Petition richtet sich an:
Deutscher Bundestag Petitionsausschuss
Behandlungsfehler von Ärzten werden in Deutschland bewusst und systematisch verschwiegen, eine Offenlegungspflicht selbst im eigenen Haus, z.B. einer Klinik, besteht nicht. Lediglich über das System C.I.R.S. ist eine anonymisierte Meldung durch Dritte (Ärzte, Krankenschwestern, Apotheker) innerhalb des Systems möglich. Diese Politik des Verschweigens besteht in anderen Gesundheitssystemen nicht, vielmehr hat man z.B. in England, den USA und vielen anderen Ländern der Welt eine Verpflichtung der Behandler gesetzlich etabliert, ihre Fehler vor dem Team und damit der Öffentlichkeit zu offenbaren, um damit das Risiko einer Wiederholung solcher Fehler zum Schaden von Patienten in vergleichbaren Situationen möglichst gering zu halten.
Diese Petition fordert das Ende einer Politik, welche auf dem Rücken der Patienten der Ärzteschaft ermöglicht, Fehlleistungen geheim zu halten und damit verhindert, dass vergleichbare Fehler von anderen wiederholt werden.
Begründung
Circa 15% aller weltweit getroffenen Diagnosen sind falsch, was jedes Jahr in Summe Millionen von Toten bedeutet, weshalb die WHO das Jahrzehnt 2020-2030 zum Jahrzehnt der Patientensicherheit erklärt hat, und in einem globalen Aktionsplan alle Staaten zum Handeln auffordert, um die Zahl unnötiger, "systembedingter" Toter und Verletzter zu verringern. Meine Freundin wurde tragisches Opfer dieser Politik und Haltung. Weil die Ärzte eigene Fehler nicht in der Krankenakte veröffentlichen müssen, konnte ihre wahre Erkrankung mittlerweile über Jahre nicht ermittelt werden. Ein Speiseröhrenriss blieb von der HNO Notaufnahme eines Universitätsklinikums zunächst unerkannt, weshalb man ihr Schmerzmittel verschrieb. Dieses (Novalgin) drang durch den Riss in den Brustkorb ein und verursachte dort (von "außen") eine Verätzung der Speiseröhre und der sie steuernden Nerven, was zu einer schwerwiegenden Verletzung der Nerven führte, und sie heute ca. 60% ihrer aufgenommenen Nahrung reguriert, was zu extremen Einschränkungen im Alltag führt. Weil es der Klinik zunächst erfolgreich gelang, ihren eigenen Fehler zu verstecken, wurde sie von anderen Ärzten (die sich vermutlich über ihr Krankheitsbild bei der ursprünglichen Klinik erkundigten) in die "Bulimie-Kiste" gesteckt, weil man sich ihre körperliche Reaktion aufgrund der Patientenakte anders nicht erklären konnte, was zu weiteren schweren psychischen Folgen führte (das vollständige Interview über Hergang und Folgen findet ihr hier).