Wer zwischen Neuwied und Bonn am Rhein lebt, hat es schwer den romantischen Fluss zu überqueren. Nur in Neuwied und in Bonn führen feste Brücken über den Fluss. Die Fähren fahren meist nur zwischen 6:00 und 24:00 Uhr und kosten meist viel Zeit, Nerven und Geld. Darunter leiden private sowie geschäftliche Konktakte. Das wirtschaftliche und kulturelle Zusammenwachsen der Region wird gehemmt. Aus diesem Grund soll mit dieser Petition eine Rheinquerung (Tunnel oder Brücke) zwischen Linz und Remagen gefordert werden, die das Land RLP verfolgen und der Bund bauen soll.

Begründung

9 Punkte für den Fortschritt:

  1. Eine Rheinquerung fördert das Zusammenwachsen der Region in kultureller, sozialer und zwischenmenschlicher Hinsicht. Umwege über Bonn und Neuwied entfallen nach 12.00 Uhr.

  2. Eine Rheinquerung schafft eine schnelle und preisgünstige Verbindung der Kreise Ahrweiler und Neuwied. Unternehmer, Arbeitnehmer, Studenten, Schüler und Auszubildende profitieren von der finanziellen Entlastung.

  3. Eine Rheinquerung schafft bessere Verkehrsanbindungen. Zug- und Busverbindungen auf beiden Rheinseiten können besser genutzt werden. Eine zusätzliche Buslinie über den Rhein wäre möglich.

  4. Eine Rheinquerung schafft Wahlfreiheit. Schüler, Auszubildende und Arbeitnehmer haben mehr Möglichkeiten zwischen verschiedenen Ausbildungs- und Arbeitsplätzen zu wählen.

  5. Eine Rheinquerung sorgt für eine schnelle und sichere Notfallversorgung. Krankenwagen- und Feuerwehreinsätze können rheinübergreifend besser koordiniert und geplant werden.

  6. Eine Rheinquerung verbessert die wirtschaftlichen Beziehungen zwischen den Unternehmen im Kreis Neuwied und Ahrweiler. Handwerksbetriebe können besser rheinübergreifend Aufträge annehmen, Transportfahrer werden von zusätzlichen Wartezeiten entlastet, Touristen wechseln vermehrt die Rheinseiten.

  7. Eine Rheinquerung schafft Arbeitsplätze. Durch den Bau und die Instandhaltung einer Rheinquerung profitiert die Bauwirtschaft und längerfristig die Wirtschaft der gesamten Region.

  8. Eine Rheinquerung entlastet die Anwohner. Sie verbindet die A61 mit der A3. LKW- und Autofahrer müssen nicht mehr verstärkt die B42 oder die B9 belasten, um die Brücke in Neuwied zu nutzen.

  9. Eine Rheinquerung fördert die interkommunale Zusammenarbeit. Die ländliche Gesellschaft überaltert. Feuerwehren auf dem Land fehlen langsam die Freiwilligen. Fusionen in der Verwaltung sind unvermeidlich. Eine Rheinquerung wird dem demografischen Wandel gerecht.

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Neuigkeiten

  • Brückeninitiative Linz-Remagen löst sich auf

    Enttäuschung über Ergebnis der Koalitionsverhandlungen in Rheinland Pfalz

    Mit großer Enttäuschung hat die Brückeninitiative zum Bau einer Rheinquerung zwischen Linz und Remagen von den Ergebnissen der Koalitionsverhandlungen in Mainz Kenntnis genommen. In diesem heißt es auf Seite 48 und 49, dass 600 Millionen Euro dem Landesbetrieb Mobilität zukünftig zur Verfügung gestellt werden sollen um das Straßennetz in Rheinland Pfalz zu erhalten. Grundsätzlich gelte: Erhalt vor Neubau. Als Neubauprojekte sollen lediglich eine Machbarkeitsstudie für eine Brücke in Bingen- Rüdesheim und die Planungen für die Mittelrheinbrücke wieder aufgenommen werden. Zusätzlich sollen die Fährverbindungen im Mittelrheintal erhalten bleiben, da sie eine hohe verkehrliche Bedeutung haben und Bestandteil des Weltkulturerbestatus sind.

    Für die Initiative ist dies das Ende der Bemühungen um eine Rheinquerung bei Linz-Remagen. Denn, wenn der Welterbestatus auf das untere Mittelrheintal zukünftig ausgeweitet wird, bedeutet es, dass die Fähre zwischen Linz und Remagen ebenfalls erhalten werden muss. Eine Brücke wäre in diesem Fall paradox, da das Land neben dem Bau der Brücke, auch dafür Sorgen müsste, dass die Fähre trotz Brücke weiterfährt. In diesem Fall ist es mehr als fraglich, ob eine Brücke noch wirtschaftlich wäre, wenn das Land gleichzeitig eine Fähre subventionieren muss, die neben der Brücke ohne Autos hin und her pendelt.

    Zudem ist eine Priorisierung der Mittelrheinbrücke ein reiner Symbolakt. Faktisch gesehen wäre eine Brücke am unteren Mittelrheintal wesentlich wirtschaftlicher als bei Sankt Goar. Dies lässt sich allein schon an der prognostizierten Zahl von 10.000 Fahrzeugen pro Tag sehen, die eine Brücke bei Linz/Remagen überqueren würden. Im Mittelrhein sollten es lediglich 7000 Fahrzeuge sein.

