Kultur

Absicherung für Künstlerinnen und Künstler JETZT! Kultur darf nicht Corona-Opfer werden.

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
7.258 Unterstützende 7.168 in Deutschland
14% von 50.000 für Quorum
  1. Gestartet 28.10.2020
  2. Sammlung noch 4 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Wir wollen eine mit dem Kurzarbeitergeld vergleichbare Absicherung über die Künstlersozialkasse!

Die Corona-Pandemie setzt Künstlerinnen und Künstler zunehmend unter Druck. Fehlende Aufträge, wenig Auftritts-, Produktions- und Ausstellungsmöglichkeiten und kaum Publikum führen seit mittlerweile 8 Monaten zu erheblichen Einkommenseinbußen. Staatliche Hilfen gehen entweder an den soloselbständigen Künstler:innen vorbei, weil ihr Unternehmerlohn nicht gestützt wird. Oder sie zwingen die Betroffenen in das soziale Auffangnetz mit den entsprechenden finanziellen und vor allem den psychologischen Folgen.

Immer mehr Künstlerinnen und Künstler suchen sich in der Konsequenz kulturferne Beschäftigungen und gehen Kunst und Kultur damit verloren. Den Preis für die Eindämmung der Pandemie zahlen damit zuerst die Betroffenen, in Wirklichkeit aber die gesamte, weil kulturärmere Gesellschaft.

Weitere Hilfen aus dem Katalog der sozialen Grundsicherung sind in dieser Situation wenig hilfreich. Ein sinnvoller Weg der Unterstützung, auch um konkret diejenigen zu fördern, die vor Corona von ihrer Tätigkeit leben konnten, ist eine zumindest teilweise Erstattung entgangener Einnahmen. Es bedarf einer Ausfallsicherung, und diese könnte sich an den Regelungen für Kurzarbeitergeld orientieren – gerne in der Höhe (es muss auch für’s Leben von Familien reichen) und prozentual gedeckelt (wie Kurzarbeitergeld auf 60/67%).

Für die Abwicklung der Ersatzleistung bietet sich die Künstlersozialkasse, die KSK, an. Als Teil der Unfallkasse des Bundes ist die Einrichtung bereits heute eine in Teilen mit den üblichen Sozialversicherungen für abhängig Beschäftigte vergleichbare Versicherung. Sie ermöglicht Künstler:innen den Zugang zur gesetzlichen Kranken-, Pflege- und Rentenversicherung.

Kunst und Gesellschaft sind darauf angewiesen, dass der Bund dies anerkennt und das eingetretene vierte soziale Risiko, die erzwungene Arbeitslosigkeit, endlich absichert  – so, wie dies für Bezieher:innen von Kurzarbeitergeld selbstverständlich ist. Das richtige Instrument dafür ist die KSK.

Begründung

Kunst und Kultur sind von wesentlicher Bedeutung für die Gesellschaft und ihre Entwicklung. Kunst gibt unseren Gefühlen ein Zuhause und unserer Persönlichkeit Raum zu wachsen. Hier wird verhandelt wer wir sind und wie wir miteinander umgehen. Kunst und Kultur spiegeln gesellschaftliche Debatten, Verhaltensmuster und Wahrnehmungen wider. Sie unterhalten, hinterfragen und fördern kreatives Denken. Ohne Kunst, ohne Künstlerinnen und Künstler, bricht vielleicht der wichtigste Bestandteil für eine vielfältige und demokratische Gesellschaft weg. Das darf nicht passieren.

In Deutschland arbeiten über 430 000 Solo-Selbständige in Kulturberufen*. Mit ihrer Arbeit und ihren Steuern leisten sie einen wesentlichen Beitrag für unsere Gesellschaft. Das muss von der Politik anerkannt und die unverschuldete Notlage, in der die Künstler:innen sich derzeit befinden, endlich ernst genommen werden.

Wir brauchen eine mit dem Kurzarbeitergeld vergleichbare Absicherung über die Künstlersozialkasse!

*Laut statistischem Bundesamt: https://www.destatis.de/DE/Presse/Pressemitteilungen/2020/04/PD20_145_216.html

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Michael Krebs aus Berlin
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Neuigkeiten

Wir Künstler brauchen endlich Interessenvertreter in der Politik für unsere finanzielle Absicherung in der Coronazeit. Die KSK ist bereits eine bestehende Institution, die viele verschiedene Künstler deutschlandweit in sich vereint. Ich kenne keine Institution, die besser als Interessenvertreter für soloselbständige Künstler eintreten könnte.

Bitte nicht über die KSK! Viele freischaffende Schauspieler arbeiten kurzzeitig angestellt auf Lohnsteuerkarte (unständig beschäftigt) und haben dadurch nicht die Möglichkeit, in die KSK einzutreten! Auch auf ALG haben wir kaum Anspruch, da wir die Arbeitszeiten niemals zusammen bekommen. Wir fallen eh schon durch jegliche Raster, also bitte nicht auch ncoh bei der Nothilfe...!!!

Warum Menschen unterschreiben

  • vor 1 Std.

    Damit viele Künstler weitermachen und ihre Kunst bald wieder publik machen können

  • vor 2 Std.

    Auch ich bin der Meinung Kultur ist ein Wichtiges gut was leider in der Pandemie nicht so gesehen wird, so das die Freischaffenden Künstler und deren Mit und Zuarbeiter ihrer Lebensgrundlage beraubt werden. Um diesem Umstand entgegen zu wirken beteilige ich mich an dieser Petition.

  • vor 4 Std.

    ich bin alleinerziehend und schauspielerin. ich habe es fast immer geschafft uns über die Runden zu bringen. Aber Corona hat mich gezwungen wieder Harzt IV zu beantragen. in dem Theater wo ich gearbeitet habe wurde jetzt geschlossen... Ich hoffe inständig dass unser Pedition angehört wird. Lieben DANK ivan

  • Sabine Neubauer Halberstadt

    vor 5 Std.

    Ich liebe Theaterbesuche und ich arbeite im Theater in einer Kostümabteilung. Ich will mit meiner Unterschrift alle Theaterkollegen unterstützen und für den zukünftigen Erhalt des Kulturlebens kämpfen, da dieses für die Entwicklung unserer Kinder ein wichtiger Bestandteil ist. Für eine städtische Wirtschaft ist dies auch nicht unerheblich.

  • Sebastian Rickert Schmallenberg

    vor 5 Std.

    Deutschland brüstet sich als "Land der Dichter und Denker" und doch scheint die Politik nicht zu verstehen wie die Arbeitsmodelle eben dieser funktionieren. Eine ganze Branche wird einfach aus Ignoranz an die Wand gefahren.

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