Noch 13 Tage

Berlin-Reinickendorf, Ollenhauerstraße: Kahlschlag aller 116 Straßenbäume für Luxus-Straßen-Neubau?

Petition richtet sich an:
Bezirksamt Reinickendorf & Bezirksverordnetenversammlung

7.182 Unterschriften

100 %
3.448 von 2.200 für Quorum in Berlin Reinickendorf Berlin Reinickendorf

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch 13 Tage
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Petition richtet sich an: Bezirksamt Reinickendorf & Bezirksverordnetenversammlung

Ab Oktober 2026 sollen alle 116 Bäume in der Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße gefällt werden, damit die gesamte Straße ab 2027 für bis zu 19,5 Mio. € komplett neu gebaut werden kann.

Ich fordere ein Moratorium (einen Aufschub) der Umsetzung der vorliegenden Neubau-Planungen des Bezirksamtes Reinickendorf, um im Rahmen einer Umplanung folgende bisher nicht beachtete Aspekte in diese Planungen einzubeziehen:

1.     Erhalt aller gesunder Bäume und Nachweis für die Fällung kranker Bäume durch Offenlegung eines unabhängigen Baumgutachtens
2.     Deutliche Verdichtung des vorhandenen Baumbestandes durch Ersatzpflanzung der bereits 39 fehlenden Bäume (siehe Geoportal Berlin[i]) und Neupflanzungen weit über den vorhandenen Bestand hinaus
3.     Beachtung aller Vorschriften des Berliner Klimaanpassungsgesetzes[ii] vom 7.11.2025, insbesondere der dortigen §§ 6 und 9
4.     Hitzeschutz für v.a. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen jetzt, nicht erst in ca. 45 Jahren, wenn die neuen Bäume groß sein könnten
5.     Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende insbesondere vor Straßenkreuzungen und Einfahrten durch Führung des Radstreifens in weitgehend durch Trennelemente geschützter Form durchgehend auf der jeweils rechten der drei vorhandenen Richtungsfahrbahnen (wie auf dem Foto sichtbar)
6.     Sofort wirksames Regenwassermanagement zur Vorsorge bei Starkregenfällen und Trockenzeiten
7.     Mitplanung einer später zu verwirklichenden, zweigleisigen Straßenbahntrasse
8.     Deutliche Reduzierung der Baukosten von bis zu 19,5 Mio Euro durch weitgehenden Erhalt der bisherigen Straßenanlage und damit keine Verschwendung von Steuergeldern

Die vorliegenden Pläne (abrufbar auf der Website des SGA Reinickendorf[iii]) haben eine bereits längere Vorlaufzeit. Nach Informationen aus dem Bezirksamt Reinickendorf sind an den Planungsarbeiten nur die Institutionen der Polizei Berlin, der Berliner Feuerwehr, der BVG und der Berliner Wasserbetriebe „beteiligt“ worden. Die Anwohnerschaft ist über die fertigen Pläne im Oktober 2024 in einer öffentlichen Veranstaltung informiert, jedoch nicht beteiligt worden. Inwieweit Anregungen, die im Beteiligungsportal mein.Berlin.de eingegeben worden waren, bei den Planungsarbeiten berücksichtigt worden sind, ist nicht erkennbar.

Das Bezirksamt behauptet, die Pläne seien als gefundener Kompromiss optimal und alternativlos.
Dies kann nicht richtig sein. Denn in weiten Abschnitten der Ollenhauerstraße ist seit 2023/24 eine sehr gute Alternative als Modell für den gesamten Straßenzug bereits verwirklicht, bei der sowohl der Radverkehr sicherer geführt würde, als in den Plänen vorgesehen, als auch die Bäume erhalten werden könnten.

[i] https://gdi.berlin.de/viewer/main/?MAPS={"center":[386700.2780993527,5825135.25305763],"zoom":9}&LAYERS=[{"id":"hintergrund_default_grau","visibility":true,"transparency":0},{"id":"baumbestand:strassenbaeume","visibility":true,"transparency":0}]
[ii] https://www.berlin.de/sen/justiz/service/gesetze-und-verordnungen/2025/ausgabe-nr-33-vom-20112025-s-541-568.pdf
[iii] https://www.berlin.de/ba-reinickendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/strassenbau/artikel.1495312.php

