Offener Brief: Für einen Sport für alle Geschlechter und gegen Geschlechtertests des IOC

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Petition richtet sich an: Öffentlichkeit

Liebe Kolleg*innen in der Sportwissenschaft, in Sportverbänden, Sportvereinen und Sportorganisationen, liebe sportinteressierte Menschen,

am 26. März 2026 veröffentlichte das Internationale Olympische Komitee (IOC) die neue, bei den Olympischen Spielen 2028 in Los Angeles, USA, in Kraft tretende Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Considerations for International Federations and Sports Governing Bodies (Dt.: Regelwerk zum Schutz der weiblichen (Frauen-) Kategorie im Olympischen Sport und leitende Hinweise für internationale Sportverbände und -organisationen) (IOC, 2026).

Das neue Regelwerk ersetzt den seit 2021 geltenden «Framework on Fairness, Inclusion and Non-Discrimination on the Basis of Gender Identity and Sex Variations» des IOC. Damit vollzieht das IOC einen deutlichen Kurswechsel hin zu einem restriktiven und rückschrittlichen Umgang mit geschlechtlicher Vielfalt und geschlechtsbezogener Diskriminierung im Sport.

Als Wissenschaftler*innen und Mitglieder der Kommission «Geschlechter- und Diversitätsforschung» innerhalb der Deutschen Vereinigung für Sportwissenschaft (dvs) setzen wir uns seit vielen Jahren differenziert mit Fragen der Teilhabe und Diskriminierung von Menschen im Sport auseinander. In dem hier sowie untenstehend verlinkten, offenen Brief machen wir auf zentrale Probleme und soziale Ausschlüsse des neuen Regelwerks des IOC aufmerksam.

Wir möchten Kolleg*innen aus den Sportwissenschaften sowie Menschen in Sportverbänden, Sportvereinen und Sportorganisationen auffordern, sich in kritisch-konstruktiver Weise mit den neuen Regularien des IOC auseinanderzusetzen und das Ziel eines geschlechtergerechten und geschlechterinklusiven Sports in den Fokus zu rücken.

Wie ist es möglich, dass wir Sport als einen gesellschaftlichen Kontext gestalten, in dem Menschen aller Geschlechter gleichberechtigt aktiv sein, sich sicher fühlen und Erfolge feiern können?
Der offene Brief (https://zenodo.org/records/20629581) kann von Ihnen und euch hier auf openPetition mitunterzeichnet werdet. Wir danken Ihnen und euch für eure Unterstützung!
 
Mit den besten Grüßen
 
Erstunterzeichner*innen:
 
Dr. Karolin Heckemeyer (Sprecherin der dvs-Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung; Pädagogische Hochschule FHNW)
 
Prof. Dr. Bettina Rulofs (Leiterin der Abteilung Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
 
Dr. Birgit Braumüller (Abt. Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
 
Dr. Fabienne Bartsch (stellv. Sprecherin der dvs- Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung, Abt. Diversitätsforschung im Institut für Soziologie und Genderforschung an der Deutschen Sporthochschule Köln)
 
Dr. des. Annika Schwark (Sprecherin für Wissenschaftler*innen in der Qualifikationsphase der dvs- Kommission Geschlechter- und Diversitätsforschung, Leibniz Universität Hannover)
 
Prof. Dr. Tina Nobis (Leiterin des Arbeitsbereichs Sportsoziologie, Institut für Sportwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal)
 
PD Dr. Dennis Krämer (Institut für Soziologie / Fachbereich 06 Erziehungswissenschaft und Sozialwissenschaften, Universität Münster)
 
Prof. Dr. Ilse Hartmann-Tews (Professorin (em.) für Soziologie / Deutsche Sporthochschule Köln, Institut für Soziologie und Genderforschung, Vorstand Safe Sport e.V.)
 
Prof. Dr. Judith Frohn (Leiterin des Arbeitsbereichs Sportdidaktik, Institut für Sportwissenschaft, Bergische Universität Wuppertal)
 
Prof. Dr. Sandra Günter (Arbeitsbereich Sport und Gesellschaft, Institut für Sportwissenschaft, Leibniz Universität Hannover)
 
Prof. Dr. Anne-Christin Roth (Fachrichtung Sportwissenschaft und Sport, Pädagogische Hochschule Freiburg)
 
Dr. Birgit Palzkill
 
Dr. Heidi Scheffel (Queer-Beauftragte des Landessportbund NRW)
 

Begründung

Der offene Brief bezieht sich auf die vom IOC publizierte Policy on the Protection of the Female (Women’s) Category in Olympic Sport and Guiding Considerations for International Federations and Sports Governing Bodies (Dt.: Regelwerk zum Schutz der weiblichen (Frauen-) Kategorie im Olympischen Sport und leitende Hinweise für internationale Sportverbände und -organisationen) (IOC, 2026).

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Karolin Heckemeyer, Windisch
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 17.06.2026
Sammlung endet: 16.12.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Sport

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Warum Menschen unterschreiben

gegen Diskriminierung im Sport

ja und das sofort.

Weil Sport die Aufgabe hat alle Menschen abzubilden und teilhaben zu lassen! Sport darf nicht diskriminieren.

Because I am against discrimination in particular concerning gender and sex. It is concerning, that cis-gendered people have the power to decide to reduce female athletes to a narrow interpretation of their biological information while it is scientifically proven that biological sexes exist on a spectrum and not a narrow binary. Furthermore this information of yes/no female is highly personal and therefore worth protecting as it will inevitably be made public for the concerned person by her being publicly excluded from competitions.

Weil alle Menschen gleich sind! Egal was sie für eine sexuelle Orientierung haben!

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