Berlin-Reinickendorf, Ollenhauerstraße: Kahlschlag aller 116 Straßenbäume für Luxus-Straßen-Neubau?

Petition richtet sich an
Bezirksamt Reinickendorf, Abteilung Straßen- und Grünflächenamt (SGA)

3.337 Unterschriften

100 %
2.399 von 2.200 für Quorum in Berlin Reinickendorf Berlin Reinickendorf

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  1. Gestartet Januar 2026
  2. Sammlung noch > 9 Wochen
  3. Einreichung
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung
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Neuigkeiten

05.05.2026, 05:38

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AUFRUF ZUR BAUM-MAHNWACHE IN DER OLLENHAUERSTRASSE AM 19.05.2026, 17 bis ca. 18 Uhr
 
Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition!

Unsere Petition liegt – Stand 05.05.2026 – bei ca. 3300 Unterschriften.
Großer Dank an alle in dieser Runde!

DIE BÄUME STEHEN NOCH! ABER …
es gibt derzeit keine Anzeichen dafür, dass sie die kommende Fäll-Periode ab 1. Oktober 2026 überleben werden.
Deshalb rufen wir alle auf, denen die Bäume am Herzen liegen, am 19.05.2026 von 17 bis ca. 18 Uhr an einem der 116 Bäume in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen, dass er dem Neubau der Ollenhauerstraße wird weichen müssen, wenn die Pläne dafür nicht geändert werden. 

Bitte kommen Sie, ausgestattet mit einem selbst gestalteten Papp-Schild und möglichst gelber oder orangefarbener Warnweste um ca. 16:45 Uhr zum Treffpunkt vor der Staatlichen Münze Berlin, Ollenhauerstraße 97, 13403 Berlin!
„Übernehmen“ Sie dort einen der 116 Bäume und halten Sie dann an „Ihrem“ Baum eine Mahnwache für die geplante Zeit! Von uns werden Sie vorher noch mit Flyern ausgestattet, die Sie an Passantinnen und Passanten verteilen können, falls Sie ins Gespräch kommen sollten.

Die ganze Aktion ist bei der Polizei angemeldet und wird von ihr geschützt.

Wenn Sie entschlossen sind, mitzumachen, wäre es für uns sehr hilfreich, wenn Sie uns dies zeitnah bis spätestens Montag, den 18.05.2026 per E-Mail an bi_ollenhauer@vodafonemail.de mitteilen würden.
Im Anschluss an die Mahnwache werden wir vor der Staatlichen Münze eine Pressekonferenz veranstalten, um über unsere Aktion und die weiteren Schritte zu informieren. Auch dazu sind Sie herzlich eingeladen.
 
Was ist der Stand der Dinge?
Am 20.04.2026 hatten drei Mitglieder unserer Initiative endlich ein Gespräch mit dem seit März 2026 zuständigen Bezirksstadtrat, Herrn Sebastian Pieper. Er ließ uns unser Anliegen in freundlicher Atmosphäre ausführlich vortragen, beschied aber dann, dass er die Pläne nicht ändern lassen werde, weil der Bezirk nur im Auftrag des Verkehrs-Senats handele und ihm von dort die Hände gebunden seien. Außerdem könne er nicht verantworten, dass bewilligte Gelder nicht ausgegeben werden.

Unsere Schlussfolgerung:
Wir müssen nun eine Etage höher gehen und die Verkehrs-, Klima- und Umwelt-Senatorin, Frau Ute Bonde einbeziehen, was wir mit dem heute abgesandten Offenen Brief eingeleitet haben. Dieser Brief liegt diesem Aufruf hier zur Ansicht bei. Die darin genannten weiteren Adressaten sind ebenfalls schon informiert.
Ein weiterer Adressat wird demnächst Finanzsenator Ewers sein, dem wir aufzeigen wollen, dass es bei der Ollenhauerstraße deutliche Einsparmöglichkeiten gibt, die den Berliner Landeshaushalt um Millionen-Beträge entlasten könnten.

