Education

Aufbruch statt Chaos: Bildungszukunft für Baden-Württemberg jetzt! Das 21. Jahrhundert wartet nicht.

Petition is directed to
Landtag und Landesregierung von Baden-Württemberg (Petitionsausschus)
896 Supporters 836 in Baden-Württemberg
4% from 21.000 for quorum
  1. Launched 21/12/2020
  2. Time remaining >5 Months
  3. Submission
  4. Dialog with recipient
  5. Decision
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Die baden-württembergische Schulwelt steckt in einer tiefen Krise: Die Corona-Pandemie mit ihren Auswirkungen auf den Schulbetrieb, die verschleppte Digitale Transformation, ein weitverbreitetes und enormes Beharrungsvermögen im System und ein hausgemachter Lehrkräftemangel sind nur die Spitze des Eisbergs. Statt Orientierung zu geben, taumelt die Bildungspolitik im Südwesten ziellos durch die Legislaturperiode. Das Krisenmanagement passt zum Zustand der Schulen: Statt diese zu leistungsstarken und gerechten Schulen des 21. Jahrhunderts zu entwickeln, steht die Kultusministerin auf der Bremse. Das Denken wird dominiert von Vorstellungen, die mit der heutigen Lebensrealität junger Menschen nichts zu tun haben. Während Wirtschaftsunternehmen und ganze Branchen mit riesigen Summen „gerettet“ werden, reißt man in den Schulen die Fenster auf, kauft Fleece-Decken und empfiehlt Schals, Mützen und wollene Unterhosen. Dabei gibt es durch die Schule@Corona seit dem Frühjahr 2020 vielerorts wertvolle Impulse, Initiativen und Entwicklungen, die zeigen, welch enormes Potenzial in unseren Schulen schlummert. Es geht um alles:

  • Wir wollen für jedes Kind im Land die beste Schule! Wir wollen, dass jede einzelne Schule im Südwesten so aufgestellt ist, dass sie beim Deutschen Schulpreis ganz vorne mitspielen kann!
  • Wir wollen für unsere Schulen die besten Lehrer:innen. Diese müssen wir fördern und fordern, unterstützen und wertschätzen, damit sie einen Spitzen-Job machen können!
  • Wir wollen, dass alle jungen Menschen während ihrer Schulzeit ihr Potenzial voll entfalten können und sich so auf die Zukunft vorbereiten. Junge Menschen, die durch die richtige Mischung aus Wissen und Persönlichkeitsentwicklung das Ticket für ein selbstbestimmtes Erwachsenenleben lösen!

Damit dieser Dreisprung, gelingt, fordern wir die verantwortlichen Landespolitiker:innen auf, beste Bildung endlich und dauerhaft als politische Teamleistung abseits von Ressorts und Legislaturperioden anzuerkennen! Und wir fordern, bei den Menschen im Land für Bildung als Investition in die Zukunft zu werben. Der erste Schritt: eine gesamtgesellschaftliche Verständigung, was gute Schule eigentlich ausmacht. Egal ob digitaler Beteiligungsprozess, Bürgerforen oder eine Enquete-Kommission: Es wird Zeit, dass wir gute Bildung als gesellschaftliche Aufgabe gemeinsam definieren! Dafür verlangen wir einen zeitnahen und breit aufgestellten Dialog zu folgenden Fragen:

  • Was gehört zu guter Schule im 21. Jahrhundert, die jedem Kind gerecht wird?
  • Was bedeutet gute Schule für die Zukunft unseres Landes?
  • Wie bringen wir die Erfahrungen der täglich gelebten Schulpraxis effektiv in die Steuerung und (Weiter-)Entwicklung unserer Schulen ein?

Reason

Das bildungspolitische Chaos im Südwesten läuft auf Kosten von rund 1,5 Millionen baden-württembergischen Schüler:innen, deren etwa 120.000 Lehrkräften sowie zahllosen anderen, die zum System Schule gehören (Lehramtsstudierende, Pädagogische Fachkräfte, schulische Mitarbeitende, Aus- und Fortbildner:innen, Eltern etc.). Sie alle werden zum Spielball parteipolitischer Rituale, bei denen mit Bildung Politik gemacht wird – statt Bildungspolitik zu machen. Es geht um Macht, Einfluss und Deutungshoheit, statt um das Wohlergehen und die Zukunft jener, die Schule in Baden-Württemberg tagtäglich leben. Wir sagen: Schluss damit! Schule muss für Schüler:innen da sein – und nicht umgekehrt! In Schulen wird Zukunft gemacht, auch in Baden-Württemberg! Die Politiker:innen im Landtag und in der Landesregierung müssen das endlich als gemeinsame Herausforderung verstehen. Und sie müssen sich den notwendigen, schon lange überfälligen Schritten, mit Elan und Überzeugung widmen und rasch einen umfassenden Beteiligungsprozess starten.

