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Bild zur Petition mit dem Thema: Arbeitsplatzsituation Tenneco Edenkoben Arbeitsplatzsituation Tenneco Edenkoben
  • Von: Nicht öffentlich
  • An: Tenneco Edenkoben
  • Region: Landkreis Südliche Wei... mehr
    Kategorie: Wirtschaft mehr
  • Status: Petitionsempfänger hat nicht reagiert.
    Sprache: Deutsch
  • Gescheitert
  • 35 Unterstützende
    Sammlung abgeschlossen

Arbeitsplatzsituation Tenneco Edenkoben

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Sehr geehrter Herr Dr. Reuter, wir beziehen uns auf Ihre Mitarbeiterinformation vom 13.02.2013 und sehen diese als Angebot zu einem notwendigen Dialog, der zum Ziel hat, die anstehenden Probleme gemeinsam zu überwinden. Wir haben eine Liste mit neun Punkten erstellt, die jeder Unterzeichner dieser Petition für erforderlich und sinnvoll erachtet um „ Anstrengungen, auch hinsichtlich neu abzuschließender Betriebsvereinbarungen, nachhaltig zu unterstützen.“ Diese Punkte werden inhaltlich von jedem Signierenden mitgetragen. Leider sahen wir uns gezwungen den Weg einer Petition zu wählen, da es uns im Moment so erscheint, als gäbe es in der Firma keine seriöse, wahrnehmbare Stimme, die das Anliegen der Mitarbeiter vertreten kann. Dies können sie gerne als Misstrauensäußerung gegenüber dem Betriebsrat deuten. Leider herrscht im Betrieb im Moment eine Stimmung vor, die uns fürchten lässt für eine offene Meinungsäußerung abgestraft zu werden. An dieser Stelle von unserer Seite ein herzlichen Dank an Herrn Gretschuskin für seinen Einsatz. Er wird die Unterschriften am Ende erhalten, jedoch weder veröffentlichen noch an die Geschäftsleitung weiterreichen.


Anmerkung Sven Gretschuskin:

Ich habe diese Petition und den entsprechenden Begleittext im Namen der Beschäftigten von Tenneco Edenkoben veröffentlich. Ich arbeite nicht für das Unternehmen Tenneco oder für einen anderen Marktteilnehmer der Branche. Ich stehe den dabei aufgeworfenen Fragen / Forderungen / etc. neutral gegenüber und übernehme keine Verantwortung für die Inhalte.

Begründung:
  1. Bitte schaffen Sie eine Plattform des Dialoges und bieten allen Beteiligten einen geschützten Raum in dem konstruktives Arbeiten möglich ist. Vor der versammelten Belegschaft nach dem Mutigen zu fragen, der vor allen sein Wort erheben mag, ist bei den aktuell üblichen Drohgebärden und Endzeitszenarien unangebracht.

  2. Bitte erklären Sie uns offen und ehrlich, wie die Lage ist. Auf der einen Seite werden auch am Standort EDE Millionenbeträge erwirtschaftet, Partnerstandorte offenbar mitfinanziert und Projekte wohl wegen zu geringer (aber noch immer positiver!) Gewinnmarge abgelehnt, gleichzeitig finanzielle Untergangszenenarien des Standortes entworfen.

  3. Bitte nennen Sie das Kind beim Namen – wir sind nicht dumm und wollen auch nicht hinters Licht geführt werden: Bei der „BV Quali“ wurde niemand systematisch qualifiziert und leider ist unser Vertrauen in diese oder ähnliche BVs verschwunden. Seien sie bitte so ehrlich und nennen die Kostenreduktion für die Stundensätze auch offen so.

  4. Wir fordern als Solidarität mit der allgemeinen Belegschaft eine Deckelung der Gesamtbezüge pro Person (also incl. Firmenfahrzeug, Boni, etc.), geltend für alle Personen, die von Tenneco in Deutschland geführt werden auf 180.000 € / Jahr. Das entspricht einer Entlohnung von 15.000 € / Kalendermonat und ist den Krisenzeiten mehr als angemessen. Sollte eine Nachfolgeregelung für die „BV Quali“ zustande kommen, so gilt die Deckelung der Bezüge so lange wie diese BV und deren Nachfolgeregelungen! Wir sind gerne bereit unseren Teil mitzutragen, erwarten aber auch von unserer Führungsebene, dass diese ihren Teil auch mitträgt.

  5. Wir fordern als Solidarität mit der allgemeinen Belegschaft eine Reduktion der Reisekosten durch leitende Angestellte auf das Niveau der üblichen Belegschaft. Gerade bei Hotelkosten (z.B. max. 150€ / Person und Nacht) oder Flugkosten sind nach unserem Eindruck der gängigen Praxis Einsparpotentiale vorhanden.

  6. Wir fordern als Solidarität mit der allgemeinen Belegschaft das Einziehen der Tankkarten für privat genutzten Geschäftswagen und Erstattung einer Fahrtpauschale im Gegenzug, die der Entfernung von Wohn- zu Arbeitsort gemäß ist. In Krisenzeiten kann das Unternehmen Tenneco nicht die Subventionierung privater Fahrten beibehalten.

  7. Wir fordern ein klares Bekenntnis zur technischen Ausrichtung des R&D-Standortes EDE. Dass ein Unternehmen Gewinn erwirtschaftet ist legitim und auch ein Zeichen für Erfolg bzw. für eine gute Ausrichtung auf dem Markt. Gewinnmaximierung darf allerdings niemals einer technisch notwendigen Investition oder Instandhaltung vorgezogen werden. Ebenso darf weder die Innovationskraft noch der Schutz von Erfinderrechten durch eindimensionale Ausrichtung auf Gewinn beschränkt werden! Dies gefährdet nachhaltig unsere Arbeitsstelle.

  8. Wir fordern ein klares Bekenntnis zum R&D-Standort EDE. Sollte eine Nachfolgeregelung der „BV Quali“ zustande kommen, so wird diese von uns nur mitgetragen, wenn während ihrer Gültigkeitsdauer (und der Gültigkeitsdauer etwaiger Nachfolgeregelungen) für den R&D-Standort Rybnik ein Investitions- und Einstellungsstopp gilt. Ausbau von Kapazitäten muss bei Kooperationsbereitschaft der allgemeinen Belegschaft hier klar belohnt werden.

  9. Wir fordern ein klares Bekenntnis zur Führung des Standortes EDE. Das Management ist nicht in einer reinen Verwaltungspflicht. Wir erwarten umgehend eine klare Vision zu Themen wie Personalentwicklung, Reduktion der Mitarbeiterfluktuation und Stärkung der Teilhabe am Erfolg des Unternehmens. EDE R&D leistet Hilfegesuchen aus aller Welt folge (Indien, Brasilien, China, USA, Australien, etc.) und kann diesen Spitzensupport (der praktisch notwendig ist und entsprechend abgerufen wird) nur durch Spitzenpersonal garantieren. Hier muss dem konzernweiten Rationalisierungsdruck Einhalt geboten werden, gerade auch vor dem Hintergrund der Entwicklung, dass von uns verlangt wird, organisatorische und technische Probleme beim Kunden durch unsere Fähigkeiten abzufangen. Um diese Aufgaben weiterhin bestmöglich erfüllen zu können müssen weitere Professionalisierungsschritte folgen!

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Germersheim, 24.02.2013 (aktiv bis 23.03.2013)


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