Drücken Sie uns bitte weiterhin die Daumen!
Informieren Sie weitere Bekanntenkreise!
Schreiben Sie selbst an die Verantwortlichen (Mail-Vorlage + Mail-Adressen siehe letzter Aufruf)!

Thomas Rost
Für die Initiative Ollenhauerstraße


21.04.2026, 06:09

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Sehen wir uns heute Abend um 18.00 Uhr vor der Staatlichen Münze Berlin (Ollenhauerstraße 97)?
Das würde uns sehr freuen! 

An alle, sowohl diejenigen, die heute an der Demo teilnehmen, aber auch an diejenigen, die heute nicht dabei sein können, haben wir folgende Bitte:
Möglicherweise hilft eine direkte Ansprache der politisch Verantwortlichen von vielen Bürger:innen mehr als wir vielleicht denken. Lasst es uns ausprobieren! 
Deshalb sendet bitte selbst eine E-Mail an die politisch Verantwortlichen im Senat und im Bezirksamt Reinickendorf. Anbei findet ihr ein Musterschreiben, das Interessierte auch auf www.rad-reinickendorf.de finden.

Hier die E-Mail-Adressen:
Bezirksbürgermeisterin Emine Demirbüken-Wegner
emine.demirbueken-wegner@reinickendorf.berlin.de

Bezirksstadtrat Sebastian Pieper
sebastian.pieper@reinickendorf.berlin.de

Senatorin für Mobilität, Verkehr, Klimaschutz und Umwelt
sen@senmvku.berlin.de

Finanzsenator Stefan Evers
buero@stefan-evers.de

Vielen Dank für eure Unterstützung und bis später - bitte mit Warnweste und Trillerpfeife - wir wollen gut sichtbar und hörbar sein!

Mathias Adelhoefer und Thomas Rost
für die Initiative Ollenhauerstraße


13.04.2026, 13:36

Hier kommt der Rest des leider abgeschnittenen Aufruf-Textes:

Angesichts dieser Unklarheiten betrachten wir es immer mehr als unverantwortlich, zum jetzigen Zeitpunkt die Steuer-Millionen in der Ollenhauerstraße zu verbuddeln.
ALLE PLÄNE AB IN DIE SCHUBLADE!
Als Zwischenlösung kann, wenn wirklich notwendig, eine einfache Sanierung der Fahrbahndecke in ihrer vorhandenen Lage vorgenommen werden.
Berlin hat wahrlich Not an wichtigeren Stellen.

Thomas Rost
Für die Initiative Ollenhauerstraße


13.04.2026, 13:23

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition!

Unsere Petition liegt – Stand 13.04.2026 – bei deutlich über 3150 Unterschriften. Für Reinickendorf ist das Quorum seit zwei Wochen erreicht. Großer Dank an alle in dieser Runde!

Die Osterferien sind vorbei. Mit unserem Vorhaben kann es nun weitergehen.
UND DIE BÄUME STEHEN NOCH!
Damit dies so bleibt, braucht es Überzeugungsarbeit, Öffentlichkeit und politischen Druck, damit die Verantwortlichen in Verkehrssenat, Bezirksamt und BVV Reinickendorf endlich einzulenken beginnen.

Gemeinsam mit dem Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf in Changing Cities e.V. und dem ADFC Reinickendorf lädt die Initiative Ollenhauerstraße zur
zweiten Fahrrad-Demo am 21.04.2026 um 18 Uhr ein.
Unser Motto:    
OLLENHAUERSTRASSE:
LASST DIE BÄUME STEHEN! KEIN HOCHBORD-RADWEG MIT BAUM-KAHLSCHLAG!

Start: Vorplatz der Staatlichen Münze Berlin, Ollenhauerstraße 97, 13403 Berlin
Wir fahren unter Polizeischutz die Ollenhauerstraße runter (Richtung Süden), rauf und nochmal runter.
Ziel: Ecke Scharnweberstraße/Ollenhauerstraße
Wer es örtlich und zeitlich einrichten kann, möge daran teilnehmen, möglichst ausgestattet mit gelber oder orangefarbener Warnweste und Trillerpfeife oder Ähnlichem. Dann sind wir besser zu sehen und zu hören.