Diese Petition wird von folgenden bildungspolitischen Akteuren und Einzelpersonen als Erstunterzeichnende unterstützt:

  • BLV Verband der Lehrerinnen und Lehrer an Beruflichen Schulen BW,
  • Grundschulverband Landesgruppe BW,
  • GEW Gewerkschaft Erziehung und Wissenschaft BW,
  • Landeselternbeirat BW,
  • Landesschülerbeirat BW,
  • Verein für Gemeinschaftsschulen BW

sowie: Stephanie Aeffner, Volker Arntz, Edgar Bohn, Helga Breuninger, Pascal Broll, Sabine Burkhardt, Sabine-Buchmann-Mayer, Dr. Ulrike Felger, Raphael Fröhlich, Dr. Simon Hassemer, Govinda Hiemer, David Jung, Norbert Kopony, Dr. Ute Kratzmaier, Armin Krieger, Siegfried Lehmann, Lucas Mannherz, Michael Mittelstaedt, Doro Moritz, Jürgen Langer, Konstanze Lochner-Krieger, Laurin Lüssenheide, Susanne Posselt, Susanne Petermann-Mayer, Petra Rietzler, Steffi Rist, Arnt Stumpf, Virág Stumpf, Gunnar Thörmer, Jeanette Tremmel, Jule Tovar, Pauline Tovar, Birgit Zauner

Thank you for your support, Dr. Ulrike Felger from Waldenbuch
Question to the initiator

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News

  • Liebe Unterstützerinnen* unserer Bildungs-Petition!
    Das neue Jahr ist wenige Tage alt und Nanni-Eisenmann regiert weiter im neofeudalen Stil das Kultusministerium BW.
    Kurz vor der Landtagswahl ist es jetzt dringend an der Zeit, die Politik über Parteigrenzen hinaus aufzufordern, sich das Thema Bildung endlich auf die Fahnen zu schreiben. Nicht als Sonntagsreden oder Feigenblatt, sondern als Zukunftsaufgabe für unser Land, die nur im Teamplay gemeister werden kann.
    Wir bitten Euch deshalb, unsere Petition zu unterstützen und sie über Eure Netzwerke breit zu verteilen. Kindergarten, Klassenpflegschaft, Sportverein oder Krabbelgruppe - bitte werbt dafür, dass sich möglichst viele Menschen unserer Forderung anschließen:
    Wir wollen den Bildungsaufbruch... further

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Why people sign

  • 6 hours ago

    Ich bin Gymnasiallehrer in Baden-Württemberg und sehe mit Grauen, wie weit wir bei der Digitalisierung hinterherhinken. WLAN und Bildschirme in jedem Raum ist inzwischen überall selbstverständlich, nur nicht in unseren Schulen. Jeder McDonald, Starbucks und Busbahnhof bieten eine bessere digitale Infrastruktur als unsere Schulen. Wir brauchen Austauschplattformen für SchülerInnen, Lehrpersonal und Eltern, sowie eine hauptamtliche EDV-Kraft an jeder Schule und nicht einen Kollegen, der für 2-3 Stunden Ersatz ein gesamtes Netzwerk betreuen soll.

  • Not public Neuenstein

    9 hours ago

    Weil ich seit 20 Jahren drei Kinder durch das System gebracht habe und noch bringe und permanente Reformationen der Reformationen des Bildungswesens erlebt habe, wobei die nächste die vorherige jeweils verschlimmbessert hat.

  • Nadine Kaiser Ludwigsburg

    22 hours ago

    Weil ich Lehrerin an einer GMS bin.

  • Holger Flink Weil am Rhein

    2 days ago

    Weil ich selbst zwei Kinder habe 12, 14. Weil kein einheitliches Konzept bis jetzt ausgearbeitet wurde und auch die Chance, die Lehrpläne vernünftig anzupassen vertan wurde. Es wurde alles verschlafen, obwohl man genug Zeit gehabt hätte.

  • Not public Friolzheim

    2 days ago

    Weil ich schon jetzt Defizite bei der Versorgung meiner Jungs (14 und 17) mit dem notwendigen Wissen und der Vorbereitung auf die Mittlere Reife sehe.

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