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Bild zur Petition mit dem Thema: Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge aller Herkunftsstaaten bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge aller Herkunftsstaaten bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens
  • Par : Denise Acker (Helferkreis der Gemeinde Hörgertshausen) en plus
  • A: Joachim Herrmann, MdL, Innenminister Bayern
  • Région: Bayern en plus
    Catégorie: Migration mehr
  • Statut : La pétition a été transmise
    Langue: Allemand
  • En cours de modification
  • 64.184 Unterstützende
    22.356 in Bayern
    Collecte terminée.

Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge aller Herkunftsstaaten bis zum Abschluss ihres Asylverfahrens

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Im Dezember 2016 erließ die bayerische Staatsregierung eine Weisung, Geflüchteten aus Afghanistan, Pakistan und Nigeria keine Arbeitserlaubnis mehr zu erteilen, da sie zur Gruppe derer zählen, die keine positive Bleibeperspektive haben.

Wir ersuchen Herrn Joachim Herrmann, diese Weisung wieder zurückzunehmen und Asylsuchenden aus den vorgenannten Ländern dieselben Rechte zur Aufnahme einer Tätigkeit zuzusprechen wie Asylbewerbern aus anderen Ländern wie Eritrea und Syrien.

Im Regelfall dauert ein Asylverfahren in Deutschland Monate, oftmals sogar Jahre. Es liegt im Interesse aller Beteiligten, diese Zeit für erste Integrationsmaßnahmen zu nutzen und die Geflüchteten an den Arbeitsmarkt heranzuführen.

Unser Asylgesetz basiert auf dem Grundsatz der Einzelfallprüfung. Durch das pauschale Arbeitsverbot für Geflüchtete aus vorgenannten Ländern sehen wir diesen Grundsatz für diese Volksgruppen ausgehebelt.

Rund 50 Prozent aller afghanischen Asylbewerber erhalten nach wie vor ein Bleiberecht in Deutschland, was unserem Verständnis nach einer nicht geringen Bleibeperspektive entspricht.

Raison:

Das deutsche Asylrecht beruht auf dem Grundsatz der Einzelfallprüfung. Dies bedeutet, dass jeder Asylbewerber – ungeachtet seines Herkunftslandes und ungeachtet dessen, wie sein Sicherheitsstatus von den Behörden generell eingestuft wird – im Rahmen eines definierten und meist langwierigen Prozederes seine persönlichen Fluchtgründe vorbringen darf. Danach fällen die zuständigen Behörden eine individuelle Entscheidung über den jeweiligen Asylantrag.

Bezüglich der Aufnahme einer beruflichen Tätigkeit gilt die Regel, dass eine Arbeitserlaubnis nach einer Frist von drei Monaten ab Einreichen des Asylantrags erteilt werden darf. Die Erteilung der Arbeitserlaubnis beruht auf dem Prinzip der Einzelfallprüfung und darf – mit Ausnahme von Menschen aus sicheren Herkunftsländern – grundsätzlich jedem Asylsuchenden erteilt werden. Zu den vorgenannten sicheren Herkunftsstaaten zählen bis heute laut Webseite des Bundesamtes für Migration und Flüchtlinge, kurz BAMF, die Mitgliedsstaaten der EU sowie Albanien, Bosnien und Herzegowina, Ghana, Kosovo, Mazedonien, Montenegro, Senegal und Serbien. Für Asylsuchende aus diesen Ländern, die ihren Asylantrag nach dem 31.8.2015 gestellt haben, gilt ein Arbeitsverbot.

Auch in Bayern wurden die oben ausgeführten Regelungen bis Ende 2016 angewandt. Mit Hilfe ehrenamtlicher Helfer und aufgeschlossener Betriebe wurden in den vergangenen Monaten viele Asylbewerber in Lohn und Brot gebracht. Im Dezember 2016 jedoch erließ die bayerische Staatsregierung eine Weisung, nach der nur noch Geflüchtete mit „positiver Bleibeperspektive” eine Arbeitserlaubnis erhalten sollen. Nicht darunter fallen laut Staatsregierung Asylbewerber aus Afghanistan, Pakistan und Nigeria.

Die Landratsämter in Bayern setzen diese neue Weisung seit Jahresbeginn konsequent um. In der Folge wird Asylbewerbern, die bereits in einem festen Arbeits- oder Ausbildungsverhältnis standen bzw. ein solches in Aussicht hatten, die Arbeitserlaubnis mit sofortiger Wirkung entzogen. Durch diese neue Regelung bleiben alle Betroffenen auf der Strecke:

Allen voran natürlich die betroffenen Flüchtlinge, die sich nach Kräften bemüht haben, unsere Sprache zu lernen und sich mit unseren Werten vertraut zu machen, um arbeiten zu können und dem deutschen Staat nicht auf der Tasche liegen zu müssen. Statt den Integrationswillen und -erfolg durch Arbeit zu fördern, werden Antragsteller zur Untätigkeit verdammt.