GROSSER DANK AN DIE CA. 80 RADFAHRENDEN, DIE BEI DER ERSTEN DEMO MITGERADELT SIND!
 
Was ist der Stand der Dinge?

Die Ini Ollenhauerstraße hat seit Oktober 2025 bis heute trotz vielfacher Anfragen immer noch keinen Gesprächstermin bei den zuständigen Bezirksstadträt*innen erhalten.

Bei der Akteneinsicht gemäß IFG (Informationsfreiheitsgesetz) am 12.03.2026 ist uns nur eine extra für uns zusammengestellte Akte vorgelegt worden.
Es fehlten u.a. neben einigen Sitzungsprotokollen …
·       die Ergebnisse der Baumuntersuchung, die am 18.04.2021 angewiesen worden war,
·       ein Baugrundgutachten, was Ex-Stadträtin Schrod-Thiels Aussage belegen könnte, dass die Not im Straßen-Untergrund stecke. (Siehe Antwort zur Drucksache 2744/XXI, BVV Rdf.),
·       ein verkehrstechnisches Gutachten mit u.a. aktuellen Verkehrszählungen.
·       eine vergleichende Baukosten-Berechnung für die drei in Erwägung gezogenen Bau-Varianten,

Erkenntnisgewinne aus der Akteneinsicht sind folgende:
·       Planerisch wurden offensichtlich drei Varianten bearbeitet: Variante 1 mit Hochbordradweg und Baumfällungen, Variante 2 mit niveaugleichem Radweg auf der Fahrbahn ohne und Variante 2.1 mit Baumfällungen,
·       Bezirksamt Reinickendorf und Senatsverkehrsverwaltung favorisierten wohl von Anfang an den Hochbordradweg, dem alle Bäume zum Opfer fallen (Variante 1). Aber erst im Erläuterungsbericht zur fertigen Bauplanungsunterlage (BPU) vom 16.02.2024 wird ein Grund für die Entscheidung pro Var. 1 genannt: Er sei billiger als die Radwegeführung der anderen Varianten, weil er keine dicke Unterfütterung brauche.
·       Für diesen undefinierten Sparbetrag wird auf eine gerade Linienführung und eine einheitliche Breite der Radwege und damit auf mehr Sicherheit für Radfahrende (insbesondere an Knotenpunkten und Einfahrten), auf Klimaschutz jetzt und auf Hitzeschutz in der Straße für Jahrzehnte verzichtet.
·       Praktisch für Straßenplaner: Der Hochbord-Radweg bekommt die „Reste“ des Straßenquerschnitts. Das bedeutet, dass er an zahlreichen Engstellen der Ollenhauerstraße (nicht nur an Haltestellen!) auf 1,30 m Breite reduziert wird.

Interessant: Die Komplett-Rodungen werden von Verkehrs-Senatsseite positiv gewendet. Es sei doch zielführender, jetzt die durchwegs als geschädigt bewerteten Bäume „in einem Aufwasch“ durch klimaresilientere Sorten zu ersetzen, als dies nach und nach in den Folgejahren zu bewerkstelligen.
Dass die Bäume durchwegs als geschädigt bewertet wurden, ging aus keinem Aktenblatt hervor. Und wer weiß schon genau, welche Baumarten klimaresilient sein werden? Die Baumschule Lorberg z.B. listet als sog. „Zukunftsbäume“ u.a. mehrere Spitzahornsorten auf. Im Neubauabschnitt der Ollenhauerstraße stehen bereits 82 solche Spitzahorne (Acer platanoides)!

