Apotheker für Alternativen zu einer Impfpflicht

Petent/in nicht öffentlich
Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

4 Unterschriften

Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

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Petent hat die Petition nicht eingereicht/übergeben.

  1. Gestartet 2021
  2. Sammlung beendet
  3. Eingereicht
  4. Dialog
  5. Gescheitert

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Obwohl wir grundsätzlich für sinnvolle (Covid-)Impfungen sind und diese als Apotheker gern aktiv unterstützen, fordern wir Exekutive (Regierung), Legislative (Bundestag) oder die Verwaltungs-Gerichte auf…

  1. Keine Impfpflicht für Kinder oder Jugendliche zu beschließen,
  2. Alles zu tun, um eine allgemeine Impfpflicht in Deutschland zu verhindern,
  3. Ungeimpfte vor Ausgrenzung, Diskriminierung, Diffamierung und Zwangsmaßnahmen zu schützen,
  4. Die Rolle von Apotheken in der Pandemie sinnvoll zu stärken (insbesondere strukturell und finanziell), um auf Überzeugungs-Arbeit und niederschwellige Impf-Angebote für impfbereite Menschen zu setzen.

Begründung
zu 1.

  • Kinder und Jugendliche sind von Covid-19-Erkrankungen nur gelegentlich betroffen (1.1)
  • Die Impfung kann eine Ansteckung (Infektion) nicht sicher verhindern (1.1)
  • Kinder und Jugendliche haben grundsätzlich keinen schweren Verlauf (solche lebensbedrohlichen Verläufe sind gem. RKI die Ausnahme (1.1)).
  • Falls Kinder erkranken, heilt die Erkrankung i.d.R schnell und folgenlos. Long covid (> 4 Wo.) oder Post covid (> 12 Wo.) ist bei Kindern selten ein Problem und gemäß der aktuellen (für Verzerrungen anfälligen Kohorten-) Studien kaum häufiger als in der Kontroll-Gruppe (maximale IRR bei 1,3) (1.2).
  • Risiken: Kinder und Jugendliche sind durch Impf-Nebenwirkungen wie Myokarditis gefährdet. Das Risiko ist zwar mit ca.1:1000 - 1:10000 als selten zu bezeichnen, aber mindestens doppelt so hoch wie bei Ungeimpften. Bei männlichen Jugendlichen ist es deutlich höher und -zumindest potenziell- lebensbedrohlich (1.3).
  • Das Nutzen-Risiko-Verhältnis der Impfung ist bei Kindern schlechter als bei Erwachsenen. Gegenüber Risikogruppen (wie geriatrischen Menschen und Menschen mit bestimmten Grund-Erkrankungen) weitaus negativer (1.1).
  • Eine Impfung aller Kinder und Jugendlichen nutzt ihnen also selbst (unter Berücksichtigung der UAW) bestenfalls wenig und trägt v.a. nicht nennenswert zur Herdenimmunität bei (1.1).
  • Dies ist ein Hauptgrund, warum die STIKO (RKI) das Impfen von Kindern (5-12 Jahre) gegen Covid (mit Ausnahme von Risiko-Gruppen) eben gerade NICHT empfohlen hat (1.1).

zu 2.

