„Die deutschen Fahrgeschäfte zählen zu den sichersten der Welt. Insbesondere hochkomplexe Anlagen werden in engsten zeitlichen Abständen auf dreierlei Weise immer wieder geprüft:. Dies geschieht 1. jeweils im Rahmen der von den Betreibern zu beantragenden Verlängerungen der Ausführungsgenehmigungen. Ohne eine solche Ausführungsgenehmigung darf kein so genannter „Fliegender Bau“ auf einem deutschen Volksfest gastieren. 2. wird er auf jedem Volksfest­platz vor Inbetriebnahme nochmals überprüft. 3. Schließlich – und hier geht Deutschland einen in Europa einzigartigen Weg – müssen sich die Fahrgeschäfte überdies nach 12 Jahren einer überaus intensiven Sonderprüfung zu unterziehen, in deren Verlauf alle dynamisch hochbelasteten Bauteile nochmals mit modernsten Prüfmethoden begutachtet werden. Diese Prüfintervalle verkürzen sich dann zu­sätzlich mit zunehmendem Alter der Anlagen.

>Dieser enorm hohe Standard, ein lückenloses bau­aufsichtliches System und die damit einhergehende Prüfdichte gewährleisten, dass die deutschen Fahrgeschäfte nach allgemeiner Ansicht zu den sichersten der Welt gehören.

Begründung

Dieser Weg bedroht die deutschen Schausteller – und damit auch die Volksfeste: Ihnen wird abverlangt, in Eigenleistung für tausende, in vielen Fällen zigtausende Euro neue Gutachten zur Statik erstellen zu lassen, an deren Ende dann erst die Erkenntnis steht, welche weiteren Nachweise, ggf. Arbeiten und damit Investitionen an ihren Karussells zu tätigen sind. Allein die Kosten dieser Prüftortur können für eine Vielzahl gerade kleinerer Betriebe schon existenzbedrohend sein. Resultieren daraus dann weitere technische Pflichten, bedeutet es für sie das "Aus" Hinzu kommt:

Es steht konkret zu befürchten, dass in 2015 die ersten Fahrgeschäfte stehen bleiben. Ihre Besitzer werden ihre Verträge nicht mehr erfüllen können und kein Einkom­men mehr haben. Den Volksfesten werden ihre Zugpferde fehlen, eine Katastrophe für die deutsche Volksfestkultur!

Um keine Missverständnisse aufkommen zu lassen: Die deutschen Schausteller fühlen sich in höchstem Maße der Sicherheit verpflichtet. Dieses Verantwortungsbewusstsein, verbunden mit deutscher Ingenieurskunst sind die Gründe dafür, dass deutsche Fahrgeschäfte als die sichersten der Welt gelten. Hieran soll nicht gerüttelt werden – doch kann es wohl nicht sein, dass ein Fahr­geschäft, das 20 Jahre lang als sicher galt, durch die Einführung einer neuen Norm plötzlich un­sicher sein soll. Man stelle sich vor, Gebäude, Autos oder Eisenbahnen müssten nach jeder Fort­schreibung einer technischen Norm umkonstruiert werden – es wäre das Ende jeglicher Investi­tionsbereitschaft und damit des wirtschaftlichen Lebens.

Die Betreiber sehen sich teilweise vollkommen unverhältnismäßigen Pflichten ausgesetzt:

Deshalb hat der Deutsche Schaustellerbund (DSB) bereits eine Beschwerde an die Europäische Kommission gerichtet.

Der Präsident der DSB, Herr Albert Ritter nun zu dieser Petition wörtlich:

„Die Verbände setzen sich an allen Fronten für einen verhältnismäßigen und erträglichen Umgang mit der neuen Norm ein, für einen Weg, der den Betreibern der Fahrgeschäfte Luft zum atmen lässt und ihnen und den deutschen Volksfesten die Existenz sichert.

Es gibt hier Fortschritte und Signale, doch das Kernproblem, der versagte Bestandsschutz, steht noch immer in der Welt.

Wir freuen uns, dass mit dieser Petition auch die breite Bevölkerung, die Volksfestfreunde selbst, ihren Unmut äußern und die Rettung der Feste fordern.“

Jede Unterschrift zählt damit bei der Fahrt im Pferdekarussel und Kettenflieger, auch noch ihre Enkel Spaß haben und nicht nur noch diese Geschäfte auf Bildern bewundern können

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Ich wünsche allen ein erfolgreiches und gesundes Jahr. Es wurden auch Unterschriften mit Listen gesammelt, diese müssen noch gezählt werden und dann mit unseren zusammen gefasst werden. Nochmals ein Dankeschön an alle Unterstützer

  • Ich danke nochmals allen , die sich an der Petition beteiligt haben. Leider sind gerade mal 2000 Unterschriften deutschlandweit nicht genug zum Aufrütteln. Ich werde hier vor Ort weiter am Ball bleiben und darauf aufmerksam machen. Allen noch eine gute Saison 2014 und viel Glück. Silvia Lübcke

Pro

In anderen EU Ländern wurde Bestandsschutz gewährt

Contra

Was ist, wenn aufgrund der statik, wirklich menschen zu schaden kommen.