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Bundesweit verpflichtende Einführung von Unterricht in Wiederbelebung spätestens ab der 7. Klasse

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  1. Algatatud 10.09.2021
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Wiederbelebungs-Unterricht erhöht die Überlebensrate. So könnten jedes Jahr mindestens 10.000 Leben mehr gerettet werden. Denn jedes Kind kann mit nur zwei Schulstunden pro Jahr und mit seinen eigenen Händen Leben retten! Es ist ganz einfach.

Eine Zahl, die innehalten lässt: Mehr als 70.000 Menschen in Deutschland erleiden jedes Jahr einen Herz-Kreislauf-Stillstand. Er ist damit die dritthäufigste Todesursache. Viele dieser Leben könnten jedoch gerettet werden – mit nur zwei Händen! 

Jede Minute zählt – eine Herzdruckmassage kann Leben retten

Bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand zählt jede Minute. Allein drei Minuten ohne Sauerstoff können das Gehirn irreparabel schädigen. Fünf Minuten ganz ohne Sauerstoff und das Gehirn ist in nahezu allen Fällen tot. Bis in Deutschland jedoch der Rettungsdienst eintrifft, dauert es durchschnittlich neun Minuten …

Es ist daher unbedingt erforderlich, bei einem Herz-Kreislauf-Stillstand sofort mit einer Herzdruckmassage zu beginnen. Denn es befindet sich bei Erwachsenen meist noch genug Sauerstoff im Blut, der aber durch den fehlenden Herzschlag nicht zum Gehirn gelangt. Das muss ein Helfer unbedingt unverzüglich von außen übernehmen.

Da der Herz-Kreislauf-Stillstand häufig im häuslichen Umfeld geschieht, überleben aktuell nur zehn Prozent der Betroffenen, weil das Wissen um die einfachen Handgriffe und das richtige Handeln bei Angehörigen meist fehlt. Nur in 40 Prozent der Fälle helfen medizinische Laien vor Ort und führen vor dem Eintreffen des Notarztes oder der Notärztin eine Herzdruckmassage durch.

Dabei ist es tatsächlich kinderleicht, zu helfen! Würde jede*r Bürger*in Wiederbelebung erlernen und beherrschen, könnten wir in Deutschland mindestens 10.000 Menschenleben jährlich zusätzlich retten!

Deshalb fordern wir die bundesweit* verpflichtende Einführung von zwei Schulstunden jährlich in Wiederbelebung, spätestens ab der 7. Klasse und bis zum Ende der Schulzeit.

*z.B. durch zur Verfügung stellen von Materialien für Lehrkräfte über die BZgA, durch finanzielle Beteiligung an Projekten der Länder und durch die Regelungskompetenz im Bereich der Prävention und Gesundheitsförderung u.a.

Förderer der Kampagne: Deutsches Rotes Kreuz, Verband der privaten Ersten Hilfe Schulen, Deutsche Gesellschaft für Kardiologie – Herz- und Kreislaufforschung e.V., Springer Medizin, Arbeiter-Samariter-Bund, Deutsche Interdisziplinäre Vereinigung für Intensiv- und Notfallmedizin e.V., Deutsche Lebens-Rettungs-Gesellschaft e.V., Primeros, Johanniter Unfallhilfe e.V., Malteser Hilfsdienst e.V.

Unterstützer der Kampagne: ADAC Stiftung, Notfall-Medizinisches-Bildungszentrum Vogtland, Der Dozent, Helfende Franken, First & Safe, littleplan, mefina medical, mindray, Region der Lebensretter, Rescor – Akademie für Lebensretter, Deutsche Gesellschaft für Thorax-, Herz- und Gefäßchirurgie e.V., ADAC Luftrettung

Selgitus

Schon seit 2015 wird von der Weltgesundheitsorganisation WHO für alle Schüler*innen Unterricht in Wiederbelebung ab der 7. Klasse empfohlen. Und tatsächlich ist die Schüler*innenausbildung eine der effektivsten, einfachsten und anhaltendsten Methoden, um die Reanimationsquote durch Laien zu steigern. Die Schüler*innen dienen als Multiplikatoren im Familien- und Freundeskreis und tragen ihr Wissen nachhaltig weiter. Wiederbelebung wird so einfach wie Fahrrad fahren oder schwimmen.

