• Von: Daniel Grein ( für das Forum Rettungsfachpersonal.de)
  • An: Bundesministerium für Gesundheit
  • Region: Deutschland mehr
    Kategorie: Gesundheit mehr
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Braunwalder Erklärung zur Diskussion um den Referentenentwurf für das Notfallsanitätergesetz

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Das unterzeichnende Rettungsfachpersonal möchte das Bundesministerium für Gesundheit, die Bundesregierung und die Bevölkerung der Bundesrepublik Deutschland darauf aufmerksam machen, dass es die Abwertung der Arbeit des Rettungsfachpersonals, wie sie zur Zeit durch einige Ärzteverbände in Stellungnahmen bezüglich des geplanten Notfallsanitätergesetzes (NotSanG) betrieben wird, weder für statthaft noch einer sachlichen Diskussion für zuträglich hält.

Stellungnahmen, die darauf abzielen, eine eigenständige Versorgung durch Rettungsdienstpersonal als Gefährdung der Patienten darzustellen, verkennen die gegenwärtige Situation. Bereits heute übernimmt Rettungsfachpersonal die qualifizierte notfallmedizinische Versorgung des überwiegenden Anteils der Notfallpatienten ohne Notarzt.

Durch die Implementierung der Ausbildung zum Notfallsanitäter und die Verlängerung der Ausbildungsdauer von zwei auf drei Jahre wird die notfallmedizinische Versorgung durch das Rettungsfachpersonal weiter verbessert.

Begründung:

In Stellungnahmen zum Referentenentwurf des Notfallsanitätergesetzes sprechen sich ärztliche Organisationen gegen Teile des Ausbildungszieles der künftigen Notfallsanitäter aus. Seitens der Ärzteverbände wird befürchtet, dass durch die vorgesehenen Kompetenzen für Notfallsanitäter eine Abkehr vom hierzulande etablierten Notarztsystem resultieren würde und es dadurch zu einer Gefährdung der Patienten und einer Verschlechterung des Systems insgesamt kommen werde.

Diese Aussagen erscheinen aus unserer Sicht in erster Linie standespolitisch motiviert.

Die in den Stellungnahmen plakativ aufgeführten Extrembeispiele notfallmedizinischer Maßnahmen sind weder Inhalt noch Ziel des Referentenentwurfs.
Weiter ist eine Abschaffung des Notarztsystems weder durch den Referentenentwurf noch das Rettungsfachpersonal intendiert. Durch die Beibehaltung des Notarztsystems bei gleichzeitiger Verbesserung der Ausbildung des Rettungsfachpersonals wird die Patientenversorgung in Zukunft weiter optimiert und keinesfalls verschlechtert.

In diesem Sinne wünschen wir uns künftig einen konstruktiven Dialog zwischen den beteiligten Verbänden, wie er in der täglichen Praxis auf Arbeitsebene seit jeher gelebt wird.


Braunwald/Schweiz, 14. Juli 2012

Daniel Grein, Rettungsassistent, Oberhausen-Rheinhausen
Nils Düster, BA, Lehrrettungsassistent, Lübeck
Alexander Grewen, Student BE, Rettungsassistent, Hamburg
Mathias Duschl, Rettungsassistent, Gattikon, Schweiz
Stefan Friedberg, Rettungsassistent, Kerzers/Chiètres, Schweiz
Jan Waldorf, MBA, Lehrrettungsassistent, Neuwied
Sebastian Kraatz, Lehrrettungsassistent, Stadtrat, Menden
Sebastian Pohl, MPP, Rettungsasssistent, Friedrichshafen
Christian Betgen, Rettungssanitäter, Heidelberg
Jörg Holzmann, Studienrat i.K., Lehrrettungsassistent, Edingen-Neckarhausen
Julia Schmider, Rettungsassistentin, Dormetingen
Thomas Werner, Rettungsassistent, Heidelberg
Mathias Wenzel, Rettungsassistent, Schweiz
Martin Greca, Rettungsassistent, Hamburg
Johannes Scheidle, Rettungsassistent, Mönchengladbach

Im Namen aller Unterzeichner/innen.

Oberhausen-Rheinhausen, 18.07.2012 (aktiv bis 14.08.2012)


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CONTRA: Der Notfallsanitäter soll über dem Rettungsassistenten stehen. Aber anstatt in dem Entwurf näher zu definieren was er an Komptenzen haben soll wird über der Baustelle Rettungsassistent einfach nur ein neues Bild geschaffen anstelle eine Ausbesserung des ...

CONTRA: ich bin selbst LRA und MPG BA .Ich bin für eine klare Definition beim RA und nicht für noch einen neuen Beruf.das schürt doch nur unmut unter und allen denn wir sitzen alle in einem Boot als RA

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