Ärzte gesetzlich zur Nutzung der Aut idem Regelung verpflichten

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Gesundheitsminister, Kassenärztliche Vereinigungen

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Die Petition wurde abgeschlossen

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Die Petition wurde abgeschlossen

  1. Gestartet 2014
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Beendet

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Gesundheitsminister, Kassenärztliche Vereinigungen

Ich fordere den Gesundheitsminister und die Kassenärztlichen Vereinigungen auf, die Ärzte in Deutschland gesetzlich dazu zu verpflichten, ihrer medizinischen Verantwortung nachzukommen. Die bedeutet, im Falle von starken Nebenwirkungen – verursacht durch ein Generikum – die „Aut idem“ Regelung anzuwenden. Gleichzeitig fordere ich den Gesetzgeber auf, den Kassenärztlichen Vereinigungen gesetzlich zu verbieten, Ärzte von dieser Aut idem Regelung abzuraten und sie mit einem Regress zu belegen – wenn sie diese dennoch nutzen. Die Aut idem Regelung muss vor allem bei Patienten mit starken Schmerzen, die unter Generika starke Nebenwirkungen entwickeln, der Goldstandard sein und bleiben.

Patienten erhalten nur noch Generika, auch wenn sie heftige Nebenwirkungen erleiden, wird ihnen keinerlei Hilfe durch das Gesundheitssystem zuteil, für das sie doch bereits eine Menge Geld bezahlen. Denn: Kassen verweisen auf die Therapiehoheit der Ärzte und sprechen davon, bei Nebenwirkungen auf die Aut idem Regelung zurück zu greifen. Ärzte weigern sich dies zu tun, da ihre Kassenärztlichen Vereinigungen ihnen die Aut idem Regelung verbieten. Tun sie es doch, bezahlen sie die Kosten für das Originalpräparat. Und die Patienten: bleiben auf der Strecke – entweder sie haben die nötigen finanziellen Mittel um das dringend benötigte Medikament aus eigener Tasche zu bezahlen oder sie leiden unter unerträglichen Schmerzen und produzieren noch weit höhere Kosten, indem sie stationär aufgenommen werden müssen oder sogar arbeitsunfähig oder verrentet werden.

Begründung

Generika sind eine gute Sache – solange sie den Patienten nicht schädigen und ihn, durch massive Nebenwirkungen, krank und handlungs- und im schlimmsten Falle sogar arbeitsunfähig machen. Leider haben Generika nicht immer die gleichen Wirkungen wie die Originalmedikamente, auch wenn dies immer wieder gebetsmühlenartig gepredigt wird. Ärzte und alle anderen Beteiligten wissen dies, so dass die Verabreichung eines mit starken Nebenwirkungen behafteten Generikums eine Körperverletzung darstellt und als grob fahrlässig eingestuft werden muss.

Die Wirkung eines Medikamentes ist nicht alleine vom Wirkstoff abhängig, auch Hilfsstoffe spielen für Wirkung und Nebenwirkungen eine wichtige Rolle. Und weit wichtiger ist die Freisetzungskinetik eines Wirkstoffes, diese hängt in hohem Maße von der Matrix eines Medikamentes ab und kann zu kaum mehr tolerierbaren Nebenwirkungen führen – wie im Falle von Oxygesic und dem zugrundeliegenden Wirkstoff Oxycodon.

Auf Grund der völlig anderen Freisetzungskinetik von Original und Generikum, leiden immer mehr Menschen in diesem Lande unter kaum erträglichen Schmerzen. Wer das Geld hat, lässt sich ein Privatrezept ausstellen und übernimmt die Kosten, die eigentlich die Krankenkasse tragen sollte, da jeder von uns bereits horente Krankenkassenbeiträge bezahlt. Doch leider gibt es auch immer mehr Menschen, die sich dies nicht leisten können und da der Staat hier kläglich versagt hat, fallen solche Menschen durch sämtliche Raster – bis hin zum Selbstmord.

Das Gesundheitswesen in Deutschland ist ein von Lobby-Interessen dominiertes System, auf der Strecke bleiben die Patienten, die zum Spielball der Interessen der Mächtigen in diesem Lande geworden sind und leider keine Lobby besitzen.

Die Krankenkassen schließen Rabattverträge mit Herstellern von Generika und verdonnern sämtliche Patienten dazu, ein und dasselbe Medikament zu schlucken. Doch was für den einen gut ist, kann dem anderen massiv schaden – so auch im Falle eines Medikamentes. Nicht erst seit gestern wissen wir, dass die Wirkung von Medikamenten von Mensch zu Mensch stark abweichen kann. Genau aus diesem Grunde entwickelt sich gerade die individuelle Medizin, die Medikamente an das Individuum und seine genetische Ausstattung anzupassen versucht. Doch diese Art von Medizin wird Kassenpatienten nie erreichen, nur Selbstzahler bekommen wirkungsvolle Medikamente kaum ohne Nebenwirkungen. Das Gegenteil passiert durch die Verabreichung eines bestimmten Generikums an alle Kassenmitglieder einer Krankenkasse – Zwangsmedikation und im Falle von Nebenwirkungen sogar Körperverletzung mit Vorsatz.

Bei starken Nebenwirkungen verweisen die Krankenkassen darauf, dass der Arzt die Therapiehoheit besitzt und jederzeit die Aut idem Regelung anwenden kann, sofern er eine Begründung dafür liefert. Heftige Nebenwirkungen, die den Patienten von seiner Arbeit abhalten und sogar ans Bett fesseln, sollten eine ausreichende Begründung dafür sein.

Doch weit gefehlt, Ärzte kommen ihr medizinischen Verantwortung, Patienten das wirkungsvollste und nebenwirkungsärmste Medikament zu verordnen, nicht mehr nach. Tun sie es doch, werden Sie mit einem Regress ihrer Kassenärztlichen Vereinigung bestraft. Dieses perfide System führt dazu, dass Ärzte Patienten ihre Rechte auf ein optimales Medikament regelrecht verweigern.

Räumen wir endlich auf mit diesem System. Wer monatlich einen dicken Beitrag in seine Krankenkasse bezahlt, der sollte im Falle einer Krankheit auch das optimalste Medikament erhalten. Schluss mit dieser Interessenpolitik, die Patienten bezahlen und sollten deshalb auch darüber entscheiden können, was ihnen gut tut und was ihnen schadet. Schluss mit Bevormundung, Zwangsverordnungen und völliger Rechtlosigkeit zu Gunsten derer, die bereits zu den privilegierten der Gesellschaft gehören. Kippt den Wahnsinn mit der Aut idem Regelung – unterstützt diese Petition, denn es wird jeden von uns einmal treffen!

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 23.09.2014
Sammlung endet: 22.03.2015
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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