Aber es gibt noch weitere, wichtige ungeklärte Fragen:
·       Was ist mit der Straßenbahn, mit der Brücke der Kremmener Bahn, mit dem Aufwand und den Kosten der Umlegung von unterirdischen Leitungen?
·       Warum wird der seit Ende 2023 auf weiten Teilstrecken vorhandene, durchaus praktikable Radweg in den Plänen total ignoriert?
·       Was ist eigentlich so schlecht am Zustand der Straße im Vergleich zu anderen Straßen Reinickendorfs?

Angesichts dieser Unklarheiten betrachten wir es immer mehr als unverantwortlich, zum jetzigen Zeitpunkt die Steuer-Millionen in der Ollenhauerstraße zu verbuddeln.
ALLE PLÄNE AB IN DIE SCHUBLADE!

Als Zwischenlösung kann, wenn wirklich notwendig, eine einfache San


18.03.2026, 08:16

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Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition!

Mit dieser Mitteilung möchten wir an die bereits hier in der Petition angekündigte Fahrrad-Demo erinnern:

Fahrrad-Demonstration in der Ollenhauerstraße
am Montag, den 23. März 2026, Start um 18.00 Uhr

Die Fahrrad-Demo ist polizeilich angemeldet und steht unter dem Motto

„Verkehrswende endlich auch in Reinickendorf:
Mehr Sicherheit für Radfahrende und keine Baumfällungen in der Ollenhauerstraße!“

Veranstalter ist das Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf in Changing Cities e.V., unterstützt vom ADFC Reinickendorf und von der Ini Ollenhauerstraße.

Start und Ziel: Vorplatz der Staatlichen Münze Berlin, Ollenhauerstraße 97, 13403 Berlin
Wir fahren unter Polizeischutz zweimal die Ollenhauerstraße rauf und runter und machen insgesamt fünf Zwischenkundgebungen:

Erster Durchlauf:
1. Ollenhauerstr. 105 (Höhe Takko)
2. Ollenhauerstr. 9-13 (Höhe Motor Company)
3. Ollenhauerstr./Lindauer Allee
Zweiter Durchlauf:
4. Ollenhauerstr./Auguste-Viktoria-Allee
5. Ollenhauerstr. 24A (Höhe Bushaltestelle, Friseur)

Tragt bitte nach Möglichkeit – auch zur eigenen Sicherheit! – gelbe oder orangefarbene Warnwesten und bringt Trillerpfeifen oder Ähnliches mit! Dann sind wir besser zu sehen und zu hören.

Wir freuen uns, viele von euch bzw. von Ihnen am 23. März zu treffen.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Rost für die Ini Ollenhauerstraße



06.03.2026, 10:39

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner dieser Petition!

„Das Straßen- und Grünflächenamt ist Eigentümer der Bäume und anordnende Behörde und muss keine Fällgenehmigung erteilen.“

Dieser Satz (Hervorhebung von mir) stammt wörtlich aus der schriftlichen Antwort des Bezirksamtes Reinickendorf vom 24.02.2026 auf die Einwohneranfrage Drucksache 2981/XXI.

Der Inhalt dieses Satzes mag formal seine Richtigkeit haben.
Aber ist es nicht so, dass das Straßenland mit seinen Bäumen Allgemeingut ist, das vom Bezirksamt im Interesse der Öffentlichkeit in Obhut verwaltet wird?
Hier von Eigentum zu sprechen, klingt zumindest in meinen Ohren nach einer gewissen Anmaßung.

Langer Rede kurzer Sinn:
Das Bezirksamt lehnt bis jetzt ein Moratorium zugunsten einer Umplanung des Neubaus der Ollenhauerstraße ab. Und im Mobilitätsausschuss der BVV Reinickendorf konnte in der vergangenen Woche ebenfalls keine Mehrheit für ein Moratorium gefunden werden.

Wegen der Ablehnung eines Moratoriums, wegen der offenen Fragen und der unzureichenden Begründungen für die geplante Baumaßnahme wollen wir in die Öffentlichkeit gehen:

Wir rufen zur Teilnahme an einer Fahrrad-Demonstration in der Ollenhauerstraße
am Montag, den 23. März 2026 um 18.00 Uhr auf.

