Bessere medizinische Anerkennung und Versorgung von Rektusdiastasen nach Schwangerschaft und Geburt

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Bundesministerium für Gesundheit, Gesetzliche Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband, Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) für die Richtlinien zur medizinischen Versorgung, Medizinischer Dienst (MD)

2.902 Unterschriften

Sammlung beendet

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Sammlung beendet

  1. Gestartet Mai 2025
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss, Bundesministerium für Gesundheit, Gesetzliche Krankenkassen und der GKV-Spitzenverband, Gemeinsamer Bundesausschuss (G-BA) für die Richtlinien zur medizinischen Versorgung, Medizinischer Dienst (MD)

Ich fordere, dass Rektusdiastasen nach Schwangerschaften medizinisch anerkannt und entsprechend behandelt werden. Dazu gehört:
Eine verbindliche medizinische Nachsorge der Bauchwand nach Geburten, insbesondere nach Mehrlingsschwangerschaften oder Kaiserschnitten, nicht nur im Wochenbett, sondern in regelmäßigen Abständen während der gesamten Rückbildungszeit
Aufklärung über Rektusdiastasen und mögliche Folgeerkrankungen wie epigastrische oder Nabelhernien und Rückenprobleme – nicht nur bei Ärzt*innen, sondern auch in der Rückbildungszeit für betroffene Frauen.
Eine klare Abgrenzung zwischen ästhetischer Bauchdeckenstraffung und rekonstruktiven Eingriffen, sodass medizinisch notwendige Bauchwandrekonstruktionen (wie bei einer Rektusdiastase) nicht pauschal als Schönheits-OPs eingestuft werden.
Ein transparenter und einheitlicher Prozess zur Kostenübernahme durch die Krankenkassen, der Betroffene nicht allein lässt oder durch langwierige Antrags- und Widerspruchsverfahren zermürbt.
Unterstützung und Entlastung betroffener Mütter durch gezielte Hilfsangebote und flächendeckende Therapieoptionen.

Begründung

Ich bin Mutter von vier Kindern, geboren in zwei Schwangerschaften – eine Einlingsschwangerschaft im Jahr 2014 und eine Drillingsschwangerschaft im Jahr 2016. Über Jahre litt ich unter Rückenschmerzen, instabilem Rumpf und Einschränkungen im Alltag. Dennoch stellte lange niemand die Verbindung zu meinem Bauch her. Erst nach zwei Bandscheibenoperationen – 2022 und erneut 2024 – wurde mir durch eigene Recherchen klar, dass die Ursache tiefer liegt: eine ausgeprägte Rektusdiastase in Kombination mit mehreren Hernien, die über Jahre hinweg unerkannt und unbehandelt blieben.

Noch immer wird die operative Versorgung einer Rektusdiastase häufig als ästhetischer Eingriff abgetan – mit der Folge, dass Krankenkassen in vielen Fällen die Kostenübernahme ablehnen oder Betroffene durch langwierige Verfahren zermürbt werden. Doch die operative Behandlung einer Rektusdiastase ist ein rekonstruktiver Eingriff, der die Stabilität der Körpermitte wiederherstellt, chronische Beschwerden lindern kann und oft die einzige wirksame Maßnahme darstellt, wenn konservative Therapien scheitern. Ich musste selbst dafür kämpfen, ernst genommen zu werden. Und ich weiß heute: Vielen Müttern geht es ähnlich. Es herrscht große Unwissenheit – bei Ärzt*innen, Krankenkassen und auch bei Betroffenen selbst. Viele nehmen körperliche Beschwerden hin, weil sie glauben, das sei „nach einer Schwangerschaft eben so“. Aber es sind funktionelle Schäden – nicht nur ästhetische Veränderungen.

Ich möchte mit dieser Petition dazu beitragen, dass Frauen nach Schwangerschaften, die eine enorme körperliche Belastung darstellt, endlich die medizinische Aufmerksamkeit und Versorgung erhalten, die sie verdienen. Es braucht Aufklärung, Standards und gerechte Strukturen – damit körperliche Beschwerden nicht länger als “Luxusproblem” abgetan werden.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Danica Harwardt, Essen
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.05.2025
Sammlung endet: 30.04.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Gesundheit

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