Begründung

Mich macht es betroffen,

  • dass im Bezirksamt Reinickendorf schon wieder (nach dem Streit um den Neubau der Senheimer Straße in Frohnau) Bäume als Kann-weg-Verfügungsmasse gesehen werden, um grundsätzliche Umgestaltungen des Straßenraums vorzunehmen. Die Bäume in der Ollenhauerstraße sind im Durchschnitt ca. 47 Jahre alt. Ersatz-Bäume werden den Klimaschaden, der nach Fällung der vorhandenen Bäume z.B. durch deren Verbrennung entsteht, erst dann wieder ausgeglichen haben, wenn sie so groß wie die ursprünglichen sein werden. Ob und wann dies unter extremeren Klimabedingungen der Fall sein wird, weiß heute niemand. Deshalb stellt der Erhalt der Bäume ein unmittelbares Ziel für den Klimaschutz allgemein und für den Hitzeschutz in der Straße dar.
  • dass Radfahrende mit der vorliegenden Planung zwar weitgehend vom Kfz-Verkehr abgeschirmt fahren dürfen, vor Kreuzungen jedoch – für Kraftfahrzeug-Fahrende sehr unvermittelt – wieder auf den Fahrbahnen auftauchen müssen. Dies ist ein Szenario, was allzu häufig zu schlimmen Unfällen zu Lasten der Radfahrenden führt. Diesem Argument will sich das Bezirksamt bisher nicht stellen. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende ist offensichtlich nicht vorgesehen.
  • dass in der Planung des Bezirksamtes aufscheint, dass die Bäume wegen der neuen Radwege gefällt werden müssten. Viele Radfahrende wollen dies nicht. Eine einfache Alternative ist überwiegend bereits Realität. Bei genauerem Plan-Studium wird klar, dass der weitgehend vorhandene niveaugleiche Radweg durch die Schaffung von Dauerparkplätzen in beiden Fahrtrichtungen verdrängt werden soll, sodass dieser nun auf die Linie der bestehenden Bäume verlegt werden soll, wodurch die Bäume fallen müssen. Die Ollenhauerstraße ist aber in erster Linie eine Durchgangsstraße, also eine Fahr- und keine Parkstraße. Die seit 2024 ausgewiesene temporäre Parkmöglichkeit auf der jeweils mittleren Fahrspur dürfte weiterhin genügen. Andere Lösungsmöglichkeiten für das Halten und auch Parken von Kfz sind denkbar. Aber es kann nicht sein, dass das Parken von Kraftfahrzeugen, also der sogenannte „ruhende Verkehr“ Vorrang vor der Verkehrssicherheit von Radfahrenden und vor dem Erhalt der Straßenbäume bekommt.
  • dass in den vorliegenden Plänen keine Trasse für eine zukünftige Straßenbahn vorgesehen ist. Der Senat hat schon vor Jahren (Herbst 2021) bei der Deutschen Bahn die „Aufweitung“ der Brücke der Kremmener Bahn über die Ollenhauerstraße zur Durchführung von Straßenbahnen beantragt. Die DB arbeitet an entsprechenden Plänen. Sollten die Senats-Pläne für eine Straßenbahn vom Kurt-Schumacher-Platz nach Wittenau verwirklicht werden, müsste die Ollenhauerstraße wieder ganz umgestaltet werden. Die jetzt zu investierenden Gelder wären dann weitgehend vernichtet. Das wäre kein redlicher Umgang mit Steuergeldern.
  • dass zu Lasten der öffentlichen Finanzen kostengünstigere Neubau-Varianten nicht zum Zuge kommen.

Kostengünstiger Bauen wäre möglich
o  mit einem Verzicht auf die Baumfällungen und Ersatzpflanzungen (geschätzte Kosten pro Baum: mind. 7000 Euro),
o  mit einem Verzicht auf die Verschiebung des Alleestreifens Richtung Mitte, womit wohl auch umfangreiche Umlegungen von unterirdischen Leitungen entfallen dürften,
o  mit einem Verzicht auf die Verschiebung der Fahrbahnen um jeweils 70 cm zur Straßenmitte,
o  mit einer Radwegeführung auf der vorhandenen rechten Fahrbahn über die ganze Länge des Neubauabschnittes

Die Neubaupläne liegen als Bauplanungsunterlage bereits vor. Zur Zeit werden wohl Detailplanungen vorgenommen. Im Lauf des Jahres 2026 werden die Ausschreibungen und die Vergabe an Straßenbaufirmen stattfinden. Die Baumfällungen starten voraussichtlich am 1. Oktober 2026, die Baumaßnahmen im 1. Quartal 2027. Deshalb ist es jetzt dringend geboten, für das Moratorium einzustehen und zu werben.