Die Initiative Ollenhauerstraße bittet hiermit alle im großen Kreis dieser Petition, an dieser Demonstration teilzunehmen, wohl wissend, dass sogar Unterzeichnerinnen und Unterzeichner aus anderen Ländern und Kontinenten hier versammelt sind. Aber wer es örtlich und zeitlich einrichten kann, der möge daran teilnehmen.

Die Fahrrad-Demo ist polizeilich angemeldet und steht unter dem Motto

„Verkehrswende endlich auch in Reinickendorf:
Mehr Sicherheit für Radfahrende und keine Baumfällungen in der Ollenhauerstraße!“

Veranstalter ist das Netzwerk Fahrradfreundliches Reinickendorf in Changing Cities e.V., unterstützt vom ADFC Reinickendorf und von der Ini Ollenhauerstraße.

Start und Ziel: Vorplatz der Staatlichen Münze Berlin, Ollenhauerstraße 97

Wir freuen uns, viele von euch bzw. von Ihnen am 23. März zu sehen und damit zeigen zu können, dass viele Menschen mit der Planung des Bezirksamtes nicht einverstanden sind.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Rost für die Ini Ollenhauerstraße


09.02.2026, 06:03

Liebe Unterzeichnerinnen und Unterzeichner unserer Petition!

Mit dem heutigen Tag ist unsere Petition vier Wochen online und wurde von Ihnen allen schon unterzeichnet.
Wir haben bereits über 2400 Unterschriften in so kurzer Zeit erreicht.
Das ist ein großer Erfolg, den Sie alle nicht nur durch Ihre Unterschrift, sondern auch durch Ihr Weitersagen erzielt haben.
Dafür möchte ich mich heute im Namen der Initiative Ollenhauerstraße sehr herzlich bedanken.

Unsere Forderungen kennen Sie ja bestens.
Aber das Bezirksamt Reinickendorf ist derzeit offensichtlich noch nicht bereit, in Richtung des von uns geforderten Moratoriums einzulenken, auch wenn in der BVV-Sitzung am 14.01.2026 aus dem Munde der inzwischen zurückgetretenen Stadträtin Schrod-Thiel zu hören war, „dass sich ändernde Gegebenheiten – gerade im rechtlichen Bereich – also, dass sie sich eignen, noch mal das Ganze zu überprüfen.“ (Auszug aus der Antwort von Stadträtin Schrod-Thiel auf die Zusatzfrage des Bezirks-Verordneten Jens Augner zu seiner Anfrage „Baumfällungen für den Umbau der Ollenhauerstraße – was sagt das Baumgutachten?“ – Drucksache 2941/XXI, nachzuhören auf www.youtube.com/watch?v=SJXPoYmTH1A ab 1:38:00)

Deshalb hat die Initiative zwischenzeitlich so einiges unternommen, um unseren Forderungen Nachdruck zu verleihen:
Auf einer Pressekonferenz am 23.01.2026 haben wir zusammen mit den unterstützenden Verbänden die Presse und interessierte Besucherinnen und Besucher über unsere Forderungen informiert.
Daraus entstanden verschiedene Artikel, die am 25.01.2026 in der Berliner Morgenpost, am 28.01.2026 im Tagesspiegel (Newsletter Reinickendorf und Druckausgabe Reinickendorf) sowie am 29.01.2026 in der Reinickendorfer Allgemeinen Zeitung (RAZ) erschienen sind und das Thema Ollenhauerstraßen-Neubau und unsere Forderungen dazu in die Öffentlichkeit getragen haben, wofür wir sehr dankbar sind.
Für die bevorstehende BVV-Sitzung am 11.02.2026 haben wir mehrere Einwohneranfragen eingereicht, die unter den Tagesordnungspunkten Ö 3.5, Ö 3.7, Ö 3.9, Ö 3.11 auf der Website der BVV Reinickendorf einsehbar sind (bvv-reinickendorf.berlin.de/pi-r/to010_r.asp?SILFDNR=7379&TOLFDNR=65351&BES=1#beschluss).
Wer Interesse an der BVV-Sitzung hat, kann entweder als Zuschauer in die Sitzung kommen oder die Sitzung im Livestream (www.youtube.com/channel/UCB0dSJe3sdwCyENzFixSCDw) verfolgen. Die Einwohnerfragestunde findet von 17 bis 18 Uhr statt.
Außerdem haben wir verschiedene Anfragen an die zuständige Senatsverwaltung MVKU sowie ans Abgeordnetenhaus Berlin gerichtet.

