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Liebe Community,
aus aktuellem Anlass möchte ich eine missverständliche Interpretation meines jüngsten Beitrags ausdrücklich korrigieren.
Die dort dargestellte Gegenüberstellung bezog sich ausschließlich auf die grundsätzliche Frage, wie deutsche Steuermittel verwendet und welche Projekte damit im Ausland finanziert werden. Es ging mir darum, staatliche Ausgaben hinsichtlich ihrer Priorität, Wirksamkeit, Transparenz und nachvollziehbaren Erfolgskontrolle kritisch zu hinterfragen – gerade in einer Zeit, in der bei der gesetzlichen Rente regelmäßig auf finanzielle Grenzen verwiesen wird.
Daraus abzuleiten, ich würde mich gegen Gleichstellung, Frauenrechte oder die Unterstützung benachteiligter Menschen positionieren, ist falsch und bestürzt mich. Frauenfeindliche, sexistische oder anderweitig diskriminierende Positionen stehen weder hinter diesem Beitrag noch hinter meiner Petition was ich entscheidend zurückweise. Ebenso wenig behaupte ich, dass einzelne Auslandsprojekte die Ursache der finanziellen Herausforderungen unseres Rentensystems seien.
Die Finanzierung einer zukunftsfähigen Alterssicherung ist selbstverständlich nicht nur eine Frage der Ausgaben. Ebenso wichtig sind die staatlichen Einnahmen, eine breitere Beitragsbasis und die Einbeziehung möglichst aller Erwerbstätigen. Genau hierfür steht meine Petition: für ein gerechteres und solidarisches Alterssicherungssystem, in das grundsätzlich alle Erwerbstätigen einzahlen.
Über politische Prioritäten und die Verwendung von Steuergeldern darf und muss kontrovers diskutiert werden. Auch die Kritik an meiner Darstellung ist legitim und willkommen. Eine sachliche Auseinandersetzung setzt jedoch voraus, Argumente von persönlichen Unterstellungen zu trennen.
Bezeichnungen wie „frauenfeindlich“, „sexistisch“, „demagogisch“ oder die pauschale Einordnung auf „AfD-Niveau“ weise ich entschieden zurück.Ich bin jederzeit bereit, meine Position zu erklären, Kritik anzunehmen und auch die Wirkung einer zugespitzten Darstellung zu reflektieren. Persönliche Anfeindungen und Äußerungen unterhalb der Gürtellinie werde ich jedoch nicht akzeptieren und halte ich auch egal bei welcher Diskussion für unangebracht.
Mein Anliegen bleibt eine offene, demokratische und respektvolle Debatte über die langfristige Finanzierung unserer Alterssicherung und die politische Prioritätensetzung bei begrenzten öffentlichen Mitteln. Unterschiedliche Auffassungen gehören dazu – persönliche Diffamierungen nicht.
Vielen Dank für Ihr/Euer Verständnis
Mit freundlichen Grüßen
Tobias
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Seit Jahren hören Millionen Arbeitnehmer dieselbe Botschaft:
Die Rente wird zu teuer. Wir müssen länger arbeiten. Die „Rente mit 63“ muss weg. Das Rentenalter muss steigen.
Und wieder diskutiert die Politik. Über 63, 65, 67 oder sogar 70. Über Übergangsfristen und neue Modelle.
Was mir dabei zunehmend fehlt, ist eine andere Frage:
Wie glaubwürdig ist eine Politik, die den Menschen ständig erklärt, für ihre Altersvorsorge sei nicht genügend Geld vorhanden, während sie an anderer Stelle kaum dieselbe Konsequenz bei der Verwendung von Steuergeldern zeigt?
Aktuell wird beispielsweise über 612 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte mit Gleichstellung als Hauptziel diskutiert.
Man kann über Sinn und Nutzen solcher Projekte differenziert diskutieren. Aber man muss genauso fragen dürfen, welche Prioritäten ein Staat setzt, der gleichzeitig seinen Bürgern erklärt, jahrzehntelange Beitragsleistungen seien kaum noch finanzierbar.
Ist unsere Rente wirklich „unbezahlbar“?
Ein aktueller Faktencheck zur gesetzlichen Rentenversicherung zeigt interessante Zahlen:
1997 entsprachen die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung rund 10,0 % des BIP, 2003 waren es 10,4 %.
2024: 9,3 %.
Der Beitragssatz liegt aktuell bei 18,6 % und damit unter früheren Höchstständen von über 20 %.
Auch der Anteil der Bundesmittel an den Einnahmen der Rentenversicherung ist laut dieser Auswertung nicht explodiert, sondern von rund 34 % im Jahr 2003 auf 29 % im Jahr 2024 gesunken.
Natürlich kommt der demografische Wandel. Natürlich brauchen wir Reformen.
Aber diese Zahlen passen nicht zu einer Debatte, in der teilweise der Eindruck entsteht, unsere gesetzliche Rente stehe unmittelbar vor dem finanziellen Kollaps.
