Region: Flensburg
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75 Jahre danach: Wir wollen endlich ein Mahnmal dort, wo der zweite Weltkrieg in Europa endete!

Petition is directed to
Oberbürgermeisterin Simone Lange
33 Supporters 5 in Flensburg
Petitioner did not submit the petition.
  1. Launched May 2020
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Wir wollen ein Mahnmal in der Nähe oder direkt am Gelände der Marineschule in Flensburg, dort, wo der zweite Weltkrieg mit der Verhaftung der letzten Reichsregierung endete, um an die Grausamkeit des Dritten Reiches in Gänze und des 2. Weltkrieges zu erinnern.

Nie wieder Faschismus, nie wieder Krieg!

Reason

Der Sonderbereich Mürwik war die Bezeichnung für ein ungefähr 14 Quadratkilometer großes Gebiet bei Flensburg-Mürwik, in dem sich die Regierung Dönitz aufhielt. Dieser letzte Rest des NS-Staates bestand bis zum 23. Mai 1945.

Im Sonderbereich Mürwik war vom 3. bis 23. Mai 1945 die letzte deutsche Reichsregierung tätig. Der Oberbefehlshaber der Kriegsmarine, Großadmiral Karl Dönitz, war von Adolf Hitler in seinem politischen Testament (29. April 1945) als sein Nachfolger mit dem Titel „Reichspräsident“ bestimmt worden. Dönitz und sein Stab befanden sich im schleswig-holsteinischen Plön, als ihn die Nachricht von Hitlers Tod am 1. Mai 1945 erreichte. Da britische Truppen von Süden her nach Schleswig-Holstein eindrangen und schnell vorrückten, entschied er in Richtung Norden auszuweichen. Am 3. Mai trafen Dönitz und sein Gefolge am frühen Morgen in Flensburg ein. Sofort erörterte Dönitz die politische und militärische Lage und kam zu dem Schluss, dass ein Weiterführen des Krieges nicht mehr möglich war. Er residierte in dieser letzten Phase des Krieges nicht in der eigentlichen Marineschule, sondern in einem einfachen Büro in der benachbarten Marine-Sportschule.

Auch Heinrich Himmler war mit zahlreichen Kommandobehörden und Abteilungen des Reichssicherheitshauptamtes sowie seinem persönlichen RF-SS-Stab von etwa 150 Personen nach Mürwik gekommen mit der Absicht, sich an der Regierung Dönitz zu beteiligen. Dies begründete die Rattenlinie Nord.

Das zunächst wichtigste Ziel der Regierung Dönitz war es, möglichst vielen Soldaten und Zivilisten aus den deutschen Ostgebieten die Flucht in den Westen des deutschen Reichs zu ermöglichen. Des Weiteren wurde Generaladmiral von Friedeburg, der Dönitz als Oberbefehlshaber der Kriegsmarine nachgefolgt war, beauftragt, das britische Hauptquartier aufzusuchen und, für den Nordraum geltend, ein Waffenstillstandsabkommen zu erreichen. Dies gelang, und ab 5. Mai 1945, 8.00 Uhr, schwiegen im Norden des Deutschen Reichs, in den Niederlanden und in Dänemark die Waffen. Seekriegsmaßnahmen wurden eingestellt. Die Luftangriffe auf Flensburg endeten. Nach der schrittweisen Besetzung Flensburgs, die am 5. Mai 1945 begann, gestand die britische Militärführung den deutschen Regierungsmitgliedern im Rahmen ihres Aufgabenbereichs Bewegungsfreiheit zu. Das Wehrmachtsgelände und der Ort wurden bis zum 22. Mai 1945 nicht regulär militärisch besetzt. Das hinderte aber die Soldaten des alliierten Oberkommandos nicht, sich inner- und außerhalb der Kasernen frei zu bewegen. Die Bevölkerung bemerkte von den Vorgängen in Mürwik fast nichts. Der Sonderbereich Mürwik war, bis auf die Kasernen, nicht eingezäunt, es gab auch keine Demarkationslinie.

Der Versuch der deutschen Regierung, noch möglichst viel Zeit zu gewinnen, um weiterhin der Bevölkerung die Flucht aus dem Osten zu ermöglichen, fand mit der Unterzeichnung der bedingungslosen Kapitulation am 7. Mai 1945 in Reims bzw. am 8. Mai in Berlin-Karlshorst ein Ende. Mit Ablauf des 8. Mai hatten die Truppen der Wehrmacht an ihrem derzeitigen Standort zu verbleiben. Zu den britischen Truppen kamen ab 12. Mai auch amerikanische Soldaten des Alliierten Oberkommandos unter General Rooks nach Mürwik und nahmen auf dem Wohnschiff Patria Quartier. Am selben Tag wurde zudem um das „Regierungsviertel“ in Mürwik eine Bannmeile mit einer Länge von ungefähr sieben Kilometern und einer Breite von ungefähr zwei Kilometern eingerichtet.

Bis zum 22. Mai trat die Regierung noch zu Kabinettssitzungen zusammen, es geschah aber nach außen hin nichts mehr. Am 23. Mai 1945 wurden Karl Dönitz, Jodl und von Friedeburg auf die Patria bestellt, wo ihnen die Auflösung der Regierung sowie ihre Verhaftung mitgeteilt wurde. Damit begann die Operation Blackout. Fast gleichzeitig wurde die geschäftsführende Regierung in der Marinesportschule verhaftet. Noch am selben Tag wurden Dönitz, Jodl und Speer vom Flugplatz Flensburg-Schäferhaus ins Gefangenenlager Mondorf in Luxemburg gebracht. Friedeburg nahm sich vorher das Leben.

Viele der militärischen Steingebäude blieben erhalten. Bei den zwei Adlern aus der NS-Zeit wurden die Hakenkreuze entfernt. Die betreffenden Gebäude wurden als Kulturdenkmale des Stadtteils Mürwik eingetragen.

Der Sonderbezirk Mürwik war der letzte Unterschlupf des abscheulichen und faschistischen Deutschen Reiches. Mit dem Ende des Deutschen Reiches wurde auch das Ende Preußens besiegelt.

Bis heute gibt es kein Mahnmal, welches an den Tag der Befreiung Europas erinnert. Dabei schläft in Flensburg mit dem Stadtteil Mürwik ein großer Teil europäischer Geschichte, an die dringend wieder erinnert werden muss: Nie wieder Faschismus! Nie wieder Krieg!

(Quelle: Wikipedia DE, https://de.m.wikipedia.org/wiki/Sonderbereich_Mürwik))

Thank you for your support, Felix Ferber from Flensburg
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