• Von: Klaus Huber (Engagierte Christen) mehr
  • An: Erzbischof Stephan Burger, Diözesanrat der ...
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Bürgerrechte mehr
  • Status: Die Petition wurde eingereicht
  • In Bearbeitung
  • 2.101 Unterstützer
    Sammlung abgeschlossen

Abschaffung des Pflichtzölibats für katholische Priester

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Wir fordern die Abschaffung der Verpflichtung zum Zölibat für katholische Priester.

Begründung:

Jeder, der zum Priestertum berufen ist, sollte seine Lebensform selbst wählen dürfen. „Das Gesetz ist für den Menschen da und nicht der Mensch für das Gesetz.“ Der „Pflichtzölibat“ belastet manche Menschen in übergroßem Maße. Wir möchten diese Menschen entlasten, weil unsere christliche Botschaft eine heilende und befreiende Botschaft ist. Der „Pflichtzölibat“ ist biblisch nicht zu begründen, es ist ein Kirchengesetz, das wieder geändert werden kann.

Wir wenden uns nicht grundsätzlich gegen eine zölibatäre Lebensform. Wir schätzen diejenigen hoch, die ihre Berufung zum Priesteramt und zum Zölibat fruchtbar für ihre Pfarrgemeinde leben können. Wer dazu berufen ist, sollte diese Lebensform leben und damit deutlich machen, dass Gott an erster Stelle in unserem Leben steht. Es gibt natürlich auch andere zeichenhafte Haltungen, die diese Botschaft: „Gott ist für unser Leben entscheidend wichtig“ transportieren: z.B. ein bescheidener und demütiger Lebensstil!

Wir setzen uns dafür ein, dass die Seelsorgeeinheiten kleiner werden, so dass Kirche mit ihren ehrenamtlichen und hauptamtlichen Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern menschennah wirken und auf die Sorgen und Nöte der Menschen hören und eingehen können. Deshalb sind wir dafür, die Zulassungsbedingungen zum Priesteramt zu verändern, denn wir benötigen Priester, die vor Ort die Hl. Eucharistie feiern. Denn die Feier der Eucharistie ist Quelle unseres kirchlichen Handelns. Ehrenamtliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter brauchen Begleitung, um ihrer Verantwortung in Kirche und Gesellschaft gerecht zu werden. Nur in einem Miteinander der verschiedenen Berufungen und Begabungen sind wir lebendige Kirche.

Geeignete Männer und Frauen könnten vom Bischof beauftragt werden, für ihre Pfarrgemeinde vor Ort die Hl. Eucharistie zu feiern und missionarisch und gemeindeleitend tätig zu sein. Bischof Fritz Lobinger und der Pastoraltheologe Paul Zulehner sprechen von solchen Überlegungen, die gerade in den Paulusbriefen biblische Hintergründe haben. Auch die „Pfarrer-Initiative Deutschland“ schlägt solche Schritte vor. Auch das Zentralkomitee der Deutschen Katholiken beschäftigt sich mit diesen Fragen.

Wir alle, die wir getauft und gefirmt sind, haben Anteil am gemeinsamen Priestertum aller Gläubigen. Das bedeutet für uns, dass wir Kirche sind, Kirche mitgestalten und auch Entwicklungen der Kirche mitentscheiden. Wir wollen als Glieder der Kirche entsprechend gehört werden. Wir verstehen unsere Überlegungen – auch die Unterschriftslisten – als Beitrag zu einem innerkirchlichen Dialog, der offen geführt werden muss. Wir möchten anregen, miteinander ins Gespräch zu kommen. Es geht uns nicht um Polarisierung und Stimmungsmache, sondern es geht uns um die Zukunft unserer Kirche!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Achern, 28.09.2016 (aktiv bis 25.10.2016)


Neuigkeiten

Liebe Mitstreiter unserer Petition, vielen Dank für Ihre Unterstützung in Form ihrer Unterschrift. Die Online Petition ist mittlerweile abgeschlossen und wir haben 2101 Unterschriften auf diesem Weg sammeln können. Genau so viele haben sich persönlich ...

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Debatte zur Petition

PRO: Was war eigentlich vor 1000 n.Chr., denn erst seitdem gibt es überhaupt das Zwangs-Zölibat. Die Frage, warum es damals eingeführt wurde, ist sehr leicht zu beantworten. Ein Priester, der heiraten darf, wird dann eine Familie haben, und die wollte die ...

PRO: Schafft endlich diese Antike verordnung ab. Das geht gegen die Natur die Gott geschaffen hat.

CONTRA: Wieder so eine Nebeldiskussion die an der Realität vorbeigeht. Also nochmal von vorne: Es gibt ein Recht auf Selbstbestimmung, und dieses Recht beinhaltet auch die Freiheit, sich mit allen Konsequenzen für eine religiöse Überzeugung zu entscheiden. Diese ...

CONTRA: Ganz einfach, Glauben wechseln bzw. aus dem Verein ganz austreten! Das nenne ich Prioritäten setzen!

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