  • Eine Covid-Impfung ist in erster Linie ein Selbstschutz. Insbesondere mindert sie das Risiko schwerer oder tödlicher Verläufe (je nach Variante um bis zu 95%). Aber sie schützt nur unzureichend (nur wenig) vor einer Weitergabe des Virus (2.1).
  • Erfahrungen anderer Länder (wie Portugal und Dänemark) legen nahe, dass eine hohe Impfquote (z.B. 90%) nicht die Herdenimmunitäts-Wirkung hat, wie wir sie von anderen Infektionskrankheiten (wie MMR-V) kennen und nicht vor Lockdown-Maßnahmen schützt (2.2).
  • Da die Impfung gegen Covid also v.a. ein Selbstschutz und kaum ein „Akt der Solidarität“ (2.1) ist, sollte vom Grundgesetz (GG) geschützten Menschrechte wie „Freiheitsrechte im Sinne von Artikel 2, 4, 5, 8, 11, 12 GG“ oder „Recht auf Unversehrtheit von Artikel 2 GG“ ohne alternativlos zwingenden Sachzusammenhang nicht vorschnell aufgehoben werden (2.3).
  • Die allgemeine Impfpflicht würde auch diejenigen treffen, die selbst nur sehr geringe Risiken (für schwere Verläufe) der Erkrankung haben (wie den typischen jungen gesunden Erwachsenen (2.4)).
  • Insbesondere für diesen großen (jungen) Teil unserer Bevölkerung (für den asymptomatische Verläufe oder milde bis moderate Verläufe der Erkrankung der Regelfall sind), stellen die Risiken der Impfung eine schlechte oder zumindest fragwürdige Nutzen-Risiko-Korrelation dar. Oder anders: der Schaden kann hier höher als der Nutzen sein (2.5).
  • Erfahrungen aus Schweden deuten darauf hin, dass eine hohe Wildtyp-Immunität (der Genesenen) einen besseren Herdenschutz für die Gesamtbevölkerung bieten könnte als eine Impfung. So trägt auch jeder ungeimpft Wildtyp- (bzw. Varianten) -Infizierte zu einer hohen Riegelungs-Wirkung (Herdenimmunität) in der Pandemie bei (2.6). Zudem hat Schweden eine geringere Letalitätsrate als Deutschland (2.7).

 
zu 3)

  • Diskriminierung von Menschen, die z.T. aus guten Gründen Ihr freies Grund-Recht auf eigenverantwortliche Entscheidungen treffen darf nicht gegen die Grundsätze der Verfassung unterminiert werden. Die Entscheidung zu einer Nichtimpfung kann z.B. gesundheitliche Gründe haben, Angst vor (noch nicht bekannten) Langzeitfolgen der Impfung, religiöse Überzeugungen oder die Zugehörigkeit zu einer politischen oder kulturellen Gruppe (3.1).
  • Diese Überzeugungen sind vom deutschen Gesetz in hohem Maße, u.a. durch das Allgemeine Gleichbehandlungsgesetz (AGG) und das Grundgesetz geschützt. So ist die „Würde des Menschen unantastbar“. Sie dürfen nicht angeprangert, diffamiert, beleidigt oder vom gesellschaftlichen Leben ausgegrenzt werden. Sämtliche Gewalten des Staates haben dafür Sorge zu Tragen, die Unantastbarkeit der Menschwürde gem. Artikel 1 Grundgesetz angemessen zu schützen (3.2).

Begründung

Zu 4)

  • Apotheken können durch ihre täglich über 3 Millionen Patientenkontakte einen wertvollen Beitrag leisten, guten und richtige Argumente für eine Impfung an die Menschen zu tragen, um diese zu überzeugen (4.1).
  • Einige Bundesländer, wie etwa Bremen, haben geschafft, über eine zielgruppenorientierte Ansprache deutlich bessere Impfquoten (ca. 85%, Stand 22.12.2021) zu erzielen (4.2)
  • Apotheken haben im Gegensatz zum Impfzentren und Arztpraxen normalerweise nicht die räumlichen Gegenseiten, Impfungen in den Betriebsalltag der Apotheke zu integrieren. Es braucht daher erweiterte Raumstrukturen, sei es das Anmieten nahegelegener Räume, das Aufstellen von beheizten Zelten oder das Öffnen einer (im Innenbereich) umstrukturierten Apotheke während der sonstigen Ladenschlusszeiten. Hierfür sind aufgrund des erheblichen Raumaufwandes und der zusätzlichen Personalkosten deutlich höhere (Zusatz-)Belastungen und Erst-Investitionen (als z.B. in Arztpraxen) zu erwarten. Eine geeignete, ausreichend hohe Vergütung und die finanzielle Unterstützung beim Auf- und Ausbau von Räumlichkeiten müssen in der Corona-Impfverordnung ausreichend gewürdigt werden (4.1).