Denn einige Aussagen von Vertreter*innen des Bezirksamtes Reinickendorf sind sehr irritierend, so z.B.:
• Das Mobilitätsgesetz Berlin verlange die Neuaufteilung des Straßenquerschnitts, wie in den Plänen ausgeführt, und damit die Fällung aller Bäume.
• Es liege eine Ausnahmegenehmigung für die Baumfällungen vor, sodass Fällgenehmigungen nicht erforderlich seien.
• Es sei auch kein Baumgutachten notwendig. Der Artenschutz sei hier nicht maßgeblich.
• Die Stadtentwicklungspläne Verkehr würden für die Ollenhauerstraße wesentlich höhere Entwurfsparameter vorgeben als für einfache Bezirksstraßen.
• Die Kosten für die Fällung und Ersatzpflanzung der Bäume würden im Gesamtprojekt keine Rolle spielen.

Aus unserer Sicht hat das Bezirksamt Reinickendorf eine ausführliche Erklärungsschuld, um diese bisher nur behaupteten Aussagen auch zu belegen. Bürgergerechte Informationspolitik sieht unserer Meinung nach anders aus.

Wenn Sie uns weiter unterstützen wollen, bitte ich Sie, die Petition in noch nicht „erschlossene“ Bekanntenkreise weiterzuleiten und dadurch für unsere Sache zu werben. Insbesondere sind weitere Unterschriften aus Berlin-Reinickendorf erwünscht, um das von OpenPetition rechnerisch ermittelte Quorum von 2200 Unterschriften aus unserem Bezirk zu erreichen.
Wir halten Sie auf dem Laufenden.

Mit freundlichen Grüßen
Thomas Rost für die Initiative Olle



13.01.2026, 08:09

1. Zwei Ergänzungen in Forderung Nr. 5:
a) "und Einfahrten" - fehlte beim Übertrag aus unserem Entwurf
b) "(wie auf dem Foto sichtbar)" - zur visuellen Erläuterung nach Hochladen des Fotos

2. Mein Name am Ende der Petition: "Thomas Rost für die Initiative Ollenhauerstraße" - war bisher nicht sichtbar.


Neuer Petitionstext:

Ab Oktober 2026 sollen alle 116 Bäume in der Ollenhauerstraße zwischen Reinickes Hof und Kögelstraße gefällt werden, damit die gesamte Straße ab 2027 für bis zu 19,5 Mio. € komplett neu gebaut werden kann.

Ich fordere ein Moratorium (einen Aufschub) der Umsetzung der vorliegenden Neubau-Planungen des Bezirksamtes Reinickendorf, um im Rahmen einer Umplanung folgende bisher nicht beachtete Aspekte in diese Planungen einzubeziehen:

