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Bild zur Petition mit dem Thema: Aktionsbündnis für den Wald Sachsen-Anhalt Aktionsbündnis für den Wald Sachsen-Anhalt
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Landesregierung
  • Region: Sachsen-Anhalt mehr
    Kategorie: Umwelt mehr
  • Status: Die Petition wurde vom Petenten zurückgezogen bzw. wird nicht weiter verfolgt
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 414 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Aktionsbündnis für den Wald Sachsen-Anhalt

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Das Aktionsbündnis für den Wald Sachsen - Anhalt bittet um Ihre Unterstützung, den Wald mit seinen vielfältigen Funktionen zu erhalten!  - Nutzfunktion (nachhaltige Produktion von Holz für Industrie und Bevölkerung - vom Wert-, Säge- und Industrieholz bis zum Brennholz vor der Haustür - Sauerstoff, sauberes Trinkwasser, saubere Luft, Waldfrüchte, Wildbret usw.)

  • Schutzfunktion (Wasserschutz, Klimaschutz, Bodenschutz, Lärmschutz usw.)

  • Erholungsfunktion (der Wald bietet kostenlose Entspannung und Erholung) der Wald als Arbeitsplatz (ca. 18.000 Arbeitsplätze hängen direkt bzw. indirekt am Wald)

  • Naturschutz (z. B. Erhalt wertvoller ökologischer Biotope bzw. Landschaftsschutz und –pflege, Erhalt biologischer Vielfalt)

Um diese Aufgaben erfüllen zu können, ist gut ausgebildetes Personal notwendig! Nach Berechnungen des Bündnisses benötigt die Forstverwaltung 129 externe Neueinstellungen, um den Abgang von 162 Beschäftigten bis 2019 ausgleichen zu können. Die Landesregierung hat aber nur 12 Neueinstellungen bis 2019 laut PEK beschlossen!

Wir unterstützen mit unserer Unterschrift die Forderung des Bündnisses für 129 externe Neueinstellungen in die Landesforstverwaltung des Landes Sachsen-Anhalt.

Wenn unser Wald stirbt, werden auch wir Menschen sterben!

Begründung:

Der Sachsen - Anhaltinische Wald wurde durch Generationen von Forstleuten und Waldbesitzern als Erbe für die Gesellschaft erhalten. Dieses Erbe ist in Gefahr! Die Klimaänderung führt in Sachsen-Anhalt - nicht unerwartet - großflächig immer mehr zu ernsthaften Problemen: das sind Insektenkalamitäten, Pilzschäden, Sturmschäden, Schneebruchschäden und andere Erscheinungsformen. Wird das Ökosystem Wald instabil, werden die negativen Auswirkungen uns alle treffen: Bodenerosion, unkontrollierter Oberflächenwasserabfluss, Überschwemmungen und Trinkwasserbeeinträchtigungen sind nur einige davon.

Für die flächendeckende Erhaltung des Waldes ist es wichtig, diesen Herausforderungen erfolgreich und zeitnah zu begegnen. Sie erfordern ebenso eine angemessene Anerkennung und Unterstützung der Gesellschaft für die Arbeit der Forstleute und Waldbesitzer.

Das Landeswaldgesetz besagt, das Bewusstsein der besonderen Bedeutung des Waldes für die Allgemeinheit, den Wald wegen seines wirtschaftlichen Nutzens (Nutzfunktion) und wegen seiner Bedeutung für die Umwelt, insbesondere für die dauernde Leistungsfähigkeit des Naturhaushalts, das Klima, den Wasserhaushalt, die Reinhaltung der Luft, die Bodenfruchtbarkeit, das Landschaftsbild und die Erholung der Bevölkerung (Schutz- und Erholungsfunktion) zu erhalten, erforderlichenfalls zu mehren und seine ordnungsgemäße Bewirtschaftung nachhaltig zu sichern. Die Waldbesitzer und Forstleute haben dazu ihren Beitrag bisher – allzu oft ohne ausreichende Anerkennung – erbracht.

Was müssen Politik und Gesellschaft zum Schutz, zur Erhaltung des Waldes und für die Erfüllung der Vorgaben im Landeswaldgesetz Sachsen-Anhalts tun?

• Wald ist im Rahmen seiner Zweckbestimmung nach anerkannten forstlichen Grundsätzen ordnungsgemäß, insbesondere nachhaltig, pfleglich und sachkundig zu bewirtschaften.

• Die Verwaltung und Bewirtschaftung des Landeswaldes ist zu gewährleisten.

• Die Beratung und Betreuung im Privat- und Körperschaftswald durch das Landeszentrum Wald ist zu optimieren.

• Zur Erfüllung der gesetzlichen Aufgaben ist die personelle und sachliche Ausstattung der Betriebe zu sichern.

• Eine weitere Reduzierung der Reviere im Landeszentrum Wald und im Landesforstbetrieb ist zu vermeiden.

• Der Wald ist nur durch Fachpersonal zu bewirtschaften.

• Die Bildung für die Entwicklung der Forstwirtschaft sowie die Ausbildung und Weiterbildung von Forstwirten, forstlichen Anwärtern und Referendaren ist zu sichern und zu optimieren.

• Die Mitwirkung der Forstverwaltung und Waldbesitzer im Rahmen öffentlicher Belange ist zu beachten.

• Die forstliche Öffentlichkeitsarbeit zur Vermittlung des Anliegens der Erhaltung und des Schutzes unseres Waldes und der Belange der Forstwirtschaft ist zu intensivieren.

• Die Durchführung von forstlichen Fördermaßnahmen und sonstigen Fachplanungen für den Wald sind und bleiben Aufgaben von Fachpersonal.

• Waldflächen sind von Abgaben zu entlasten, die die ökologische Bedeutung und finanzielle Leistungsfähigkeit des Waldes ignorieren.

• Die Ökosystemdienstleistungen des Waldes müssen entgolten werden.

• Der Kalamitätsfonds für alle Eigentumsformen ist einzurichten.

Das Aktionsbündnis für den Wald Sachsen–Anhalts fordert die Landesregierung auf, diese Aufgaben gemeinsam mit dem Aktionsbündnis zu erfüllen, um so die uneingeschränkte Umsetzung des Landeswaldgesetzes sowie der Leitlinie Wald Sachsen-Anhalts zu gewährleisten!


Industriegewerkschaft Bauen-Agrar-Umwelt Sachsen-Anhalt 
Waldbesitzerverband Sachsen-Anhalt e.V. 
Bund Deutscher Forstleute Sachsen–Anhalt e.V. 
Schutzgemeinschaft Deutscher Wald e. V. LG Sachsen-Anhalt 
Arbeitsgemeinschaft Naturgemäße Waldwirtschaft e. V. LG Sachsen-Anhalt 
Verein zur Förderung der Ausbildung von Forstwirten und

Forstwirtschaftsmeistern e.V. Sachsen-Anhalt 
Arbeitsgemeinschaft forstwirtschaftlicher Lohnunternehmer Sachsen-Anhalt e. V. 
Landesforstverein Sachsen-Anhalt e. V. 
Bundesverband freiberuflicher Forstsachverständiger e. V.- Landesgruppe Sachsen-Anhalt

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Sangerhausen, 25.11.2013 (aktiv bis 24.05.2014)


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