188 Signatures
Petition addressed to: Oberbürgermeister Burkhard Jung
Transparenz und Bürger*innenbeteiligung einfordern- Petition zum „Till Fest 2026“ am Völkerschlachtdenkmal endlich bescheiden!
Sehr geehrter Herr Oberbürgermeister Burkhard Jung, sehr geehrte Mitarbeiter*innen des Petitionsausschusses der Stadt Leipzig, sehr geehrte Stadträt*innen,
am 24. Februar 2026 habe ich eine Petition bei der Stadt Leipzig eingereicht mit dem Titel:
„Till Fest 2026 am Völkerschlachtdenkmal untersagen - wegen erhöhter Gefahren für FLINTA*, Sicherheitsrisiken, Lärm, Umweltschäden und Anwohner*innenbelastung.“
Am 20. März 2026 wurde diese Petition dem Petitionsausschuss vorgelegt und zwecks Zuständigkeit an Sie, Herr Oberbürgermeister, zur Beantwortung übergeben.
Bis heute, mehr als zwei Monate später (Stand 11. Juni 2026), habe ich keinerlei Rückmeldung, Zwischenbescheid oder Termin erhalten.
Dieses Schweigen weckt bei mir und vielen anderen Leipziger*innen den Eindruck, dass das Anliegen nicht ernsthaft geprüft, sondern auf die lange Bank geschoben wird, bis eine mögliche Untersagung oder Auflagen zu spät kämen und das Event de facto nicht mehr zu verhindern wäre. Das widerspricht dem Geist einer lebendigen Bürger*innenbeteiligung und dem Petitionsrecht.
Unsere zentralen Bedenken bleiben bestehen:
Schutz vulnerabler Gruppen:
Die massiven öffentlichen Vorwürfe sexueller Übergriffe und Machtmissbrauchs gegen Till Lindemann seit 2023 (u. a. Berichte von NDR, SZ, Spiegel) haben zu breiter gesellschaftlicher Debatte und Protesten geführt. Auch wenn strafrechtliche Ermittlungen eingestellt wurden, bleibt die Verantwortung der Stadt, ein Umfeld zu vermeiden, in dem Belästigung oder Retraumatisierung erleichtert werden könnten. Insbesondere bei einem mehrtägigen Open-Air-Event mit Alkohol, Nachtstunden und Zehntausenden Besucher*innen.
Sicherheit, Lärm und Verkehr:
Bei erwarteten großen Besucher*innenzahlen drohen Gedränge, Infrastrukturüberlastung, Rettungswegprobleme und massive Lärmbelastung für die Anwohner*innen in Stötteritz, Probstheida,Reudnitz, Connewitz und der Südvorstadt, weit über die üblichen Grenzen hinaus und entgegen dem Lärmaktionsplan.
Umwelt- und Naturschutz:
Das Gelände am Völkerschlachtdenkmal ist sensibel. Geschützte Arten (Brutvögel, Fledermäuse, Amphibien etc.) sowie Boden und Grünflächen wären durch ein Großevent stark gefährdet. Das steht im Widerspruch zu Naturschutzrecht und städtischen Zielen.
Symbolik und Haltung der Stiftung:
Das Völkerschlachtdenkmal ist ein Mahnmal. Die Stiftung Völkerschlachtdenkmal hat sich explizit von dem Event distanziert: Es findet ohne ihre Beteiligung oder Unterstützung statt und sie distanziert sich von Gewaltverherrlichung, Diskriminierung und Frauenfeindlichkeit.
Wir fordern Sie daher auf:
- Die Petition umgehend (spätestens innerhalb der nächsten zwei Wochen) offiziell zu bescheiden und das Ergebnis sowie die wesentlichen Prüfergebnisse öffentlich zu machen.
- Alle relevanten Genehmigungen (Sondernutzung, Lärmausnahme, Verkehrsregelung etc.) einer erneuten, transparenten Risikoabwägung zu unterziehen unter Einbeziehung der betroffenen Anwohner*innen, der Naturschutzbehörde und der Stiftung.
- Grundsätzlich bei Großveranstaltungen an sensiblen Orten eine frühzeitige und umfassende Bürger*innenbeteiligung sicherzustellen.
Dieser offene Brief wird öffentlich gemacht und steht allen Unterstützer*innen zum Mitzeichnen offen. Wir erwarten eine sachliche, zeitnahe und transparente Antwort im Sinne der Leipziger Bürger*innen.
Mit freundlichen Grüßen
Katrin Lehmann
Reason
Ich bin Anwohnerin und gehöre zu den vulnerablen Gruppen.
Petition details
Petition started:
06/11/2026
Collection ends:
12/10/2026
Region:
Leipzig
Topic:
Administration
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Es ist absolut beschämend dass der Täter Lindemann in Leipzig die Möglichkeit bekommen soll sich selbst zu feiern, während vulnerable Gruppen nicht gehört werden. Leipzig will und darf nicht dafür herhalten. Und eine Verwaltung, die das zulässt oder gar begünstigt, wäre eine grobe Fehlbesetzung für diese Stadt. Das darf nicht sein!