Nach unseren Ermittlungen zu den nachfolgenden Informationen einer Planung und eventuellen Errichtung eines Testfeldes für Windkrafträder, sprechen wir uns als Bürgerinitiative klar gegen dieses Vorhaben aus:

Kommunalpolitiker im Landkreis Oder-Spree (Bundesland Brandenburg) beabsichtigen, in einem zu schützenden Gebiet, dem Stadtwald von Fürstenwalde/Spree, Windräder zu errichten.

Der Standort ist nach bisheriger Regionalplanung nicht genehmigungsfähig für Windkraftanlagen. Dennoch hat die Stadt Fürstenwalde/Spree aktuell ihre Verwaltung beauftragt, tätig zu werden.

Als so bezeichnetes „Windtestfeld“ sollen die Windräder im Wald aufgestellt werden. Die Stadt versucht, durch Verhandlungen mit dem zuständigen Landesministerium hierfür eine Sondergenehmigung zu erhalten.

  • Sitzungsniederschrift der Stadtverordnetenversammlung vom 25.09.2014 Link: binfo.fuerstenwalde-spree.de/to0040.php?__ksinr=770

  • Verweis auf Urheber (Quelle: Link Ratsinformationssystem der Stadt Fürstenwalde/Spree „Potentielles Windeignungsgebiet“) Link: binfo.fuerstenwalde-spree.de/to0050.php?__ktonr=21202

Begründung

Wir…

…sind gegen die Zerstörung von geschützten Naturlandschaften, Wäldern und Wiesen durch die Errichtung von Windkrafträdern.

…unterstützen keine Projekte, wie das eines Testfeldes aus Windrädern, bei denen gesetzliche Anforderungen zum Vorteil für Investoren neu definiert werden.

…unterstützen insbesondere auch nicht das im Fürstenwalder Stadtwald geplante Testfeld, weil…

… hauptsächlich wirtschaftliche Erträge auf Kosten der Natur erzielt werden sollen.

…es sich in einem Wasserschutzgebiet befinden …und direkt mit einem Naturschutzgebiet in Konflikt geraten würde.

…sich dort geschützte Vogelarten zur Brutsaison aufhalten, um ihren Nachwuchs aufzuziehen. Beispielsweise nistet in dem Gebiet nachweislich ein Fischadler Paar. Auch lebt dort der Rotmilan, der sogar auf der Liste bedrohter Tierarten geführt wird. Der Rotmilan ist bei uns in Deutschland mit der stärksten Population weltweit vertreten. Damit tragen wir eine immense Verantwortung für den Schutz dieser bedrohten Greifvogelart.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung

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Neuigkeiten

  • Es wird nach aktuellen Stand der Dinge, kein Testfeld im besagten Fürstenwalder Stadtwald geben. Im Gebiet zwischen Füw. Beerenbusch - Neuendorf i. S. - Berkenbrück.

    Dennoch ist unsere Aufmerksamkeit in naher Zukunft auf das weitere Handlungsgeschehen durch die Planungsgemeinschaft und dem Fürstenwalder Bürgermeister gerichtet.

    Momentan müssen wir den weiteren Verlauf zu den Planungen abwarten und gegebenfalls reagieren.

    Berkenbrücker Bürgerinitiative

  • am 15.12.2014

    nochmals herzlichen Dank auch im Namen meiner Mitstreiter für Ihre Teilnahme an der Petition.

    Bitte entschuldigen Sie die Verzögerung meiner Rückmeldung. Die Aktivitäten der Gruppe in das ohnehin straffe tägliche Zeitregime einzupassen, fällt gerade in der Vorweihnachtszeit nicht ganz leicht.

