Seit September 1999 sorgt Familie Le mit ihrem Lebensmittelgeschäft "Lekr" an der Ecke Hufeland-/Bötzowstraße für die Nahversorgung des Kiezes. Trotz mehrerer großer Geschäfte im unmittelbaren Umfeld, hat sich dieser kleine charmante Laden über all die Jahre gehalten.

Besonders sonntags ist der "Lekr" für viele Familien "die letzte Rettung", wenn z.B. etwas in der Küche fehlt oder endlich Zeit für einen kleinen Einkauf ist. Nun muss nach einer Anordnung des Ordnungsamtes Pankow der Laden am Sonntag geschlossen bleiben. Der Sonntag ist aber der umsatzstärkste Tag im "Lekr". Wenn es bei diesem Verbot bleibt, besteht die Gefahr, dass der Laden dauerhaft schließen muss.

Wenn ihr auch für die Aufhebung des Verkaufsverbots am Sonntag für den Lekr, unterzeichnet bitte diese Petition. Das zuständige Amt für Umwelt und öffentliche Ordnung des Bezirks Pankow, aber auch die BVV sowie Bezirksbürgermeister Sören Benn werden aufgefordert, Lösungen zu finden, die dem Wunsch der unterzeichnenden Bürger entsprechen.

Begründung

Grund für das Sonntagsverkaufsverbot sind die gesetzlichen Vorgaben zum Ladenschluss. Insbesondere die Religionsfreiheit und Arbeitnehmerrechte spielen hier eine Rolle. Schon in Art. 139 der Weimarer Verfassung, der gemäß Artikel 140 GG Bestandteil des Grundgesetzes ist, heißt es: „Der Sonntag und die staatlich anerkannten Feiertage bleiben als Tage der Arbeitsruhe und der seelischen Erhebung gesetzlich geschützt."

Die Gesetze zum Ladenschluss regeln die Zeiten, in denen in Verkaufsstellen Kundengeschäfte getätigt werden dürfen. Unter den Begriff der Verkaufsstellen fallen Läden aller Art, Tankstellen, Apotheken und standortfeste Stände, die gewerblich Waren verkaufen. Die Ladenöffnungsgesetze gelten dagegen nicht für Unternehmen, die Dienstleistungen anbieten, wie z.B. Restaurants, Gastwirtschaften, Großhandelsbetriebe etc.

An Sonn- und Feiertagen dürfen zudem Geschäfte geöffnet haben, die sich z.B. in Bahnhöfen befinden. Unter Berlinern sind diese ein Vollsortiment anbietenden Bahnhofsgeschäfte, z.B. am Ostbahnhof, eine gute Möglichkeit, alle Waren des täglichen Bedarfs einkaufen zu können.

Der Laden von Familie Le ist ein Familienbetrieb. Herr und Frau Le betreiben das Geschäft alleine, es gibt keine Angestellten. Familie Le würde als Ausgleich für die Erlaubnis, am Sonntag zu öffnen, auch einen Tag in der Woche schließen.

Wenn ihr den "Lekr" weiterhin auch am Sonntag geöffnet sehen möchtet, unterzeichnet bitte diese Petition. Vielen Dank für die Unterstützung auch in Namen der Familie Le.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Stefan Gehrke aus Berlin
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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützer der Petition,

    gestern Nacht ist die Zeichnungsfrist für die Petition zur Aufhebung des Sonntagsverkaufsverbots für den Lekr abgelaufen. Innerhalb von drei Wochen haben 2.875 Menschen mit ihrem Namen für die Petiton gezeichnet.

    Heute habe ich diese nun an den Petitionsausschluss des Berliner Abgeordnetenhauses weiter geleitet. Zugleich habe ich den Pankower Bezirksbürgermeister Sören Benn um einen Termin zur Übergabe der Unterschriftenlisten gebeten. Sobald hier ein Termin vorliegt, werde ich Sie unterrichten, so dass Sie ggf. teilnehmen können.

    So viel für heute. Weitere Information können Sie auch meiner letzten Mail entnehmen.

    Nochmals vielen Dank für die Unterstützung, besonders auch im Namen der Familie Le.

    Ihr Nachbar Stefan Gehrke

  • Liebe Unterzeichner der Petition für den Lekr Lebensmittelmarkt im Bötzowkiez,

    noch fünf Tage, dann wird unsere Petition am Sonntag um 23.59 Uhr geschlossen. Wir haben das Ziel von 2.222 Unterstützern schon weiter überschritten und das ist ein großer Erfolg. Aber machen Sie bitte trotzdem noch Werbung für die gute Sache. Fragen Sie Nachbarn und Freunde, Verwandte und Bekannte, ob sie nicht auch unterzeichnen möchten. Entweder hier - online - oder live im Lekr. Die Unterschriftenlisten liegen noch bis Samstag dort aus.

    Je mehr wir sind, desto stärker sind wir!

    Was geschieht dann am Montag? Das Ergebnis der Petition wird weiter geleitet an den Petitionsausschuss des Berliner Abgeordnetenhauses. Dort muss man sich mit dem Thema beschäftigen. Wir versuchen, dass die Petition an einen Abgeordneten aus unserem Wahlkreis gegeben wird.