Quellen / Belege
1.(1) RKI, Epidemiologisches Bulletin (1/2022, Online-Vorabveröffentlichung): „Wissenschaftliche Begründung der STIKO zur Empfehlung der Impfung gegen COVID-19 bei Kindern im Alter von 5–11 Jahren“ https://www.rki.de/DE/Content/Infekt/EpidBull/Archiv/2022/Ausgaben/01_22_STIKO-Begruendung.pdf?__blob=publicationFile
1.(2) Post COVID‐19 in children, adolescents, and adults: results of a matched cohort study including more than 150,000 individuals with COVID‐19 https://www.medrxiv.org/content/10.1101/2021.10.21.21265133v1.full.pdf und
Lancet: „Illness duration and symptom profile in symptomatic UK school-aged children tested for SARS-CoV-2“ VOLUME 5, ISSUE 10, P708-718, 10,01, 2021 https://www.thelancet.com/journals/lanchi/article/PIIS2352-4642(21)00198-X/fulltext
1.(3) Nature, 09 December 2021 „Myocarditis after COVID-19 mRNA vaccination: clinical observations and potential mechanisms“ https://www.nature.com/articles/s41569-021-00662-w
2.(1) arznei-telegramm Arzneimitteldatenbank. Bewertung Covid-Impfstoffe (m-RNA) https://www.arznei-telegramm.de/db/0wkstxt.php3?art=monoCOVID-19%20mRNA-Impfstoffe&nummer=COVID-19%20mRNA-Impfstoffe&ord=uaw
2.(2) https://www.nd-aktuell.de/artikel/1159772.corona-portugal-geht-in-den-lockdown.html
2.(3) Grundgesetz (Stand: 12/2021): https://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html
2.(4) Langfassung der Leitlinie "SARS-CoV-2 / Covid-19 Informationen und Praxishilfen für niedergelassene Hausärztinnen und Hausärzte " Leitlinie https://www.awmf.org/uploads/tx_szleitlinien/053-054l_S2e_SARS-CoV-2-Covid-19-Informationen-Praxishilfen-Hausaerztinnen-Hausaerzte_2021-12_1.pdf
2.(5) arznei-telegramm Arzneimitteldatenbank. Bewertung Covid-Impfstoffe https://www.arznei-telegramm.de/db/0wkstxt.php3?art=monoCOVID-19%20mRNA-Impfstoffe&nummer=COVID-19%20mRNA-Impfstoffe&ord=uaw
2.(6) Statistisches Bundesamt (statista, 22.12.2021) https://de.statista.com/statistik/daten/studie/1111495/umfrage/fallzahl-des-coronavirus-in-schweden
2.(7) Corona in Zahlen (stand 22.12.2021) https://www.corona-in-zahlen.de/weltweit/schweden/
3.(1) Allgemeines Gleichbehandlungsgesetz (AGG), https://www.gesetze-im-internet.de/agg/BJNR189710006.html
3.(2) Grundgesetz (Stand: 12/2021): https://www.gesetze-im-internet.de/gg/BJNR000010949.html
4.(1) ABDA Geschäftsbericht 2020 https://www.abda.de/ueber-uns/die-abda/jahresbericht/ .
4.(2) RKI: Wöchentlicher Lagebericht Stand 16.12.2021 https://www.rki.de/DE/Content/InfAZ/N/Neuartiges_Coronavirus/Situationsberichte/Wochenbericht/Wochenbericht_2021-12-16.pdf?__blob=publicationFile

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 22.12.2021
Sammlung endet: 21.02.2022
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

Neuigkeiten

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