Region: Germany

Berücksichtigung der additiven Option einer nuklearen Wärmeversorgung bei der Umsetzung der Energiewende

Petition is directed to
Petitionsausschuss des Deutschen Bundestags
4 Supporters 4 in Germany
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  1. Launched December 2019
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Dies ist eine Online-Petition des Deutschen Bundestags.

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Mit der Petition wird gefordert, zur Umsetzung der Energiewende auch die additive Option einer nuklearen Wärmeversorgung in Erwägung zu ziehen.

Reason

Seit der Atomgesetznovelle vom 27.04.2002 werden gemäß § 7 Abs.1 Satz 2 AtG für eine „gewerbliche Erzeugung von Elektrizität“ keine Genehmigungen mehr erteilt. Mithin wird eine nukleare Wärmeoption nicht generell verhindert.Bei der Energiewende (EW) wird es v. a. darauf ankommen, alle Nutzungsarten additiv zu erschließen. Da bereits die CO2-Substitution durch Kernkraftwerke über das Jahr 2022 hinaus verhindert wird, werden die CO2-Ziele verfehlt oder erschwert. Insgesamt kommt es v. a. darauf an, selbst wenn Deutschland in 2050 CO2-neutral ist, mithin lediglich 2,3 % der aktuellen globalen CO2-Emission einspart -, ob alle anderen globalen Emittenten insgesamt ihre jeweiligen Anstrengungen unternom-men haben, um das Pariser Klimaziel einzuhalten.Die nukleare Wärmeversorgung, zumal in kommunalen Bereichen mit KWK, kann auf Wärmereaktoren, bspw. der Größenklasse 100 bis 400 MW-thermisch, abstellen.Mit dieser Größenordnung, gegenüber dem THTR-300 (750 MW-thermisch), können die technischen und rechtlichen Voraussetzungen erfüllt werden, insbesondere auch die der BVerfGE 49,89/143, wonach „Ungewissheiten jenseits dieser Schwelle praktischer Vernunft ihre Ursache in den Grenzen des menschlichen Erkenntnisvermögens (haben); sie sind unentrinnbar und insofern als sozial-adäquate Lasten von allen Bürgern zu tragen.“ In einem standortunabhängigen Verfahren wären alle denkgesetzlich entrinnbaren Lasten enumerativ zu definieren und nachzuweisen, ggfs. gegen den Absturz eines A-380. Damit wäre ein solcher Reaktor als „restrisikofrei“ zu bewerten.Ein solcher Wärmereaktor kann diese Voraussetzungen konzeptbedingt aus sich heraus erfüllen, obendrein bei unterirdischer, aber oberflächennaher Bauweise. Sein Verhalten bei Systemausfall ist passiv-inhärent sicher, bedarf mithin keiner aktiven Komponenten. Dies fußt auf der physikalisch unabänderlichen, nuklearen Eigenschaft, dass zum einen bei Zunahme der Reaktorwärme die Kettenreaktion selbstständig abbricht - was auch für die jetzigen Leistungsreaktoren gilt -, zum anderen die dennoch verbleibende, aber abnehmende Nachzerfallswärme in den einzelnen Brennelementkugeln eingeschlossen bleibt. Beide Eigenschaften wären freilich im Genehmigungsverfahren nachzuweisen, ebenso das Gesamtkonzept für den Reaktordruckbehälter inkl. Containment.Hinzu kommt, dass die Brennelementkugeln selbst schon als „endlager-konditioniert“ gelten können. Ein Brennelementaufschluss über Wiederaufarbeitung entfällt daher. Eine längere oberirdische Zwischenlagerung in Endlagerbehältern vor Verbringung ins Endlager kann außerdem den Wärmeeintrag ins Endlagermedium mindern.Der Bundestag möge daher in einer sachorientierten Bewertung der deutschen Maschinen- und Anlagenbauindustrie seine Unterstützung signalisieren.Selbst wenn ein solcher Wärmereaktor nicht in Deutschland genutzt würde, käme er für den Export in Frage. Andernfalls müsste Deutschland ihn wohl einkaufen.

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