Und jetzt soll wieder die Lebensarbeitszeit die Lösung sein?
Besonders kritisch sehe ich die Diskussion über die sogenannte „Rente mit 63“.
Schon der Begriff führt heute in die Irre.
Wer 45 Versicherungsjahre erreicht, kann keineswegs generell mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Für jüngere Jahrgänge steigt die Altersgrenze bereits – für ab 1964 Geborene liegt sie bei 65 Jahren.
Trotzdem wird über eine weitere Einschränkung oder Abschaffung diskutiert.
Man muss sich vor Augen führen, worüber wir reden:
45 Jahre arbeiten.
45 Jahre Beiträge zahlen.
45 Jahre dieses Land wirtschaftlich mittragen.Und anschließend erklären wir diesen Menschen, dass selbst das möglicherweise nicht mehr reicht?
Gleichzeitig bleibt eine zentrale Frage unangetastet.
Warum zahlen Arbeitnehmer selbstverständlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein, während andere Gruppen weiterhin außerhalb dieses gemeinsamen Systems stehen?
Warum diskutieren wir zuerst darüber, wie lange Menschen noch länger arbeiten müssen, bevor wir darüber entscheiden, wer überhaupt in dieses System einzahlen sollte?
Genau deshalb fordert meine Petition:
ALLE Erwerbstätigen müssen perspektivisch in ein gemeinsames gesetzliches Alterssicherungssystem einzahlen.
Arbeitnehmer. Beamte. Politiker. Selbstständige.
Natürlich mit vernünftigen Übergangsregelungen und unter Wahrung bestehender Ansprüche.
Aber mit einem klaren Ziel:
Ein System. Gleiche Regeln. Gemeinsame Verantwortung.
Solidarität funktioniert auf Dauer nicht, wenn sie immer nur von denselben verlangt wird.
Was mich besonders stört: Es wird diskutiert – aber nicht entschieden.
Rentenniveau. Rente mit 63. Rente mit 67. Rente mit 70. Aktivrente. Kapitaldeckung. Beamtenpensionen.
Kommissionen werden eingesetzt, Vorschläge präsentiert, Parteien widersprechen sich und neue Übergangsfristen werden diskutiert.
Aber wo bleibt die große strukturelle Entscheidung?
Deutschland braucht nicht die nächste Rentendebatte.
Deutschland braucht den politischen Mut, das System grundsätzlich neu zu ordnen.
Dazu gehört auch eine ehrliche Diskussion über Staatsausgaben.
Wer Arbeitnehmern erklärt, dass für ihre Rente nach 45 Beitragsjahren das Geld knapp wird, muss gleichzeitig überzeugend erklären können, warum andere staatliche Ausgaben wichtiger sind.
Das ist keine Forderung nach einem Ende der Entwicklungshilfe.
Es ist eine Forderung nach Prioritäten, Transparenz und Glaubwürdigkeit.
Denn die gesetzliche Rente ist kein Geschenk des Staates. Millionen Menschen finanzieren sie jeden Monat aus ihrem Arbeitseinkommen.
Bevor wir ihnen immer neue Belastungen zumuten, sollten wir endlich die entscheidende Frage beantworten:
Wer trägt unser Alterssicherungssystem – und warum tragen es nicht alle gemeinsam?
Genau deshalb steht meine Petition für:
FÜR EIN FAIRES RENTENSYSTEM – ALL
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Liebe Renten Community,
Seit Jahren hören Millionen Arbeitnehmerinnen und Arbeitnehmer dieselbe Botschaft:
Die Rente wird zu teuer. Wir müssen länger arbeiten. Die „Rente mit 63“ muss weg. Das Rentenalter muss steigen.
Und wieder diskutiert die Politik.
Über 63. Über 65. Über 67. Über 70.
Über Übergangsfristen von zwei, drei oder fünf Jahren.
Was mir in dieser Debatte zunehmend fehlt, ist eine ganz andere Frage:Wie glaubwürdig ist eine Politik, die den Menschen ständig erklärt, für ihre Altersvorsorge sei nicht genügend Geld vorhanden, während sie an anderer Stelle kaum dieselbe Konsequenz bei der Verwendung von Steuergeldern erkennen lässt?
Aktuell wird beispielsweise über 612 Millionen Euro für Entwicklungsprojekte mit Gleichstellung als Hauptziel diskutiert. Man kann und sollte über den gesellschaftlichen Nutzen solcher Projekte differenziert sprechen. Aber man muss genauso darüber sprechen dürfen, welche Prioritäten ein Staat setzt, der gleichzeitig seinen eigenen Bürgern erklärt, jahrzehntelange Beitragsleistungen seien finanziell kaum noch darstellbar.
Das ist für mich der eigentliche Kern des Problems.
Die Erzählung vom angeblich unbezahlbaren Rentensystem ist zu einfach.