    Wie angekündigt, trafen wir am 03.12.2014 mit Herrn Bürgermeister Hengst zusammen.
    Er erklärte, dass die im MOZ-Artikel von September ausgewiesene Fläche des Stadtwaldes zwischen Berkenbrück und Neuendorf i. S. für ein „Windtestfeld“ definitiv nicht mehr in weitere Planungen einbezogen werde. Auf unsere Nachfrage hin hatte Ende November schon Herr Rump, Leiter der Regionalen Planungsstelle, ausgeführt, dass der angesprochene Bereich des Stadtwaldes nach aktuellem Bearbeitungsstand die Anforderungen an Windräder nicht erfüllen werde (zit. „Tabuflächenkulisse“).

    Maßgebliches Ausschlusskriterium in dem Gebiet, das seitens des potentiellen Investors (Firma DEIG Energietechnik – Insumma GmbH) für das Testfeld vorgeschlagen worden sei, wären laut Herrn Hengst die Trinkwasserschutzzonen. Der Artenschutz spiele keine Rolle. Nach den Protokollen und Aufzeichnungen von Herrn Wunsch finden sich dort Nistplätze u. a. von Fischadler und Rotmilan. Zumindest der Rotmilan dürfte nach unserer Auffassung der EU-Vogelschutzrichtlinie unterfallen (Tabu-Kriterium „Europäische Vogelschutzgebiete“).

    Herr Hengst kündigte an, dass es „Windzonen“ in anderen Teilbereichen des Stadtwaldes geben werde (Veröffentlichung des Plans voraussichtlich Mitte 2015). Aus diesem Grunde komme er unserer weiter gehenden Forderung, doch generell auf die Suche nach einem „Testfeld“ im Stadtwald zu verzichten, also den Stadtverordnetenbeschluss vom 25.09.2014 zurückzunehmen, nicht nach. Bezüglich der Auswirkungen von Windkraftanlagen auf Waldbiotope bestand bei ihm keinerlei Sensibilität. Gerade für ein „Testfeld“ mit zeitlich begrenzter wirtschaftlicher Nutzung 60 Jahre alte Bäume zu roden und Tiere und Pflanzen zu gefährden, bleibt nicht nachvollziehbar. Gegebenenfalls wirken sich die o. g. Aspekte des EU-Vogelschutzes auch auf die zukünftig ggf. neu definierten Windzonen im Stadtwald aus. Die konkrete Lage ist uns ja nicht bekannt.

    Besorgnis besteht unsererseits außerdem angesichts der von Herrn Hengst angesprochenen Überlegungen, gegebenenfalls außerhalb des laufenden Planverfahrens ein "Zielabweichungsverfahren" anzustoßen. Auf diesem Wege könnten aus Sicht von Herrn Hengst unter etwas erleichterten Anforderungen (z. B. reduzierte Abstandsflächen) in kürzerer Zeit (ohne Rechtskraft des Regionalplans Windenergie) Windkraftanlagen errichtet werden. Die Entscheidung über die Zulässigkeit eines solchen Vorhabens obliege den Landesministerien.

    Wir sehen dieses Vorgehen besonders kritisch, da „unbürokratisch“ vollendete Tatsachen auch in grundsätzlich nicht geeigneten Gebieten geschaffen und Windräder als „Testfeld“ errichtet werden könnten.

    Weiterhin sammeln wir Unterschriften (aktueller Stand: ca. 500).

    Eine schöne Adventszeit für Sie

    Sprecher Bürgerinitiative
    Olaf Wunsch

Pro

man sollte schon die Natur dabei etwas berücksichtigen und nicht einfach planen, die Fläche einfach per Sondergenehmigung als Testfeld zu deklarieren und hoffen, dass keiner was merkt. Dabei sind hier ca. 3.000 m² Holz zu fällen, der Brutort des Fischadler wird gefährdet und andere Arten genauso. Diese Fläche ist als Tabu-Zone ausgegeben und liegt im Wasserschutzgebiet. Es gibt genügend andere Flächen für solch eine Anlage im Gebiet um Fürstenwalde die verträglicher mit der Natur sind.

Contra

Fortschritt schon, aber nicht bei mir vor der Haustür!!! Diese Einstellung ist leider in Deutschland sehr weit verbreitet. Wie schade!