Wer den Trailer zum Film "Elternschule" gesehen hat, der hat zumindest einmal schwer geschluckt. Ja, Schlafentzug ist Folter, Eltern sein ist anstrengend und Unterstützung holen ist super. Wenn Hilfe jedoch bedeutet, Kinder zum Essen zu zwingen, schreien zu lassen, ihre Seelen zu brechen, dann kann dies nicht angehen.

Erziehungs-Erfolg zu verkaufen, weil Kinder aufgeben und aus Angst kooperieren, ist wie einem Hungernden Müll zu geben und zu sagen, es schmecke scheinbar, weil er es isst.

Kinder sind bis zu einem bestimmten Alter/Entwicklungsschritt kognitiv nicht in der Lage zu manipulieren, sie weinen nicht, damit Mama sich schlecht fühlt, sie schreien, damit es ihnen selbst besser geht. Sie essen nicht, weil sie ärgern wollen, sie haben ein anderes Problem, dass sie so manifestieren und was sich nicht ändert, indem sie zum Essen gezwungen werden.


Haben Sie dabei im Hinterkopf:

Artikel 1 Grundgesetz (1) Die Würde des Menschen ist unantastbar. Sie zu achten und zu schützen ist Verpflichtung aller staatlichen Gewalt. (2) Das Deutsche Volk bekennt sich darum zu unverletzlichen und unveräußerlichen Menschenrechten als Grundlage jeder menschlichen Gemeinschaft, des Friedens und der Gerechtigkeit in der Welt.

§ 1631 Abs. 2 BGB Kinder haben ein Recht auf gewaltfreie Erziehung. Körperliche Bestrafungen, seelische Verletzungen und andere entwürdigende Maßnahmen sind unzulässig.


Ich fordere daher, den Film nicht mehr auszustrahlen (sei es im Kino, TV oder bei YouTube etc.) um Eltern nicht weiter zu suggerieren, dass solch eine Art der Therapie gerechtfertigt ist und um als Werbemaßnahme für Präventivprogramme der Klinik genutzt zu werden.

Anschließend sollte geprüft werden, ob diese Art der Therapie überhaupt zulässig ist, denn sie nutzt psychische und physische Gewalt gegenüber Schutzbefohlenen.


Ich bitte jeden, sich kritisch mit der Klinik und den Behandlungsmethoden auseinander zu setzen und die kritischen Stimmen anzuhören, nicht nur die angeblichen Behandlungserfolge.

U.a. haben sich dazu geäußert:

  • Dr. med. Herbert Renz-Polster (Kinderarzt und Buchautor): www.kinder-verstehen.de/mein-werk/blog/die-elternschule-geht-weiter/

  • Katia Saalfrank: www.facebook.com/story.php?story_fbid=2005890232796692&id=225407937511606

  • Priv. Doz. Dr. med. Karl Heinz Brisch (Univ.-Prof. Dr. med. an der Paracelsus Medizinische Privatuniversität Salzburg, Facharzt für Kinder- und Jugendpsychiatrie und Psychotherapie, Psychiatrie und Psychotherapie, Psycho-omatische Medizin und Psychotherapie, Nervenheilkunde, Psychoanalytiker für Kinder, Jugendliche, Erwachsene und Gruppen, spezielle Psychotraumatologie für Kinder, Jugendliche und Erwachsene. Er leitet die Abteilung Pädiatrische Psychosomatik und Psychotherapie an der Kinderklinik und Poliklinik im Dr. von Haunerschen Kinderspital der Ludwig-Maximilians-Universität München)


Ja, ich habe den Film in voller Länge gesehen.

Begründung

Eltern und Schutzbefohlene müssen zusammenhalten FÜR die Kinder, nicht gegen sie.

Die Würde des Menschen ist unantastbar. Kinder sind gleichwertige Menschen wie wir Erwachsenen und verdienen, dass man sich für die Wahrung ihrer Würde einsetzt, wenn ihre Stimme nicht gehört wird.

Einschätzung & Stellungnahme des Deutschen Kinderschutzbundes e.V.: www.dksb.de/index.php?id=207

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Lena Mandler aus Schöffengrund
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Pro

Als ehemaliges Heimkind (1980er-Jahre) habe ich selbst erlebt, wie hilflos und ohnmächtig man sich fühlt, wenn man solchen Formen von struktureller / institutioneller Gewalt ausgeliefert ist. Eine Zeit lang kann man sich als Kind brav und gehorsam verhalten, auch wenn die eigene Persönlichkeit brutal unterdrückt wird. Doch irgendwann kommt der psychische Zusammenbruch und das Trauma bricht in voller Härte durch. Ich weiß aus eigener Erfahrung, was für einen Leidensweg das bedeutet. So einen Weg möchte ich anderen Kindern gerne ersparen, deshalb meine Unterstützung für diese Petition.

Contra

Bisher hat den Film noch niemand sehen können, außer den Personen, die bei der Premiere anwesend waren, da er erst am 11.10.2018 in die Kinos kommt und die Petition somit auf Mutmaßungen und der Bewertung eines einzelnen Trailers basiert.

Warum Menschen unterschreiben

  • Nicht öffentlich Mönchengladbach

    vor 10 Min.

    Um Kinder vor Ttaumatisierung zu schützen

  • vor 10 Min.

    Ich bin dafür, die Würde und Bedürfnisse von Babies und kleinen Kindern ebenso zu achten, wie die von uns Erwachsenen. Der gezeigte Trailer hat mir bereits deutlich gezeigt, dass hier ein krass anderes Verhältnis zu Kindern propagiert wird. Althergebrachte Schreckensbilder vom drohenden „kindlichen Tyrannen“, den es konsequent zu verhindern gilt, nehmen hier viel Raum ein. Dass liebevolle Zuwendung, Respekt und Anerkennung positiven Verhaltens erheblich zu einer gelingenden Eltern-Kind-Beziehung beitragen jedoch nicht!

  • vor 11 Min.

    Weil Kinder hilfsbedürftig sind und geschützt werden müssen.

  • vor 14 Min.

    Es geht um unsere Kinder...wir begleiten sie und es ist unsere Verantwortung sie zu schützen. Dieser Film ist einzig Strafe und Gewalt und gehört vernichtet.

  • vor 17 Min.

    Weil der Film verboten gehört. So darf man mit keinem Kind umgehen!

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