Ein aktueller Faktencheck zur gesetzlichen Rentenversicherung verweist auf bemerkenswerte Zahlen:1997 entsprachen die Ausgaben der gesetzlichen Rentenversicherung rund 10,0 % des BIP, 2003 waren es 10,4 %.
2024: 9,3 %.
Der Beitragssatz liegt heute bei 18,6 % und damit unter früheren Höchstständen von über 20 %.
Auch der Anteil der Bundesmittel an den Einnahmen der Rentenversicherung ist laut dieser Auswertung nicht explodiert, sondern von rund 34 % im Jahr 2003 auf 29 % im Jahr 2024 gesunken.
Natürlich kommt der demografische Wandel. Natürlich brauchen wir Reformen.
Aber diese Zahlen passen nicht zu einer Debatte, in der teilweise der Eindruck entsteht, unsere gesetzliche Rente stehe unmittelbar vor dem finanziellen Kollaps.Und jetzt soll ausgerechnet die Lebensarbeitszeit wieder die Stellschraube sein?
Besonders kritisch sehe ich die Diskussion über die sogenannte „Rente mit 63“.
Schon der Begriff führt inzwischen in die Irre.
Wer 45 Versicherungsjahre erreicht, kann keineswegs generell mit 63 abschlagsfrei in Rente gehen. Für jüngere Jahrgänge steigt die Altersgrenze bereits schrittweise – für ab 1964 Geborene liegt sie bei 65 Jahren.
Trotzdem wird nun darüber diskutiert, auch diese Möglichkeit abzuschaffen.
Man muss sich einmal vor Augen führen, worüber wir reden:45 Jahre.
45 Jahre arbeiten.
45 Jahre Beiträge zahlen.
45 Jahre dieses Land wirtschaftlich mittragen.
Und anschließend erklären wir diesen Menschen, dass selbst das möglicherweise nicht mehr reicht?Gleichzeitig bleibt eine zentrale Strukturfrage nahezu unangetastet.
Warum zahlen Arbeitnehmer selbstverständlich in die gesetzliche Rentenversicherung ein, während große Gruppen weiterhin außerhalb dieses gemeinsamen Systems stehen?
Warum diskutieren wir zuerst darüber, wie lange Arbeitnehmer noch länger arbeiten müssen, bevor wir ernsthaft darüber entscheiden, wer überhaupt in dieses System einzahlen sollte?Genau deshalb fordert meine Petition:
ALLE Erwerbstätigen müssen perspektivisch in ein gemeinsames gesetzliches Alterssicherungssystem einzahlen.
Arbeitnehmer.Was mich inzwischen am meisten stört: Es wird diskutiert – aber nicht entschieden.
Rentenniveau.
Bundeszuschuss.
Rente mit 63.
Rente mit 67.
Rente mit 70.
Aktivrente.
Kapitaldeckung.
Beamtenpensionen.Kommissionen werden eingesetzt. Vorschläge werden präsentiert. Parteien widersprechen sich. Neue Übergangsfristen werden diskutiert.
Aber wo ist endlich die große strukturelle Entscheidung?
Deutschland braucht keine 25. Rentendebatte. Deutschland braucht den politischen Mut, das System grundsätzlich neu zu ordnen.
Und dazu gehört für mich auch eine ehrliche Diskussion über Staatsausgaben.
Wer Arbeitnehmern erklärt, dass für ihre Rente nach 45 Beitragsjahren das Geld knapp wird, muss gleichzeitig überzeugend erklären können, warum jeder andere Euro staatlicher Ausgaben wichtiger und richtig eingesetzt ist.Das ist keine Forderung nach einem Ende von Entwicklungshilfe.
Es ist eine Forderung nach Prioritäten, Transparenz und Glaubwürdigkeit.
Denn die gesetzliche Rente ist kein Geschenk des Staates.Millionen Menschen finanzieren sie jeden Monat aus ihrem Arbeitseinkommen.
Bevor wir diesen Menschen immer neue Belastungen zumuten, sollten wir endlich über das sprechen, was seit Jahren politisch umgangen wird:Wer trägt unser Alterssicherungssystem eigentlich – und warum tragen es nicht alle gemeinsam?
Genau deshalb habe ich meine Petition gestartet:„Für ein faires Rentensystem – ALLE müssen endlich in die gesetzliche Rentenversicherung einzahlen.“
Bereits mehr als 41.700 Menschen unterstützen diese Forderung - herzlichen DankVielleicht ist das eigentliche Problem unserer Rente nicht, dass Deutschland keine Lösungen hätte.
Vielleicht fehlt schlicht der politische Mut, sie umzusetzen.
In diesem Sinne bleiben Sie positiv - wie Ich
Herzliche Grüße
Ihr Tobias / #rententobi
Es ist nur gerecht, wenn es keinen Sonderweg mehr gibt. Die Beamtengehälter sind oft zwar niedriger, aber die Pensionen dafür umso höher. Daher sollte eigentlich das Beamtentum bis auf wenige Ausnahmen komplett abgeschafft werden. Dann wäre diese Diskrepanz auch weg