• Von: Matthias Kloke mehr
  • An: Frau Gödecke, Präsidentin des Landtags NRW
  • Region: Nordrhein-Westfalen mehr
  • Status: Die Petition ist bereit zur Übergabe
  • Zeichnung beendet
  • 300 Unterstützer
    278 in Nordrhein-Westfalen
    Sammlung abgeschlossen

Berücksichtigung von Höhenunterschieden in der Schülerfahrkostenverordnung jetzt!

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Bei Schulwegen mit erheblichen Höhenunterschieden wird die gleiche Entfernung für notwendige Fahrkosten angesetzt, wie bei ebenen Schulwegen.
Schüler mit Höhenunterschieden im Schulweg haben dadurch gegenüber Schülern im Flachland einen Nachteil. Beipielsweise ist die physische Belastung durch das Tragen von Schulranzen, Musikinstrumenten, Sporttaschen (...) wesentlich höher als auf ebener Strecke etc.
Unser Anliegen ist es, die Mindestlänge des Schulweges für notwendige Fahrkosten an Höhenunterschiede anzupassen.

Möglichkeiten:
In der Literatur findet man den Begriff des Leistungskilometers:
Ein Kilometer Horizontaldistanz entspricht einem Leistungskilometer.
Je 100 Meter Steigung rechnet man zusätzlich einen Leistungskilometer.
Je 150 Meter Gefälle über 20 % rechnet man zusätzlich einen Leistungskilometer.
Beispiel:
Die Wegstrecke eines Schülers der Sekundarstufe I von Haustür zur Schule beträgt 2,5 km und ist eben. Damit liegt die Wegstrecke unterhalb der Grenze von 3,5 km. Es müssen keine Fahrkosten erstattet werden.
Die Strecke eines Schülers im Bergland der Sekundarstufe I von Haustür zur Schule beträgt 2,5 km bei einem zu bewältigenden Höhenunterschied von 200m bei einem Gefälle unter 20%. Bei Bewertung nach Leistungskilometern liegt die Wegstrecke oberhalb der Grenze von 3,5 km. Es müssen Fahrkosten erstattet werden.
Quellen: de.wikipedia.org/wiki/Leistungskilometer
Wir möchten via Petition eine gerechte Gleichbehandlung von Schülern in Höhenlagen dadurch erwirken, dass die Topographie bei der Bewertung notwendig entstehender Fahrtkosten durch eine Erneuerung der Verordnung zur Ausführung des § 97 Abs. 4 Schulgesetz (Schülerfahrkostenverordnung - SchfkVO -) berücksichtigt wird.
Dieses könnte durch Berücksichtigung von Leistungskilometern umgesetzt werden.

Begründung:

im Zuge der kommunalen Neugliederung der Stadt Marsberg (Sauerland) im Jahr 1975 wurden die Busfahrkosten für Schüler der Sekundarstufe I von Obermarsberg zu den weiterführenden Schulen nach Marsberg als freiwillige Leistung durch die Stadt Marsberg übernommen. Seit Herbst 2013 werden die Fahrkarten für diese Altersgruppe nicht mehr durch die Stadt Marsberg gezahlt. Eltern müssen nun die Fahrkosten für ihre Kinder selbst übernehmen. Dieses führt insbesondere bei Familien mit mehreren Kindern zu merklichen finanziellen Einschnitten, sodass auf den Kauf der Monatsfahrkarten verzichtet werden muss. Nun müssen 10-jährige Schüler zweimal am Tag einen Schulweg mit erheblichen Höhenunterschieden bestreiten, der aus Sicht der Elternschaft für Schüler dieser Altersgruppe auf Grund der physischen Belastung nicht zumutbar ist. Wir möchten über eine Gesetzesänderung im Landtag NRW erwirken, dass die Höhenunterschiede bei den notwendig entstehenden Fahrtkosten mitberücksichtigt werden. Die Gesetzesänderung würde auf alle Gebiete mit Höhenunterschieden in NRW ausstrahlen.
Daher lohnt sich die Unterstützung dieser Petition, insbesondere für alle diejenigen, die sich in einer ähnlichen Situation befinden.

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Marsberg, 17.06.2015 (aktiv bis 16.09.2015)


Neuigkeiten

Liebe Mitstreiterinnen und Mitstreiter, der Petitionsausschuss des Landes NRW hat über unser Anliegen beraten und einen ablehnenden Beschluss verfasst. Im Folgenden eine Zusammenfassung in eigenen Worten: • Es wird auf ein Urteil des OVG NRW verwiesen, ...

>>> Zu den Neuigkeiten


Debatte zur Petition

PRO: Es geht hier darum, eine Gesetzesänderung dahingehend zu erwirken, dass Höhenunterschiede in der Schülerfahrkostenverordnung zu Gunsten der Schüler in Höhenlagen berücksichtigt werden. Das OVG Münster stützt sich bei dem Urteil auf den derzeitigen Status ...

PRO: Die Schwelle von 3,5 km wurde einst gesetzt, weil ein längerer Fußweg für Sek I nicht zumutbar ist. Leider wurde die Topographie nicht berücksichtigt, sodass es hier ein klares Ungleichgewicht zu Lasten der Höhenlagen gibt. Dieses muss korrigiert werden. ...

CONTRA: Hat mal jemand daran gedacht, dass die Kinder sich ohnehin kaum noch bewegen? Und hat mal jemand die alten Obermarsberger gefragt, wie sie zur Schule gekommen sind? Im übrigen können die Eltern ihre übergewichtigen Sprösslinge ja zur Schule fahren, wie ...

CONTRA: Seit`s ihr deppert?!?!?! Am besten die ganzen Zuschüsse abschaffen. Dann freut ihr euch, dass die Schule umsonst ist;)

>>> Zur Debatte



Petitionsverlauf

Woher kamen Unterstützer

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