Bundesgesetz zur Finanzierung von Stadttauben-Management nach dem Augsburger Modell

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Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

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2.088 von 30.000 für Quorum in Deutschland Deutschland

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Petition richtet sich an: Deutscher Bundestag Petitionsausschuss

1. Anlass und Problemdarstellung
Stadttauben in deutschen Städten leiden systematisch an Hunger, Krankheiten und fehlender Unterkunft. Sie sind Nachkommen domestizierter Brieftauben, die ausgesetzt wurden und sich nicht selbst versorgen können. Das Tierschutzgesetz (§ 2 Nr. 1) und das Staatsziel Tierschutz (Art. 20a GG) verpflichten Kommunen zur artgerechten Versorgung. Diese Verpflichtung wird nicht erfüllt – nicht aus Unwilligkeit, sondern aus fehlenden Mitteln.

2. Augsburger Modell – Bewährte Lösung
Das Augsburger Modell ist wissenschaftlich bewährt und tierschutzgerecht:

  • Betreute Taubenschläge mit artgerechtem Futter
  • Eiaustausch durch Gipsattrappen (humane Populationskontrolle)
  • 80% des Taubenkots bleibt im Schlag
  • Resultat: Stabilisierte Populationen, weniger Bürgerbeschwerden, sinkende Reinigungskosten

Kosten pro Standort: 25.000 € Aufbau + 15.000 € jährlich. Bundesweit benötigt: 500–1.000 Schläge → 12,5–25 Millionen € Aufbau + 7,5–15 Millionen € jährlich.

3. Finanzierungslösung: Abgabe auf Taubenzucht und Taubensport
Das Stadttauben-Problem ist menschenverursacht. Brieftaubenzüchter und Taubensport-Veranstalter sind historisch verantwortlich für Überpopulation durch Entflüchtung und Freisetzung. Eine Spezialabgabe ist daher in unseren Augen gerecht:

  • Brieftaubenzüchter: 50–100 € jährlich
  • Taubenrennen-Organisatoren: 500–2.000 € (nach Größe)
  • Geschätzte Einnahmen: 2–5 Millionen € bundesweit jährlich

4. Zweckbindung und Verwendung
40% – Betreute Taubenschläge nach Augsburger Modell
30% – Betreute Futterstellen
25% – Kostenerstattung für Pflegestellen/Auffangstationen
5% – Beratung

5. Warum diese Petition notwendig ist
Rechtliche Verpflichtungen werden ignoriert. Hundehalter zahlen 414 Millionen € Hundesteuer – das Geld fließt in allgemeine Haushalte, nicht in Tierschutz. Taubensport-Betreiber sollten für ihre Verantwortung mitfinanzieren. Pilotprojekte in Berlin und Hamburg zeigen: bundesweite Lösungen sind machbar.

6. Forderung an den Bundestag

  • Bundesgesetz mit zweckgebundenem Taubenschutzfonds
  • Spezialabgabe auf Taubenzucht und Taubensport
  • Verbindliche Förderung für Kommunen und Tierschutzvereine
  • Einheitliche bundesweite Standards
  • Evaluationsklauseln nach 3 Jahren

7. Warum unterstützen?
✅ Tierschutz: Augsburger Modell ist nachweislich tierschutzgerecht
✅ Kosteneffizienz: Langfristige Kostenersparnis durch dauerhafte Lösung
✅ Gerechtigkeit: Taubensport trägt Kosten seiner Verantwortung
✅ Rechtsstaatlichkeit: Tierschutzgesetze endlich umgesetzt
✅ Bundesweit: Einheitliche Standards statt Flickenteppich

Begründung

1. Dokumentierte Situation in Berlin und Deutschland
In Kreuzberg dokumentierte PETA 2022 tierschutzwidrige Vergrämung: Tauben auf Spikes aufgespießt, qualvoll gestorben. Dies verstößt gegen das Tierschutzgesetz (§ 2 Nr. 1). Seit 2023/2024 dokumentiert die Berliner Polizei Taubenmisshandlung an öffentlichen Orten (Kottbusser Tor). Ohne legale Managementstrukturen entstehen illegale und gefährliche Reaktionen.

2. Krankheiten unterernährter Stadttauben
Das Paramyxovirus ist eine der folgenreichsten Erkrankungen für Stadttauben: Übertragung durch Kotschmierinfektion, Speichel und Atemtröpfchen; Tauben scheiden das Virus 3 Wochen aus, bevor Symptome sichtbar sind. Folgen: neurologische Ausfallerscheinungen, Dauerschäden.
Trichomoniasis und Salmonellose werden durch verunreinigte Futterplätze übertragen und treten in unterversorgten Populationen gehäuft auf.
Unterernährte Tauben produzieren „Hungerkot" – flüssig, schwieriger zu reinigen, höhere Stadtreinigungskosten.

3. Rechtliche Verpflichtung ohne Finanzierung
Das Tierschutzgesetz (§ 2 Nr. 1) und Art. 20a GG verpflichten Kommunen zur artgerechten Versorgung von Stadttauben. Die Berliner Senatsverwaltung empfiehlt seit 2023 das Augsburger Modell als Standardlösung. Doch Bezirke setzen es nicht um – nicht aus Unwilligkeit, sondern aus Finanzierungsmangel. Keine Kommune kann das allein tragen. Daher werden Spikes und Netze verwendet – trotz Tierschutzgesetz.

4. Augsburger Modell: Nachgewiesene Effizienz
Das Modell wird seit 20 Jahren in über 60 Städten erfolgreich umgesetzt: Stabilisierung der Populationsgröße, deutlich geringere Bürgerbeschwerden, reduzierte Reinigungskosten langfristig.

5. Verantwortung der Taubenzucht und des Taubensports
Stadttauben sind Verwilderte Nachkommen domestizierter Brieftauben, die aus Rennveranstaltungen entfliehen oder absichtlich freigelassen werden. Die Taubensport-Industrie ist die direkte Ursache der Stadttauben-Problematik. Es ist sachlich begründet, dass Züchter und Sporttreibende zur Lösungsfinanzierung beitragen.

6. Warum bundesweite Finanzierung notwendig ist
Aktuell: Augsburg hat das Modell, Berlin hat Empfehlungen ohne Umsetzung, viele Städte kennen es nicht. Resultat: Flickenteppich.
Bundeslösung bietet: Einheitliche Standards bundesweit, sichere Finanzierung, Skaleneffekte, faire Lastverteilung auf Taubensporttreibende.

7. Status quo ist nicht nachhaltig
Über 50 Taubenhilfe-Vereine retten kranke Stadttauben, arbeiten aber chronisch unterfinanziert. Ehrenamtliche entwickeln Burnout. Vergrämung kostet Millionen jährlich, dauerhafte Lösungen werden nicht finanziert. Bundesfinanzierung ist keine zusätzliche Last – sie ist eine Effizienzmaßnahme.

Vielen Dank für Ihre Unterstützung, Tauben Kreuzberg n.e.V., Berlin
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Angaben zur Petition

Petition gestartet: 26.12.2025
Sammlung endet: 25.06.2026
Region: Deutschland
Kategorie: Tierschutz

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Es ist lange lange schon überfällig, dass diese armen Geschöpfe endlich die Pflege und Akzeptanz, die Unterstützung bekommen, die sie verdient haben. Und die Taubenhasser, Züchter und Verfechter des Taubensports sind maßgeblich für das Leid der Tauben verantwortlich!

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