Thomas Rost für die Initiative Ollenhauerstraße

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Initiative Ollenhauerstraße, Berlin
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 12.01.2026
Sammlung endet: 10.09.2026
Region: Berlin Reinickendorf
Kategorie: Verkehr

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Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Unser Endspurt bis zur Petitionsübergabe läuft.

    Bitte kommt zahlreich zu unserer nächsten Baum-Mahnwache in die Ollenhauerstraße.

    Zeit: Samstag, den 29.08.2026 von 11 bis 12 Uhr
    Treffpunkt: Ollenhauerstraße 122 vor Kaufland
    Abschluss: Kundgebung auf dem Kurt-Schumacher-Platz, Süd-West-Ecke der Straßen-Kreuzung von ca. 12 bis max. 13 Uhr

    Bitte mitbringen: Baum-Plakat, Warnweste, Trillerpfeife und gute Laune

    Ein neuer Presse-Artikel ist erschienen und kann aufgerufen werden unter https://buntes-reinickendorf.de/veranstaltungen/bi-ollenhauerstrasse/

    Ich freue mich, viele oder noch mehr von euch zu sehen.

    Herzliche Grüße
    Thomas Rost
    für die Ini Ollenhauerstraße

  • Liebe Unterstützerinnen und Unterstützer!

    Nur eine kurze Erinnerung:
    Morgen um 11 Uhr ist es wieder so weit: Wir stellen uns für eine Stunde an die Bäume in der Ollenhauerstraße, die - Stand heute - nur noch bis in den kommenden Oktober leben werden.
    Treffpunkt: Ollenhauerstraße 122 vor Kaufland
    Abschluss kurz nach 12 Uhr auf dem Kurt-Schumacher-Platz bis max. 13 Uhr.

    Bitte mitbringen:
    ein selbst gestaltetes Plakat mit euren Anliegen zum Baumerhalt, Warnweste, Trillerpfeife, gute Laune und Entschlossenheit

    Bis morgen!

    Herzliche Grüße
    Thomas Rost
    für die BI Ollenhauerstraße

  • Liebe Mit-Petentinnen und Mit-Petenten!

    Die heiße Sommerflaute ist nun auch für uns vorbei.
    Entscheidende Wochen stehen für unser gemeinsames Anliegen bevor:

    • Die letzte BVV-Sitzung der ausgehenden Legislaturperiode findet am 9. September 2026 um 17 Uhr im Rathaus Reinickendorf statt.
    • Die Berlin- und Bezirkswahlen gibt es am 20. September 2026.
    • Die Baumfällungen in der Ollenhauerstraße sind für Oktober 2026 angekündigt und sollen auch nicht um wenigstens zwei Monate verschoben werden.

    Seit meiner letzten Rund-Mail ist unsere Petition deutlich gewachsen. Heute hat sie knapp 6400 Unterschriften erreicht.
    Herzlichen Dank für alle neuen Unterschriften und für Ihre bzw. eure verschiedensten Bemühungen, für Unterschriften zu werben!
    Herzlich willkommen allen Neulingen auf dieser Plattform!

    Dass wir nun schon ziemlich viele sind, die unsere Ziele unterstützen, wollen wir ab kommenden Samstag noch mehrere Male öffentlich zeigen und Druck machen in Reinickendorf und ganz Berlin.

    Unser kleines BI-Team ruft alle in dieser großen Runde, die es einrichten können und als wichtig erachten, zur Teilnahme an folgenden Aktionen auf:

    BAUM-MAHNWACHEN in der Ollenhauerstraße und anschließenden KUNDGEBUNGEN:

    • am 22.08.2026 von 11 bis max. 13 Uhr: Treffpunkt vor Kaufland, Ollenhauerstraße 122, Abschluss auf dem Kurt-Schumacher-Platz
    • am 29.08.2026 von 11 bis max. 13 Uhr: Treffpunkt vor Kaufland, Ollenhauerstraße 122, Abschluss auf dem Kurt-Schumacher-Platz
    • am 05.09.2026 von 11 bis max. 13 Uhr: Treffpunkt und Abschluss-Ort werden noch bekannt gegeben

    Bitte bringen Sie, bitte bringt dazu ein selbst gestaltetes Pappschild mit Ihrem bzw. eurem Anliegen, dazu eine gelbe oder orangefarbene Warnweste und Trillerpfeifen oder andere Geräte mit, mit denen wir auf uns aufmerksam machen können. Vom Orga-Team werden Flyer zum Weiterverteilen an Passant*innen und auch Unterschriftenlisten zur Petition (Stifte bitte mitbringen!) ausgegeben.

