Änderung der Gesetzeslage bei Krankschreibung psychisch Kranker

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Gesundheitsministerium

0 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

0 Unterschriften

Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2020
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Gesundheitsministerium

Bei Krankschreibungen muss der/die Erkrankte spätestens am nächsten Werktag zum Arzt. Dieses ist bei psychisch Kranken nicht immer möglich. Es gibt z.B. keinen psychologischen Notdienst.

Erfolgt diese Krankschreibung nicht sofort, wird sowohl der Job als auch die Zahlung eines Krankengeldes so gut wie ausgeschlossen. Da die psychisch Kranken sich ja in der Regel in einer Parallellwelt befinden und nicht zwangsweise in ein Krankenhaus eingewiesen werden dürfen, bzw. es keinen Arzt gibt, der Hausbesuche macht, werden diese mit ihrem Problem alleine gelassen und rutschen unter Umständen in eine soziale Schieflage.

Ohne Krankschreibung bekommen sie keine Lohnfortzahlung, kein Krankengeld, da sie nicht arbeitslos sind kein Arbeitslosengeld oder Hartz 4. Nichts.

Begründung

Meine Partnerin war schwer psychisch erkrankt, bipolare affektive Störung mit Wahnvorstellungen. Aufgrund dessen ist sie nicht zur Arbeit gegangen, hatte mir aber anfangs erzählt, dass Sie einen Krankenschein hat. Ihr Zustand wurde aber immer schlimmer, bis es kurz vor Weihnachten völligst abnormal wurde. Mittlerweile hatte sie die fristlose Kündigung Ihres Arbeitgebers bekommen, da sie mittlerweile seit 4 Wochen nicht mehr arbeiten war.

Somit versuchte ich noch kurz vor Weihnachten und zwischen den Feiertagen Hilfe zu bekommen. Der sozial-psychologische Dienst war bis ins neue Jahr nicht zu erreichen, einen ärztlichen Notdienst gibt es nicht und die Krankenhäuser wimmelten ab, da die Patienten freiwillig zu ihnen kommen müssen. Und da liegt der Hase im Pfeffer. Die Kranken fühlen sich nicht krank, bzw. wissen nicht um die Ernsthaftigkeit der Situation. Wie sagte mal ein Arzt: Jeder in Deutschland hat das Recht auf den eigenen Tod und auf den sozialen Abstieg.

Nach einigen Versuchen habe ich meine Partnerin doch noch nach Neujahr in ein Krankenhaus bekommen. Auch der soziale Dienst war endlich mal erreichbar. Auf die Frage, wie ich das Ganze denn jetzt schaffen soll, auch aus finanzieller Sicht da meine Partnerin ja anscheinend kein Geld bekommen wird, war nur die Aussage, da könne man mir auch nicht helfen. Zur Not könnte ich sie, da wir nicht verheiratet sind, rausschmeißen und müsste dann gegebenfalls halt zur Obdachlosenhilfe.

Unser Fall ist ja kein Einzelfall. So etwas kommt sehr oft in Deutschland vor. Die psychisch Kranken können nicht behandelt werden wie normal Kranke, die froh sind irgendwelche Schmerzen los zu werden. Auch ist es eine Zumutung, dass mir als Partner niemand Auskunft geben muss, aber für sie bezahlen soll ich hinterher. Ich möchte nicht wissen, wie viele psychisch Kranke sich nach ihrer Genesung die Kugel geben, weil sie finanziell am Ende sind und keinen Ausweg daraus sehen.

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 02.02.2020
Sammlung endet: 01.05.2020
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Helfen Sie mit, Bürgerbeteiligung zu stärken. Wir wollen Ihren Anliegen Gehör verschaffen und dabei weiterhin unabhängig bleiben.

Jetzt fördern