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Änderungen an der Petition
am 16.05.2015 -
Änderungen an der Petition
am 11.05.2015
Petition richtet sich an: Bundesamt für Migration und Flüchtlinge
Ich wurde am 28.11.1990 in Afghanistan geboren. Dort wurde ich verfolgt, bedroht und psychisch gefoltert. Mein Vater Mohammad Sharif, starb als ich noch klein war. Mein älterer Bruder Shafiq (35) arbeitete in DHL Express und wurden dort von den Taliban mit zwei anderen Kollegen kaltblütig erschossen. Eine Woche lang lag er in der Notaufnahme im Koma. Am 31.10.2008 starb er an seinen Schusswunden. Aufgrund unseren finanziellen Verhältnisse musste ich an der Stelle meines Bruders arbeiten. Am 01.01.2009 brach ich mein Studium ab und arbeitete für meine Familie im Büro meines Bruders weiter. Dies stellte eine psychische Belastung für mich dar, dort zu arbeiten wo mein Bruder erschossen wurde. Allerdings musste ich mich daran gewöhnen.
Aufgrund meiner Tätigkeit als Geldbote (finance servant) bei DHL Express Afghanistan GmbH hatte ich oft mit dem Leute aus dem Ausland Kontakt und habe deswegen immer mehr Interesse für den christlichen Glauben entwickelte. Anfangs sprachen meine Arbeitskollegen viel über das Christentum und ich bekam auch eine Bibel auf englisch als Geschenk. Ich begann dies jeden Tag zu lesen. Ich konvertierte schließlich zum Christentum und versuchte im Geheimen die Religion zu praktizieren. Einige Wochen später entdeckte mein Onkel die Bibel in meinem Kleiderschrank und schlug mich heftig. Später erfuhr es die ganze Familie und die Nachbarschaft. Aufgrund meiner Glaubensrichtung wurde ich innerhalb meiner Familie isoliert, diskriminiert, bedroht und verfolgt. Nach diesem Vorfall blieb mir nur noch die Flucht.
In Europa
Angekommen in Frankreich schlief ich mehrere Tage auf der Straße. Als meine Familie jedoch durch Verwandtschaften erfuhr, dass ich in Frankreich war, hatte ich maßlose Todesangst mein psychischer Zustand verschlechterte sich. Jeden Tag hatte ich Schlafprobleme, Albträume und war ständig im Gedanken versunken. Schließlich gelang es mir nach Schweden zu kommen und stellte dort ein Asylantrag. Ich befand mich 3 1/2 Monate in Schweden. Aufgrund der Flüchtlingsregelung Dublin III wurde ich jedoch wieder nach Frankreich abgeschoben. In Frankreich wurde ich wieder obdachlos, durch meine Angst verfolgt und von meinen Landsleute im Asylheim diskriminiert, psychisch und physisch verletzt.
Im August 2014 gelang es mir nach Deutschland zu kommen. In Krefeld fand ich Menschen, die mich aufnahmen. Ich fing an hier in die Kirche zu gehen, jedoch verbesserte sich meine psychischer Zustand nicht. Ich habe kein glückliches Empfinden mehr, bin emotionslos, antriebslos. Als ich allerdings von der Ablehnung meines Asylantrags erfuhr. Verschlimmerte meine Lage und es wird für mich unerträglich. Ich weine jeden Tag, wenn ich an meine Vergangenheit und meine Todesängste denken muss. Ich habe Gefühle, als ich das Erlebnis gerade wieder erleben werde. Diese Erinnerungen löse ich in Wut aus, gegen mich oder gegen meine Umgebung. Ich bin sehr nervöse und reizbar und ich werde sehr schnell aggressiv. Ich schlafe wenig, habe Schlafstörungen und Albträume. Wenn ich darüber nachdenke, beginne ich an zu schwitzen, bekomme hertzrassen, Atme schneller und habe Schwindelgefühle. Ich kann mich nicht mehr auf etwas anderes konzertierten und schreie plötzlich, wenn mich jemanden nervt oder komisch anguckt. Ich erschrecke mich sehr schnell, bin reizbar. Ich bin nicht glücklich mit meinem Zustand und mit mir selber. Ich habe meistens immer Kopfschmerzen, Nackenschmerzen und Rückenschmerzen .Ich habe kein Freunde gefunden, bin alleine. Mir bleibt kein Sinn fürs Leben. Wenn Sie mich wieder nach Frankreich schicken, können sie sich sicher sein, ich werde ohne nachzudenken mein leben nehmen. Ich kann nicht mit Angst und Verfolgungsgefühlen in Frankreich leben.
Ich habe in Deutschland Fuß gefasst, möchte hier bleiben und arbeiten. Hier in Deutschland sehe ich meine Zukunft, da ich hier in Frieden und ohne Angst leben kann.
Noch im diesem Jahr absolviere ich meinen Hauptschulabschluss. Meine Leistungen sind gut. Ich gelte in meiner Klasse als integriert. Die Deutschen akzeptieren mich so wie ich bin.
Was WIR möchten: Wir fordern, dass Sami umgehend ein geregelter Aufenthaltsstatus gewährt wird, der ihm ermöglicht, seine Zukunftspläne zu realisieren.
Die Unterzeichnung dieser Petition fordern, in Rahmen einer Härtefallregelung und im Sinne eines konstruktiven Integrationsgedanken, dass Sami seine eingeschlagenen Ausbildungs- und Lebensweg in Krefeld fortsetzen kann und dass Sami umgehend ein geregelter Aufenthaltsstatus gewährt wird, der ihm dies ermöglicht.
Bitte unterstützen sie Samis Lage und unterschreiben Sie diese Unterschriftenliste, um öffentlich Druck aufzubauen und zu zeigen, dass Sie hinter Sami stehen!
Petition gestartet:
27.03.2015
Sammlung endet:
26.09.2015
Region:
Deutschland
Kategorie:
Bildung
Jeder soll die Chance bekommen sein leben dort aufzubauen wo er es gerne möchte, Flüchtlinge sind keine Transportware, welche dort hin geschickt werden wo der Staat es will, sondern Individuen die ein recht auf Mitbestimmung haben.
Wenn Sami illegal nach Deutschland gekommen ist sollte er ganz schnell wieder dorthin gehen, wo er legalweise sein darf: FRANKREICH Wo kämen wir hin, wenn jeder tun und lassen würde, was er will, ohne die geltenden Gesetze zu beachten? Der junge Mann ist mit 25 Jahren alt genug, für sein Handeln selbst Verantwortung zu übernehmen.