1.     Erhalt aller gesunder Bäume und Nachweis für die Fällung kranker Bäume durch Offenlegung eines unabhängigen Baumgutachtens2.     Deutliche Verdichtung des vorhandenen Baumbestandes durch Ersatzpflanzung der bereits 39 fehlenden Bäume (siehe Geoportal Berlin[i]) und Neupflanzungen weit über den vorhandenen Bestand hinaus3.     Beachtung aller Vorschriften des Berliner Klimaanpassungsgesetzes[ii] vom 7.11.2025, insbesondere der dortigen §§ 6 und 94.     Hitzeschutz für v.a. Fußgänger*innen und Radfahrer*innen jetzt, nicht erst in ca. 45 Jahren, wenn die neuen Bäume groß sein könnten5.     Erhöhung der Sicherheit für Radfahrende insbesondere vor Straßenkreuzungen und Einfahrten durch Führung des Radstreifens in weitgehend durch Trennelemente geschützter Form durchgehend auf der jeweils rechten der drei vorhandenen Richtungsfahrbahnen6.     SofortRichtungsfahrbahnen (wie auf dem Foto sichtbar)6.     Sofort wirksames Regenwassermanagement zur Vorsorge bei Starkregenfällen und Trockenzeiten7.     Mitplanung einer später zu verwirklichenden, zweigleisigen Straßenbahntrasse8.     Deutliche Reduzierung der Baukosten von bis zu 19,5 Mio Euro durch weitgehenden Erhalt der bisherigen Straßenanlage und damit keine Verschwendung von Steuergeldern

Die vorliegenden Pläne (abrufbar auf der Website des SGA Reinickendorf[iii]) haben eine bereits längere Vorlaufzeit. Nach Informationen aus dem Bezirksamt Reinickendorf sind an den Planungsarbeiten nur die Institutionen der Polizei Berlin, der Berliner Feuerwehr, der BVG und der Berliner Wasserbetriebe „beteiligt“ worden. Die Anwohnerschaft ist über die fertigen Pläne im Oktober 2024 in einer öffentlichen Veranstaltung informiert, jedoch nicht beteiligt worden. Inwieweit Anregungen, die im Beteiligungsportal mein.Berlin.de eingegeben worden waren, bei den Planungsarbeiten berücksichtigt worden sind, ist nicht erkennbar.

Das Bezirksamt behauptet, die Pläne seien als gefundener Kompromiss optimal und alternativlos.Dies kann nicht richtig sein. Denn in weiten Abschnitten der Ollenhauerstraße ist seit 2023/24 eine sehr gute Alternative als Modell für den gesamten Straßenzug bereits verwirklicht, bei der sowohl der Radverkehr sicherer geführt würde, als in den Plänen vorgesehen, als auch die Bäume erhalten werden könnten.

[i] gdi.berlin.de/viewer/main/?MAPS={"center":[386700.2780993527,5825135.25305763],"zoom":9}&LAYERS=[{"id":"hintergrund_default_grau","visibility":true,"transparency":0},{"id":"baumbestand:strassenbaeume","visibility":true,"transparency":0}][ii] www.berlin.de/sen/justiz/service/gesetze-und-verordnungen/2025/ausgabe-nr-33-vom-20112025-s-541-568.pdf[iii] www.berlin.de/ba-reinickendorf/politik-und-verwaltung/aemter/strassen-und-gruenflaechenamt/strassenbau/artikel.1495312.php



Neue Begründung:

