Der Deutsche Bundestag möge beschließen, dass es zu einer vollständigen Prüfung aller von der "United States Air Force", von Deutschland aus, ausgeführten Drohneneinsätze kommt. Der Untersuchungsbericht soll der Bevölkerung frei zugänglich gemacht werden und ggf. zu rechtlichen Konsequenzen für die USA führen, sollten Tote durch Drohnenangriffen zu beklagen sein, die von Deutschland aus oder über Deutschland als Verbindungsknoten erfolgten.

Begründung

Die passive Beteiligung an einem, von Deutschland aus oder über Deutschland als Verbindungsknoten geführten, Drohnenkrieg stellt ein völkerrechtliches Delikt dar. Es wird ohne Gerichtsverfahren getötet und dabei sterben nicht nur sog. "Zielpersonen" sondern auch Zivilisten, eine solche Praxis ist nicht zu dulden und ein demokratischer Rechtsstaat, wie Deutschland, sollte sich daran weder aktiv noch passiv Beteiligen. Daher kann der "United States Air Force" nicht gestattet werden Drohnenangriffe von Deutschland aus zu befehlen oder weiterzuleiten. Eine Untersuchung ist daher angebracht und muss zwingend zu Konsequenzen führen (etwa Sanktionen gegen die United States Air Force") .

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Neuigkeiten

  • Pet 3-18-05-06-008111

    Außenpolitik


    Der Deutsche Bundestag hat die Petition am 24.11.2016 abschließend beraten und
    beschlossen:

    Die Petition der Bundesregierung – dem Auswärtigen Amt – zu überweisen.

    Begründung

    Mit der Petition wird gefordert, dass es zu einer vollständigen Prüfung aller von der
    "United States Air Force" von Deutschland aus ausgeführten Drohneneinsätze kommt.
    Der Petent fürchtet die passive Beteiligung Deutschlands an einem Drohnenkrieg der
    USA dadurch, dass er von Deutschland aus geführt oder Deutschland dabei als
    Verbindungsknoten dienen würde. Dies stelle ein völkerrechtliches Delikt dar. Es
    werde ohne Gerichtsverfahren getötet und Zivilisten kämen zu Schaden. Eine
    Untersuchung darüber sei daher angebracht. Der Untersuchungsbericht solle dann der
    Bevölkerung frei zugänglich gemacht werden und gegebenenfalls - falls Todesfälle zu
    beklagen wären - zu rechtlichen Konsequenzen (z. B. Sanktionen) gegenüber den
    USA führen.
    Zu dieser als öffentliche Petition zugelassenen Eingabe sind 9 Diskussionsbeiträge
    und 609 Mitzeichnungen eingegangen.
    Der Petitionsausschuss hat der Bundesregierung Gelegenheit gegeben, ihre Haltung
    zu der Eingabe darzulegen. Zu dem vorgetragenen Anliegen wurde zudem am
    27. April 2016 ein erweitertes Berichterstattergespräch mit Vertretern der
    Bundesregierung – dem Auswärtigen Amt (AA) – geführt.
    Unter Berücksichtigung der Stellungnahmen der Bundesregierung und dem
    Berichterstattergespräch vom 27. April 2016 sieht das Ergebnis der parlamentarischen
    Prüfung folgendermaßen aus:
    Die amerikanische Regierung hat auf deutsche Nachfrage hin versichert, dass
    bewaffnete unbemannte Luftfahrzeuge von Deutschland aus weder gesteuert noch
    befehligt werden. Auch in intensiven vertraulichen Gesprächen der Bundesregierung
    mit der amerikanischen Regierung am 15. Januar 2015 wurde von amerikanischer

    Seite versichert, dass Einsätze von unbemannten Luftfahrzeugen in Afrika nicht von
    Deutschland aus gesteuert oder durchgeführt würden. Sämtliche Entscheidungen über
    Einsätze unbemannter Luftfahrzeuge im Kommandobereich von U.S. AFRICOM durch
    die US-Regierung würden durch die US-Regierung in Washington getroffen.
    Die Bundesregierung hatte dessen ungeachtet bereits 2014 der US-amerikanischen
    Regierung einen Fragenkatalog übermittelt, der sich auf eine mögliche Beteiligung von
    in Deutschland stationierten amerikanischen Streitkräften sowie ihren
    Vertragsunternehmen an bewaffneten Einsätzen unbemannter Luftfahrzeuge bezieht.
    Die Beantwortung dieses Fragenkataloges steht noch aus.
    Daher hält der Petitionsausschuss es – im Sinne des vorgebrachten Anliegens – für
    angebracht, die Petition der Bundesregierung – dem Auswärtigen Amt – zu
    überweisen, um alle weiteren Bemühungen des Auswärtigen Amtes zu unterstützen,
    eine Antwort der US-Regierung zum Fragenkatalog hinsichtlich der Beteiligung
    amerikanischer in Deutschland stationierter Streitkräfte an Einsätzen unbemannter
    Luftfahrzeuge zu erhalten.
    Der von den Fraktionen DIE LINKE. und BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN gestellte Antrag,
    die Petition der Bundesregierung – dem Auswärtigen Amt – zur Erwägung zu
    überweisen und den Fraktionen des Deutschen Bundestages zur Kenntnis zu geben,
    ist mehrheitlich abgelehnt worden.

    Begründung (PDF)

  • am 08.06.2017

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.