Themenwahl

Wehrdienst & Zivi: Gesellschaftliches Pflichtjahr für junge Menschen!

Petition richtet sich an
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

23.998 Unterschriften

Sammlung beendet

23.998 Unterschriften

Sammlung beendet

  1. Gestartet 04.06.2026
  2. Sammlung beendet
  3. Einreichung vorbereiten
  4. Dialog mit Empfänger
  5. Entscheidung

Diese Petition hat an der Themenwahl 2026 für eine selbstorganisierte, bundesweite Volksabstimmung teilgenommen.

Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

Deutschland hat jahrzehntelang bewiesen, dass Wehr- und Zivildienst funktionieren. Seit 2011 sind beide ausgesetzt - mit spürbaren Folgen: für die soziale Infrastruktur, die Bundeswehr und den gesellschaftlichen Zusammenhalt.

Deshalb wird gefordert: Der Bundestag soll die Aussetzung der Wehrpflicht im Wehrpflichtgesetz (WPflG) zurücknehmen und den Art. 12a des Grundgesetzes auf alle Geschlechter erweitern. Zusätzlich soll der Ersatzdienst als vollwertige Alternative zum Wehrdienst erweitert und modernisiert werden.

Begründung

Fair, bezahlt und sinnvoll
Ein verpflichtender Dienst greift in die Freiheit junger Menschen ein. Deshalb muss er fair gestaltet sein: mit angemessener Vergütung, sozialer Absicherung und anerkannten Qualifikationen, die für Ausbildung, Studium und Beruf zählen. Junge Menschen sammeln so praktische Erfahrung, übernehmen Verantwortung und bekommen Einblick in Bereiche, die für unser Zusammenleben entscheidend sind - Verteidigung, Pflege, Bildung, Katastrophenschutz, Rettungsdienste, Umwelt oder Kultur.

Was mit dem Zivildienst verloren ging
Als 2011 der Grundwehrdienst ausgesetzt wurde, fiel damit auch der Zivildienst als eine tragende Säule der sozialen Infrastruktur weg - ohne gleichwertigen Ersatz. Der Bundesfreiwilligendienst leistet wertvolle Arbeit, erreicht aber nicht die Breite und Verbindlichkeit eines allgemeinen Pflichtjahres. Da das Grundgesetz eine Dienstpflicht nur zum Zweck der Landesverteidigung erlaubt, führt kein Weg an einer Reaktivierung der Wehrpflicht und den damit verbundenen sozialen Dienstleistungen als Ersatzdienst vorbei - wer ein gesellschaftliches Pflichtjahr will, muss diesen Weg mitgehen.

Ein Dienstjahr für alle Geschlechter
Der frühere Wehr- und Zivildienst galt nur für Männer. Beim Wiedereinsetzen soll dieser auf alle Geschlechter erweitert werden, sodass dies verfassungsrechtlich mit dem Gleichbehandlungsgesetz vereinbar ist. Die notwendige Grundgesetzänderung ist daher nicht nur politisch wünschenswert, sondern rechtlich zwingend.

Mehr soziale Dienstangebote
Wer nicht zur Bundeswehr will, soll wählen können aus einem erweiterten Angebot anerkannter Einsatzbereiche:

  • Pflege, Krankenhäuser und soziale Einrichtungen
  • Katastrophenschutz und Rettungsdienste
  • Bildung und Betreuung
  • Umwelt- und Naturschutz
  • Kultur und Gemeinwesenprojekte
  • Handwerk

Die Idee hat Unterstützung: Laut der in der Machbarkeitsstudie der Hertie-Stiftung ausgewerteten Zahlen des Umfrageinstituts Ipsos befürworten 73 Prozent der Bevölkerung ein soziales Pflichtjahr. Auch unter den 18- bis 29-Jährigen liegt die Zustimmung bei 66 Prozent.
So entsteht in der Praxis das gesellschaftliche Pflichtjahr, das sich viele wünschen - auf einem verfassungsrechtlich tragfähigen Fundament. Ein solcher Dienst wäre keine Rückkehr zur alten Wehrpflicht. Es wäre ein moderner Beitrag zu Sicherheit, Zusammenhalt und einem Land, in dem Verantwortung fairer geteilt wird.

Quellen

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, ABSTIMMUNG21 e. V., Hamburg
Frage an den Initiator

Angaben zur Petition

Petition gestartet: 04.06.2026
Sammlung endet: 30.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Soziales

Neuigkeiten

  • Liebe Unterstützende,

    nur noch knapp zwei Wochen Themenwahl! Es scheint ein enges Rennen vor allem zwischen der Übergewinnsteuer und keinen Arbeitsverboten für Geflüchtete zu sein. Oder wird am Ende doch ein ganz anderes Thema die meisten Unterschriften haben? 👀

    Alle Petitionen des Themenvotings können noch bis Ende des Monats unterschrieben werden. 
     
    Wir würden uns freuen, wenn Sie den Link zur Themenwahl an Freunde und Bekannte schicken würden, damit noch mehr Menschen mitmachen: ✍️
    www.openpetition.de/abstimmung21

    Ein kurzes Erklärvideo haben wir auch veröffentlicht – gerne teilen, teilen, teilen 🤳

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    Herzliche Grüße
    das Team von openPetition

    PS: Auch wenn Ihr Herzensthema es nicht auf den Abstimmungszettel schafft, werden wir, stellvertretend für die Unterstützenden, alle Petitionen über den Petitionsausschuss in die Politik einreichen.

Grundsätzlich dafür, aber mit anderer Ausrichtung: Eine gemeinwohlorientierte Pflichtzeit für alle, die in sozialen, kulurellen, ökologischen Projekten in Deutschland oder Europa (ggf. auch in globalen Unterstützungsprojekten) abgeleistet werden kann, alternativ auch im Katasrophenschutz oder Militär. Gerne auch optional verlängerbar, mit Qualifizierung als vorberufliche Praktika o.Ä., und angemessener Aufwandsentschädigung.

Recht auf Freiwilliges Gesellschaftsjahr Die zivil gesellschaftlichen Verbände wollen keine Pflicht. Stattdessen: Ermöglichen statt vorschreiben. Junge Menschen wollen sich engagieren. Aber es gibt viele Hürden. Was es braucht sind: Information, Beratung, ein Lebensunterhalt sicherndes Freiwilligengeld und die Finanzierung von ausreichend Stellen! Der Staat sollte sich mit einem Rechtsanspruch dazu verpflichten. Siehe www.rechtauffreiwilligendienst.de

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