber auch das nur innerhalb eines begrenzten Umkreises und ohne jeden Kontakt zu anderen (für Alleinstehende 1 Person). Und es müsste natürlich erlaubt sein, Angehörige zu pflegen und zu versorgen.
Wenn dann danach noch so viel getestet wird wie möglich, um verbleibende Infektionsketten zu entdecken, hätten wir sicher eine Zeit lang Ruhe, und die Wirtschaft könnte unter besseren Bedingungen wieder Gas geben und viel Verpasstes wieder aufholen.
Das wäre sicher keine einfache Zeit, aber sie wären machbar, weil der Zeitraum für alle überschaubar wäre. Die Industrie würde schimpfen, obwohl sie im Gegensatz zu Gastronomie, Kunst und Kultur verlorene Umsätze leichter wieder nachholen kann.
Damit hätten wir nach diesem Lockdown erst einmal Ruhe und könnten vieles wieder so weit öffnen wie im Sommer. Erwartungsgemäß würden dann die Infektionszahlen wieder steigen, bis ein Punkte erreicht wäre, an dem ein voller Lockdown wiederholt werden müsste. Aber eine gelegentliche, zeitlich überschaubare Vollbremsung, bei der alle an einem Strang ziehen, ist wesentlich effektiver und gerechter als die aktuelle Hängepartie.
Und indem alle dabei sind, sind sich auch alle der Bedeutung eines vollen Lockdowns bewusst. Vielleicht steigt damit beispielsweise die Akzeptanz für die Corona-Warn-App und die Bereitschaft, Abstriche beim Datenschutz zu machen, um eine bessere Kontaktverfolgung zu ermöglichen und so die nächste Vollbremsung hinauszuzögern.
Begründung
Der aktuelle Lockdown deckt nur Teilbereiche unserer Gesellschaft ab. Somit wirkt er zwar, aber wir sehen auch, dass sich Covid-19 in den geöffneten Bereichen weiter verbreitet. Im Endeffekt schultert damit ein Teil der Gesellschaft die größte Last des Lockdowns, was weder fair, noch effizient ist. Hinzu kommt, dass viele besonders unter der zermürbenden Hängepartie leiden, die mit wiederholten Verlängerungen einhergeht. Ein kurzer, harter Lockdown für alle wäre wesentlich besser.