Im Jahr 2014 empfahl auch in Deutschland der Schulausschuss der Kultusministerkonferenz eine flächendeckende Einführung von Wiederbelebungs-Unterricht in Schulen. Diese Empfehlung wurde jedoch in den meisten Bundesländern bis heute nicht, beziehungsweise nicht flächendeckend, umgesetzt.

Europäische Beispiele zeigen: Wiederbelebungs-Unterricht erhöht die Überlebensrate

Dabei zeigen Beispiele aus anderen europäischen Ländern, dass eine gesetzliche Verankerung der Schüler*innenausbildung in Wiederbelebung tausende Menschenleben jährlich rettet!

In Dänemark wurde im Jahr 2005 der Wiederbelebungs-Unterricht gesetzlich festgeschrieben. Seither hat sich die Laienreanimationsquote von 20 Prozent im Jahr 2000 auf mehr als 60 Prozent im Jahr 2020 gesteigert. Die Überlebensrate von betroffenen Menschen hat sich verdreifacht. Andere Länder wie die Niederlande und Schweden weisen sogar eine Laienreanimationsquote von 70 Prozent und mehr auf.

Hiermit in Deutschland gleichzuziehen, ist unser Ziel! Jedes Kind kann mit nur zwei Schulstunden pro Jahr mit seinen eigenen Händen Leben retten! Es ist ganz einfach.

Quellen:

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Uus keeleversioon

uudised

arutelu

Jede Ausbildung und jedes Training sorgen für mehr Sicherheit bei potentiellen Lebensrettern. Und wenn nachher nur ein Teil wie ien sofortiger Notruf "hängen bleibt" ist das schon ein Gewinn.

Ich durfte an unserer Schule die Konzepte zur HLW mit ausarbeiten. Mir macht es viel Spaß, diese mit den Kindern zu trainieren. Trotzdem mache ich die Kontrakiste auf. Akt. Studien stützten die Zahlen nicht. Es sieht so aus, als müsse man auch unten denen recht lange nach Überlebenden suchen, die zuvor bereits suffizient von Ersthelfern behandelt wurden - noch seltener sind Betroffene mit neurologischem Outcome, das ein selbstbestimmtes Leben ermöglicht. Die Zahlen, die hier genannt werden, lassen sich wohl nicht erreichen. Ich wünsche mir hier mehr Ehrlichkeit!

Miks inimesed allkirjastavad

  • enne 8 minutit

    Ich bin neben meinem Beruf als Lehrerin ausgebildete Rettungssanitäterin, ehrenamtlich im Rettungsdienst tätig und könnte dieses Fach selber unterrichten.

  • enne 15 minutit

    Da ich selbst im Rettungsdienst einer großen Firma arbeite und ich es wichtig finde.

  • Jo Hunzinger Müllheim

    enne 28 minutit

    Durch die einfachen Maßnahmen der Wiederbelebung, auch wenn es nur die Herzdruckmassage ohne Beatmung ist, können schwere Hirnschäden o.Ä. von Patienten abgewendet werden. Und: es kann jeden zu jeder Zeit treffen; sowohl als Helfer als auch als Betroffener.

  • Pole avalik Bad Bederkesa

    enne 33 minutit

    Ich bin Ausbilder in der Ersten Hilfe. Zudem arbeite ich im Rettungsdienst und sehe die Folgen der Unterlassung.

  • enne 42 minutit

    Je breiter das Bewusstsein und das Wissen in Erster-Hilfe in unserer Bevölkerung vorhanden ist, desto größer ist die Wahrscheinlichkeit, für jeden Einzelnen, lebensgefährliche Situationen in der Öffentlichkeit zu überleben.

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