    Enttäuscht zeigte sich die Initiative auch von der Industrie und Handelskammer in Koblenz. Eine Anfrage vor der Wahl, ob die Handelskammer eine Rheinquerung bei Linz/Remagen befürworte, wurde zwar positiv zur Kenntnis genommen, öffentlich wollte aber niemand richtig dazu Stellung beziehen. Die Handwerkskammer betrieb lieber Stimmungsmache für die Mittelrheinbrücke. Erst nach der Wahl wurde anhand der Pendlerströme festgestellt, dass eine Rheinquerung im Norden von Rheinland Pfalz eine sinnvolle und notwendige Infrastrukturmaßnahme sei. Diese Unterstützung hätte die Initiative vor der Wahl gebraucht und nicht erst nach Abschluss der Koalitionsverhandlungen in Rheinland Pfalz.
    Die Initiative ist der festen Überzeugung, dass in diesem Falle weit mehr als die 1000 gesammelten Unterschriften hätten zusammenkommen können, die im März an den Innenminister Roger Lewentz übergeben worden waren.

    Besonders ernüchtert zeigt sich die Initiative gegenüber der FDP. Die Liberalen in Rheinland Pfalz hatten die Unterschriftensammlung stark unterstützt und die Rheinquerung zwischen Linz und Remagen sogar im Wahlprogramm stehen. Alle Hoffnungen, dass zumindest die Planungen für die Querung nach dem Ausscheiden der Brücke aus dem Bundesverkehrswegeplan vom Land neu aufgenommen werden, wurden nicht erfüllt. Die Chance eine Rheinquerung an dieser Stelle in den nächsten 15-20 Jahren zu realisieren wurde vertan. Die Initiative stellt aus diesem Grund ihr Engagement ein.

  • Wie schon geschrieben, wurde die Petition in dieser Woche eingereicht.

  • Sehr geehrte Damen und Herren,
    Liebe Freunde einer Rheinquerung,

    am heutigen Tage wurden die über 1000 Unterschriften an das Innenministerium von Rheinland Pfalz geschickt. Sie belegen eindrucksvoll, dass die Berechnungen des alten Bundesverkehrswegeplanes in etwa stimmen, die von einer Pendlerzahl von 1300 Pendlern pro Tag ausgehen.

    Auch, wenn eine Umsetzung dieser Rheinquerung durch öffentliche Gelder erst in einigen Jahren möglich scheint, gibt es jedoch auch noch den privatwirtschaftlichen Weg. Eine Genossenschaft aus Bürgern, Gemeinden, Banken und Unternehmen in der Region könnte die Rheinquerung bauen und unterhalten. Kleinanleger würden davon profitieren, da die Banken höhere Zinsen zahlen könnten. Die Gemeinden hätten längerfristig neue Einnahmequellen und müssten Steuern nicht erhöhen, die den Bürger zusätzlich belasten würden. Ein Nachteil wäre ein Brückengeld, welches jedoch bei den prognostizierten Zahlen preiswerter wäre als das aktuelle Fährgeld.

    Eine Rheinquerung kann somit also durchaus in den nächsten Jahren realisiert werden. Der Bund hat hierzu eine gesetzliche Vorlage schon vor Jahren geschaffen, die eine privatwirtschaftliche Bewirtschaftung von Bundesstraßen möglich machen würde. Eine Rheinquerung also bis 2030 zu bauen, ist somit gar nicht so unrealistisch.

    Ob einer privatwirtschaftlichen Rheinquerung an dieser Stelle jedoch zugestimmt wird, hängt von den Parteien im zukünftigen Landtag von RLP ab. Sie haben daher am kommenden Sonntag die Wahl. Achten Sie genau darauf, wer für eine solche Rheinquerung eher offen ist und wer nicht. Fragen Sie konkret bei den Parteien nach, wer für eine solche Rheinquerung ist und wer nicht. Motivieren Sie Befürworter der Rheinquerung wählen zu gehen.

    Mit freundlichen Grüßen
    Thomas Napp

    PS: Eine zweispurige Rheinquerung im Bereich Linz/Remagen würde wesentlich kleiner ausfallen, als die von den Grünen polemisch dargestellte vierspurige Autobahnbrücke durchs Mittelrheintal.

Pro

Für ein Zusammenwachsen der Region in Kultur und Wirtschaft. Gegen den CO2 Ausstoß von Fährschiffen.

Contra

Die Brücke an sich wäre ja schön. Doch die Folgewirkung auf den Straßen in Richtung Autobahn müssen berücksichtigt werden: Bad Honnef, Ortsteil Rottbitze, wird sich "bedanken" für noch mehr Durchgangsverkehr! Auch in den anderen Ortsdurchfahrten wird das erhöhte Fahrzeug-Aufkommen die dort lebenden Bürger nicht erfreuen. Rottbitze wird eine Umgehungsstraße bauen wollen und damit wieder mehr Naturzerstörung und Belastungen für andere Orte verursachen.