Mich macht es betroffen,

  • dass im Bezirksamt Reinickendorf schon wieder (nach dem Streit um den Neubau der Senheimer Straße in Frohnau) Bäume als Kann-weg-Verfügungsmasse gesehen werden, um grundsätzliche Umgestaltungen des Straßenraums vorzunehmen. Die Bäume in der Ollenhauerstraße sind im Durchschnitt ca. 47 Jahre alt. Ersatz-Bäume werden den Klimaschaden, der nach Fällung der vorhandenen Bäume z.B. durch deren Verbrennung entsteht, erst dann wieder ausgeglichen haben, wenn sie so groß wie die ursprünglichen sein werden. Ob und wann dies unter extremeren Klimabedingungen der Fall sein wird, weiß heute niemand. Deshalb stellt der Erhalt der Bäume ein unmittelbares Ziel für den Klimaschutz allgemein und für den Hitzeschutz in der Straße dar.
  • dass Radfahrende mit der vorliegenden Planung zwar weitgehend vom Kfz-Verkehr abgeschirmt fahren dürfen, vor Kreuzungen jedoch – für Kraftfahrzeug-Fahrende sehr unvermittelt – wieder auf den Fahrbahnen auftauchen müssen. Dies ist ein Szenario, was allzu häufig zu schlimmen Unfällen zu Lasten der Radfahrenden führt. Diesem Argument will sich das Bezirksamt bisher nicht stellen. Eine Erhöhung der Verkehrssicherheit für Radfahrende ist offensichtlich nicht vorgesehen.
  • dass in der Planung des Bezirksamtes aufscheint, dass die Bäume wegen der neuen Radwege gefällt werden müssten. Viele Radfahrende wollen dies nicht. Eine einfache Alternative ist überwiegend bereits Realität. Bei genauerem Plan-Studium wird klar, dass der weitgehend vorhandene niveaugleiche Radweg durch die Schaffung von Dauerparkplätzen in beiden Fahrtrichtungen verdrängt werden soll, sodass dieser nun auf die Linie der bestehenden Bäume verlegt werden soll, wodurch die Bäume fallen müssen. Die Ollenhauerstraße ist aber in erster Linie eine Durchgangsstraße, also eine Fahr- und keine Parkstraße. Die seit 2024 ausgewiesene temporäre Parkmöglichkeit auf der jeweils mittleren Fahrspur dürfte weiterhin genügen. Andere Lösungsmöglichkeiten für das Halten und auch Parken von Kfz sind denkbar. Aber es kann nicht sein, dass das Parken von Kraftfahrzeugen, also der sogenannte „ruhende Verkehr“ Vorrang vor der Verkehrssicherheit von Radfahrenden und vor dem Erhalt der Straßenbäume bekommt.
  • dass in den vorliegenden Plänen keine Trasse für eine zukünftige Straßenbahn vorgesehen ist. Der Senat hat schon vor Jahren (Herbst 2021) bei der Deutschen Bahn die „Aufweitung“ der Brücke der Kremmener Bahn über die Ollenhauerstraße zur Durchführung von Straßenbahnen beantragt. Die DB arbeitet an entsprechenden Plänen. Sollten die Senats-Pläne für eine Straßenbahn vom Kurt-Schumacher-Platz nach Wittenau verwirklicht werden, müsste die Ollenhauerstraße wieder ganz umgestaltet werden. Die jetzt zu investierenden Gelder wären dann weitgehend vernichtet. Das wäre kein redlicher Umgang mit Steuergeldern.
  • dass zu Lasten der öffentlichen Finanzen kostengünstigere Neubau-Varianten nicht zum Zuge kommen.

Kostengünstiger Bauen wäre möglicho  mitmöglicho  mit einem Verzicht auf die Baumfällungen und Ersatzpflanzungen (geschätzte Kosten pro Baum: mind. 7000 Euro),o  mitEuro),o  mit einem Verzicht auf die Verschiebung des Alleestreifens Richtung Mitte, womit wohl auch umfangreiche Umlegungen von unterirdischen Leitungen entfallen dürften,o  mitdürften,o  mit einem Verzicht auf die Verschiebung der Fahrbahnen um jeweils 70 cm zur Straßenmitte,o  mitStraßenmitte,o  mit einer Radwegeführung auf der vorhandenen rechten Fahrbahn über die ganze Länge des Neubauabschnittes

Die Neubaupläne liegen als Bauplanungsunterlage bereits vor. Zur Zeit werden wohl Detailplanungen vorgenommen. Im Lauf des Jahres 2026 werden die Ausschreibungen und die Vergabe an Straßenbaufirmen stattfinden. Die Baumfällungen starten voraussichtlich am 1. Oktober 2026, die Baumaßnahmen im 1. Quartal 2027. Deshalb ist es jetzt dringend geboten, für das Moratorium einzustehen und zu werben.

Thomas Rost für die Initiative Ollenhauerstraße


Unterschriften zum Zeitpunkt der Änderung: 228 (114 in Berlin Reinickendorf)


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