Weiterhin bleiben die vielen bayerischen Unternehmer auf der Strecke, die nun nach jahrelanger, erfolgloser Suche nach arbeitswilligen und zuverlässigen Arbeitskräften endlich Unterstützung gefunden hatten und bereit waren, in diese geflüchteten Menschen zu investieren und deren Integration zu fördern. Sie stehen nun plötzlich ohne ihre Mitarbeiter da.

Auf der Strecke bleibt auch der deutsche Steuerzahler, von dessen Geld nun wieder Sozialhilfe gezahlt wird für eine Vielzahl von Personen, die bereits in Lohn und Brot standen, um nicht dem Staat zur Last zu fallen.

Auch auf der Strecke bleiben die vielen ehrenamtlichen Helfer, die seit Monaten und oft zu Lasten der eigenen Familien einen Großteil ihrer Freizeit investieren um den Geflüchteten unsere Sprache, Kultur und Werte näher zu bringen und sie nicht zuletzt bei der Arbeitssuche und den damit verbundenen bürokratischen Hürden zu unterstützen. Ohne ihren unermüdlichen Einsatz wäre seit 2015 in Sachen Integration nichts voran gegangen, da staatliche Strukturen fehlten bzw. bis heute nicht ausreichen. Ihre Bemühungen werden nun durch die bayerische Staatsregierung konterkariert.

Schließlich bleibt auch das deutsche Asylrecht auf der Strecke, nach dem jeder Asylsuchende das Recht auf eine individuelle Prüfung seines Asylantrages hat und nach dem das Verfahren erst nach der finalen Entscheidung als abgeschlossen gilt.

Wenn man bedenkt, dass die Asylverfahren häufig mehrere Jahre andauern und nach wie vor rund 50 Prozent aller afghanischen Asylbewerber mit dem Abschluss ihres Asylverfahrens ein dauerhaftes Bleiberecht in Deutschland zugesprochen wird, kann man die Weisung des bayerischen Innenministeriums nur kontraproduktiv nennen.

Erhalten Asylbewerber aller nicht sicheren Herkunftsländer bis zum Abschluss des Asylverfahrens im Normalfall eine Arbeitserlaubnis, so stärkt dies deren Integration, aber auch den Wirtschaftsstandort Bayern indem bislang nahezu unbesetzbare Arbeitsstellen endlich besetzt werden können. Zu guter Letzt profitieren die deutschen Steuerzahler ebenfalls von der Arbeitserlaubnis auch für Afghanen, Nigerianer und Pakistani. Anstatt Sozialgelder an Geflüchtete auszuzahlen, die in der Lage sind, sich selbst zu finanzieren, können die eingesparten Gelder auf vielfältige Weise anders investiert werden.

Bitte unterstützen Sie mit Ihrer Unterschrift unsere Forderung, Geflüchteten aus allen nicht sicheren Herkunftsländern einschließlich Afghanistan, Pakistan und Nigeria bis zum Abschuss ihres Asylverfahrens wieder eine Arbeitserlaubnis zu erteilen.

Au nom de tous les signataires.

Hörgertshausen, 05/02/2017 (aktiv bis 23/05/2017)


Actualités

Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer, am 31.05.17 haben Susanne Göschl und Dirk Habenschaden vom Helferkreis Asyl der Gemeinde Hörgertshausen im Bayerischen Landtag die Petition „Arbeitserlaubnis für Flüchtlinge aller Herkunftsstaaten bis zum Abschluss ...

>>> Actualités de la pétition


Débat de la pétition

POUR : Arbeitserlaubnis und Asylantrag werden hier keineswegs vermischt. Gerade weil das Asylverfahren in Deutschland sehr lang dauert, sollte es in unserem Interesse liegen, dass die Menschen während dieser Zeit die Erlaubnis erhalten, eigenes Geld zu verdienen. ...

POUR : Menschen, die arbeiten wollen und auch eine Arbeitsstelle gefunden haben nur deshalb einen Strich durch die Rechnung zu machen, weil sie nach Meinung des Landratsamtes aus dem 'falschen' Land kommen, kostet uns alle unnötig viel Steuergelder.. mit welchem ...

CONTRE : Auf gar keinen Fall! Nicht, weil ich nicht möchte, dass Asylbewerber arbeiten - ganz im Gegenteil - sondern weil das Missbrauch Tür und Tor öffnen würde. Die Signalwirkung einer Aussage wie "Ihr dürft in D sofort arbeiten" auf Menschen in den Herkunftsländern ...

CONTRE : Deutschland hat keinen Fachkräftemangel - Unternehmen wollen für gute Qualifikation nicht zahlen. Ältere Arbeitnehmer (ab 50+) der eig. Bevölkerung finden in Deutschland trotz hervorragender Qualifikation und langjähriger Berufserfahrung keinen Job mehr. ...

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