Die Stadt Wiesbaden möchte ein neues Leistungs- und Zuschussmodell für die Nachmittagsbetreuung von Grundschulkindern etablieren. Dabei sollen Öffnungszeiten, Umfang der Ferienbetreuung und der einheitliche Halb- und Ganztagsplatz für alle von der Stadt geförderten Träger angeglichen werden.

Ausschüsse und Stadtparlament in Wiesbaden sollen kurzfristig über ein neues Zuschussmodell für die Grundschulkinderbetreuung entscheiden, dessen endgültiger Entwurf noch nicht vorliegt, das aber bereits zum 01.08.18 in Kraft treten soll.

Wir sehen in den bislang geplanten Vorgaben der Verwaltung für die Grundschulkinderbetreuungen u.a. folgende Probleme:

  • Deutliche Verteuerung für viele Eltern (v.a. deren Kinder bislang nicht 5 Tage/Woche betreut wurden und/oder keine 9 Wochen Ferienbetreuung in Anspruch genommen haben) --> unsozial!

  • Mangelnde Flexibilität erschwert es, pädagogisch wertvolle Angebote orientiert am tatsächlichen Bedarf der Eltern kosteneffizient fortzuentwickeln --> Die Grundschulkinderbetreuung darf nicht nur „Verwahrung“ werden

  • Abkehr vom Beschluss des Stadtparlaments vom 18.05.2017, gemäß dem der bedarfsgerechte Ausbau sicherzustellen ist und der dafür erforderliche finanzielle Mehrbedarf bei den Haushaltsplanungen zu berücksichtigen sein soll --> „Einfrieren“ der Anzahl der Betreuungsplätze mit Zeitpunkt des Inkrafttretens würde bedarfsgerechtes Angebot verhindern!

  • Kalkulationen der Verwaltung erlauben dauerhaft keine tarifgerechte Entlohnung der Fachkräfte --> würde Personalfindung und Qualitätsentwicklung der Grundschulkinderbetreuung nachhaltig erschweren

Begründung

Wir wollen ein Zeichen setzen, dass das Thema den Wiesbadener Familien am Herzen liegt und nicht an Ihrem Bedarf vorbei entschieden werden sollte:

Das zuständige Dezernat, zuständige Ausschüsse und das Stadtparlament der Landeshauptstadt Wiesbaden werden daher aufgefordert, das neue Zuschussmodell für die Grundschulkinderbetreuung nicht wie derzeit geplant übereilt zu verabschieden!

Das Zuschussmodell möge im Dialog mit den Trägern zu einem zukunftsfähigen, an Bedarf und pädagogischer Qualität orientiertem Konzept im Interesse von Kindern und Eltern fortentwickelt werden. Der weitere bedarfsgerechte Ausbau muss gewährleistet sein und darf nicht von unrealistischen Bedingungen abhängig gemacht werden.

Sabine Wiegand

(Der Wiesbadener Kurier berichtete, z.B. www.wiesbadener-kurier.de/lokales/wiesbaden/nachrichten-wiesbaden/nachmittagsbetreuung-an-vielen-wiesbadener-grundschulen-koennten-die-kosten-drastisch-steigen_18648198.htm)

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Sabine Wiegand aus Wiesbaden
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  • Liebe UnterstützerInnen dieser Petition,

    vielen herzlichen Dank für die zahlreiche und schnelle Unterstützung.

    Hier eine kurze Zusammenfassung, was mit der Petition geschehen ist:

    Sowohl dem "Sozialausschuß" (Ausschuss für Soziales, Gesundheit, Integration, Kinder und Familie), als auch dem "Schulausschuß" (Ausschuss für Schule, Kultur und Städtepartnerschaften) hatte ich die Petitionsforderung vor den entsprechenden Sitzungen zukommen lassen und nachdrücklich ans Herz gelegt. Um Ihre/Eure Meinung zum Tragen kommen zu lassen hatte ich - in anonymer Form - eine Liste aller Kommentare hinzugefügt. Jedes einzelne Ausschußmitglied sollte sich der Tragweite seiner Entscheidung auf Sie/Euch, auf die einzelnen Eltern, Kinder und Betreuuer, bewußt sein.

    Wie die meisten der betroffenen Eltern wohl bereits wissen wurde dem Entwurf mit einigen Änderungen zugestimmt. Diese sollen den Übergang zum geplanten Modell für die Eltern weniger hart gestalten. Die Ausgestaltung des Modells an sich wurde im Prinzip beibehalten.

    Es bleibt nach wie vor die Frage, ob eine über ganz Wiesbaden vereinheitlichte Kinderbetreuung tatsächlich notwendig ist, und ob eine flexiblere und individuellere Ausgestaltung den modernen Lebens- und Arbeitszeiten nicht eher entsprechen würde.

    Auf jeden Fall noch einmal vielen Dank,
    sonnige Grüße,
    Sabine Wiegand

    * Die Betreffszeile ist leider individuell einstellbar. Wenn man annimmt, dass die Petition durchaus dazu beigetragen hat, die Übergangsregelungen zu definieren, kann dies als "zum Erfolg beigetragen" gewertet werden.

Pro

Noch kein PRO Argument.

Contra

Noch kein CONTRA Argument.