    Gleichzeitig werden wir den Pankower Bezirksbürgermeister Sören Benn vom Ergebnis der Petition unterrichten und um einen zeitnahen Termin zur Übergabe der Unterschriften bitten. Falls es zu einem solchen Termin kommt, werden wir Sie unterrichten, damit Sie ggf. dabei sein können. Denn auch hier zählt: Je mehr, desto stärker.

    Des Weiteren haben wir eine Eingabe an die BVV Pankow formuliert, die von der SPD Pankow aufgegriffen wurde und nun noch feingeschliffen wird. Diese soll dann im Januar in die Versammlung eingebracht und diskutiert werden. Diese Eingabe soll erreichen, dass familiengeführte Verkaufsstellen an Sonn- und Feiertagen öffnen dürfen sofern diese Verkaufsstellen einen anderen Tag in der selben Kalenderwoche als Ruhetag wählen. Zudem soll sich das Bezirksamt gegenüber dem Senat für eine Novellierung des Berliner Ladenöffnungsgesetzes dahingehend einzusetzen, dass der Bedarf von Anwohnerinnen und Anwohnern sonntags ähnliche Berücksichtigung findet wie der Bedarf von Touristen und somit die in §4 des Ladenöffnungsgesetzes definierte Beschränkung auf den Verkauf spezifischer Warengruppen gestrichen wird.

    Wir planen zudem eine Veranstaltung, auf der Politiker/innen, betroffene Ladeninhaber/innen, Verbandsvertreter/innen und andere das Thema diskutieren und hoffentlich Lösungsvorschläge erarbeiten können. Denn eine Änderung des Ladenschlussgesetzes in Berlin werden wir nicht von einem Tag auf den anderen hinbekommen. Aber wir müssen ja auch im Sinne der Betroffenen eine schnelle Lösung finden. Wir werden Sie zu dieser Veranstaltung rechtzeitig einladen.

    Ich möchte Ihnen abschließend für Ihre Beteiligung und Ihr großes Engagement danken. Viele von Ihnen (insgesamt knapp 400 über den Nachmittag) waren am vergangenen Sonntag beim Dankes-Glühwein vorm Lekr und haben rege miteinander diskutiert. Nach Angaben von Herrn Le sind 93 Liter Glühwein und Kinderpunsch getrunken worden. Beeindruckend!

    Für die, die nicht am Sonntag dabei sein konnten, möchte ich einen kurzen Teil meiner kleinen Ansprache hier wiedergeben. Denn die von allen gewünschte Lösung, dass der Lekr sehr zeitnah sonntags wieder öffen darf, kann ich nicht versprechen.

    Wenn es also länger dauert als wir oder Familie Le es sich wünschen, können wir selber Einfluss darauf nehmen, welche Geschäfte in unserem Kiez überleben:

    Wenn wir die kleinen Buchhandlungen, Bäckereien, die noch selber backen, Weinhandlungen, Spielwarenläden, Optiker, Metzger, Floristen, das Geschäft für Kinderbekleidung und den samstäglichen Markt behalten wollen, müssen wir dort einkaufen! Und zwar auch in der Woche und auch, wenn es ein paar Cent teurer sein sollte als im Internet, im Baumarkt oder im Filial-Supermarkt.

    Wir haben es in der Hand, wie unser Kiez aussieht!

    Zum Ende dieses langen Briefes noch ein Link zur Sendung zibb des rbb, die gestern (Dienstag) über den Lekr berichtet hat:
    www.rbb-online.de/zibb/archiv/20181120_1830/supermarkt.html

    Noch einmal vielen Dank an Sie alle auch und besonders im Namen der Familie Le vom Lekr!

    Mit nachbarschaftlichen Grüßen,
    Stefan Gehrke

Pro

Die Familie Le hat sich bewusst dafür entschieden, am Sonntag offen zu haben. Das macht ökonomisch Sinn, denn gerade dann sind klassische Supermärkte geschlossen, Alltagsdinge werden dann hier gekauft. Für die Kunden ist das am Sonntag hilfreicher als am Montag – für Familie Le rentabler. Die Sonntagsöffnung ist ein ganz zentraler Punkt des Geschäftsmodells. Eine Abschaffung würde den Verdienst der Familie schmälern. Es sollte bewusst der Sonntag offen bleiben dürfen. Wie Familie Le ihren Freizeitausgleich organisiert, muss sie selbst unter Abwägung von Kosten-Nutzen entscheiden dürfen.

Contra

Ich schätze den Laden und sehe aber auch, dass Familie Le 7 Tage die Woche rund um die Uhr im Laden steht. Viele Menschen kaufen dort die kleinen Dinge zwischendurch, etwa die Sonntagsbrötchen, die beim Samstageinkauf im Supermarkt vergessen wurden. Doch grundsätzlich gilt: wenn die Ladenöffnungszeiten am Sonntag weiter aufgeweicht werden, werden vor allem die kleinen Kiez-Läden die Verlierer dieser Liberalisierung sein. Daher zielt die Initiative in die falsche Richtung.