Der gegenwärtige Zustand der Hamburger Kitas ist inakzeptabel. Der schlechte Personalschlüssel in Hamburgs Einrichtungen gefährdet das Wohl und die psychosoziale Entwicklung unserer Kinder. Wir, die Eltern verschiedener Hamburger Kitas, fordern mindestens 25% mehr Personal für die Betreuung unserer Kinder. Damit unterstützen wir unsere Erzieherinnen und ihren Kampf für verbesserte Arbeitsbedingungen. Haltet uns nicht länger hin – unsere Kinder brauchen Zeit, Aufmerksamkeit, Zuwendung und vor allem eine kindgerechte Betreuung! Verwahrung können wir nicht akzeptieren, der weitere reale Qualitätsabbau im Sozialbereich ist für uns in einer der reichsten Städte der Bundesrepublik Deutschland nicht mehr hinnehmbar. Auch gerade vor diesem Hintergrund greifen die kürzlich beschlossenen Zusagen deutlich zu kurz!

Wir fordern mindestens 4000 Fachkräfte mehr für Hamburg – jetzt!

Wir sind Eltern. Wir sind Wähler. Wir sind sauer.

Begründung

Studien aus Pädagogik und Entwicklungspsychologie sind sich längst einig: damit es unseren Kindern gut geht, muss der Betreuungsschlüssel stimmen (Ländermonitor, Tagesspiegel 2014). Für eine gesunde Entwicklung brauchen unsere Kinder die Erfahrung, dass ihre Bedürfnisse ernst genommen werden und in der alltäglichen Kita-Arbeit angemessen berücksichtigt werden. Auch die Bertelsmann Stiftung (Dez. 2013) zeigt: um eine liebevolle und entwicklungsgerechte Betreuung gerade für die Kleinsten unsere Gesellschaft zu ermöglichen, brauchen die Krippen einen Personalschlüssel von 3 : 1, von dem die Hamburger Einrichtungen zurzeit weit entfernt sind.

Hamburg – meine Perle? Für unsere Kinder gilt das nicht! Nirgendwo in den alten Bundesländern ist der Personalschlüssel in Kitas so schlecht wie in der Hansestadt. Hier liegt der offizielle Schlüssel für Kinder bis zu drei Jahren bei 5,4 : 1. Doch tatsächlich müssen unsere ErzieherInnen einen Teil ihrer Arbeitszeit für die mittelbare Pädagogik verwenden und gleichzeitig immer neue Auflagen des Senats erfüllen. Häufig betreut ein/e ErzieherIn dann 7 und oftmals mehr Krippen-Kinder. Wie kann das sein?

Wir Eltern gehen gerne arbeiten, sind nicht zuletzt Steuerzahler. Aber das geht nur, wenn wir unsere Kinder vertrauensvoll in liebevolle Hände geben können. Dabei begrüßen wir den Krippenausbau der letzten Jahre und die dadurch elternfreundlichere Gestaltung der Stadt. Aber elternfreundlich heißt offensichtlich nicht kinderfreundlich. Unsere ErzieherInnen versuchen, den Mangel an Personal mit 150prozentigem Einsatz zu kompensieren. Das Ergebnis ist ein erschreckend hoher Krankenstand in dieser Berufsgruppe. Wir wünschen unseren BetreuerInnen die Kraft und Energie, die sie benötigen, um sich mit vollem Einsatz um unser wertvollstes Gut zu kümmern – unserer aller Zukunft – unsere Kinder.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Liebe Mitstreiter,

    hier eine kurze Info über den Stand unseres Vorhabens:

    Zwei schöne Aktionen haben die letzte Phase vor der Bürgerschaftswahl eingeleitet.

    Am 4.2. veranstaltete der Zusammenschluss Altonaer Kitas einen Aktionstag. Sie besuchten um 10:30 Uhr das Rathaus in der Innenstadt und gaben dort symbolisch die Hamburger Bildungsempfehlungen zurück.

    Am Tag vorher gestalteten die Kratzbürsten aus Ottensen eine Werbebande: Eine eindeutige Werbung für mehr Personal in den Kitas und dies in der Wohnumgebung des ersten Bürgermeister. Das Ergebnis findet ihr auf der Petitionsseite.

    Mittlerweile verleihen knapp 3000 Unterstützer unserem Vorhaben per Unterschrift Gewicht! Mobilisiert noch einmal die letzten Reserven und versendet den Link zur Unterschrift an potenzielle Unterstützer.

    Denn wir wollen Betreuung statt Verwahrung!
    www.openpetition.de/petition/online/betreuung-statt-verwahrung

    Herzliche Grüße,
    Euer Petitionsteam

Pro

Pro Petition, weil hier die Menschen, denen man diese Kita-Verhältnisse zumutet, zu Wort kommen können. Ihre Stimme abgeben, Kommentare schreiben. Pro Petition, weil das ein Weg ist, gemeinsam Stärke zu entdecken

Contra

Noch kein CONTRA Argument.