    Wir stellen uns verteilt an die Bäume der Straße, versuchen mit Passant*innen, die zu Fuß, per Fahrrad oder Auto unterwegs sind, ins Gespräch zu gehen. Bisher war diese Form der Öffentlichkeitsarbeit sehr erfolgreich.

    KUNDGEBUNG MIT PETITIONS-ÜBERGABE an Bürgermeisterin Demirbüken-Wegner
    am Mittwoch, den 9. September 2026 von 16 bis 17 Uhr vor dem Rathaus Reinickendorf, Antony-Platz
    Für diese Aktion wünschen wir uns, dass wir so viele Menschen wie möglich sind, um unser Anliegen allen Politiker*innen in Bezirksamt und BVV Reinickendorf eindrucksvoll deutlich zu machen.

    Auch zu diesem Anlass sind die "Zutaten" wie zu den Baum-Mahnwachen willkommen.
    Frau Bürgermeisterin hat zugesagt, die Petition um 16:50 Uhr, also kurz vor Beginn der BVV-Sitzung entgegenzunehmen.
    Im Anschluss an diese Kundgebung können Sie, könnt ihr - soweit die Zuschauerplätze reichen - an der öffentlichen Sitzung der BVV teilnehmen und v.a. beobachten, wie die Bezirksamtsmitglieder in der ersten Stunde der Sitzung auf unsere Einwohneranfragen reagieren und die Parteienvertreter*innen in der BVV sich dazu stellen.

    Alle Aktionen werden bei der Polizei angemeldet und von ihr geschützt.
    Die Berliner Presse wird ebenfalls informiert.

    Warum übergeben wir die Petition am 9. September?
    An diesem Tag ist die letzte Möglichkeit, politisch bei den direkt Verantwortlichen öffentlich vorzusprechen.
    Außerdem wollen wir den Verantwortlichen noch bis zu den Wahlen am 20. September die Möglichkeit bieten, den MUT AUFZUBRINGEN, für die fatale Straßenbauplanung doch noch einen STOPP zu setzen und damit zu beweisen,

    • dass sie die Sorgen vieler Menschen in Reinickendorf ernst nehmen,
    • dass sie veränderte Notwendigkeiten im politischen Handeln und damit auch beim Planen von Straßenbauprojekten wahrnehmen,
    • dass sie mit unser aller Steuergeld sparsam umzugehen bereit sind und
    • dass sie Fürsorge und Weitblick zugunsten möglichst aller Reinickendorfer*innen beweisen.

    Weil es nicht gewiss ist, dass es einen Stopp der Baumaßnahmen wirklich geben wird, wird die Petition über den 9. September hinaus weiterlaufen.

    Was wir als BI im negativen Fall weiter unternehmen werden, um v.a. die Baumfällungen rechtzeitig zu stoppen, planen wir derzeit. Sie bzw. ihr werdet darüber informiert und eingebunden.

    So weit für heute!
    AUF IN DEN NEUSTART ZUM ERHALT DER BÄUME IN DER OLLENHAUERSTRASSE!

    Mit herzlichen Grüßen und großer Zuversicht
    Thomas Rost
    für die BI Ollenhauerstraße

Bäume sind grüne Lungen für uns alle Es ist erwiesen, dass die Temperatur dadurch merklich gesenkt wird Besonders wichtig in Großstädten

Immer alles Alte erhalten wollen ist doch kein Argument! Diese uralte Straße endlich mal grundlegend zu erneuern, endlich breite und sichere Radwege anzulegen, verdient meine volle Unterstützung. Wenn dafür alte Straßenbäume gefällt werden müssen, für die an anderer Stelle neue Bäume gepflanzt werden, ist das akzeptabel. Daher sehe ich diese Petition als rückwärtsgewandte, Fortschritt und Verbesserung von Lebensqualität verhindernde Initiative an.

Warum Menschen unterschreiben

Angesichts der immer deutlicher sichtbaren Folgen des Klimawandels halte ich es für absurd, CO² -Speicher abzuholzen und große, schattenspendende Straßenbäume zu entfernen

Es passt nicht mit Klimawandel

Verkehrswende!

Lasst die Bäume stehen!

Die Erhaltung der alten Baum Struktur muss zwingend für ein kühleres Stadt Klima erhalten bleiben. Die Neubepflanzung wurde mind. zwanzig Jahre brauchen um ein ähnliches Ergebnis zu erzielen.

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